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Die Reserve im Einsatz: Über Weihnachten im Auslandseinsatz im Irak

Die Reserve im Einsatz: Über Weihnachten im Auslandseinsatz im Irak

  • Reserve
  • Syrien und Irak
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3 MIN

Als engagierter Reservistendienst Leistender ist Stabsfeldwebel Thomas H. beim Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken aktiv. Dieses Jahr ist er über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel im Auslandseinsatz. Er ist im Tactical Operations Center (TOCTactical operation cell) von Capacity Building Iraq in Erbil eingesetzt.

Zwei Soldaten in Ausrüstung schleifen einen weiteren Soldaten in Sicherheit

Als Reservistendienst Leistender ist Thomas H. voll integriert in der aktiven Truppe.

Bundeswehr/Kirsten Wild

Soldat mit Leib und Seele – ob aktiv oder auch als Reservist

Ich bin Stabsfeldwebel Thomas H., 52 Jahre alt und diene seit 2001 als Reservist in der Bundeswehr. Derzeit bin ich im Stab des Fallschirmjägerregiment 26 beordert, ein Regiment, in dem ich seit meiner aktiven Zeit als Soldat sehr tief verwurzelt bin.

2021 durfte ich nun zum dritten Mal als Reservistendienst Leistender zusammen mit dem Regiment in den Auslandseinsatz verlegen und bin nun über den Jahreswechsel 2021/2022 in Erbil als TOCTactical operation cell-Feldwebel eingesetzt.

Im Einsatz verantwortlich für die deutschen Kräfte auf Mission

Ein Soldat in Ausrüstung steht vor einem Fahrzeug und beobachtet sein Umfeld.

Als Führer der Sicherung ist Stabsfeldwebel Thomas H. verantwortlich für die Sicherheit vor Ort.

Bundeswehr/Max Schuh

Als Tactical Operations Center -Feldwebel bin ich in Erbil für die Koordination der Kräfte außerhalb unseres Camps zuständig. Im Detail bedeutet das, dass ich die Kommunikation mit den Kräften außerhalb des Feldlagers sicherstelle und ihre Bewegungen jederzeit überwache. Es ist ein sehr verantwortungsvoller Dienstposten, schließlich geht es hierbei um die Operationsführung und vor allem die Sicherheit meiner Kameradinnen und Kameraden.

Vor meiner Zeit als Reservistendienst Leistender war ich lange aktiver Soldat und als Fallschirmjäger in Zweibrücken eingesetzt.

Diese Erfahrungen und das Verständnis für infanteristische Verfahren helfen mir hier, meinen Auftrag bestmöglich auszuüben.

Sowohl aus meiner Zeit als Reservedienst Leistender im Inland als auch noch aus der Zeit als aktiver Soldat kenne ich bereits viele der Kameradinnen und Kameraden, mit denen ich nun die Zeit hier in Erbil verbringen darf. Ich bin daher bestens integriert.

das alles mit dem Rückhalt seitens meiner Familie

Meine Familie und meine Freunde erkennen meine Identifikation mit meinem Reservistendienst - gerade in Auslandseinsätzen - an und tragen diese Entscheidung auch in jeder Hinsicht mit. Da ich bereits als aktiver Soldat an Auslandseinsätzen teilgenommen habe, habe ich auch als Reservedienst Leistender nicht gezögert, als man mir das Angebot machte – viel mehr noch: es war sogar mein ausdrücklicher Wunsch. Somit kam es auch für meinen Familienkreis nicht überraschend, als der Einsatz in Erbil nun tatsächlich anstand.

Ein Jahr „Strategie der Reserve“

Die neu erlassene Weisung ist, meiner Meinung nach, ein guter Schritt zur Verbesserung der Reservistenarbeit, vor allem, da dieses Dienstverhältnis so auch außerhalb der Bundeswehr wieder ein wenig bekannter gemacht wird und die Reserve so ein wenig mehr in den Blickpunkt der Gesellschaft rückt. Dieses Verständnis sorgt in meinen Augen dafür, dass eine bessere Einbindung der Arbeitgeber erfolgt, was notwendig ist, um die Bereitschaft zur Freistellung für den Reservistendienst zu erhöhen.

Ein Einsatz über Weihnachten und Neujahr 2021 – im Kameradenkreis

Drei Soldaten in Ausrüstung tragen Nikolausmützen.

Weihnachten im Einsatzland – ein Weihnachten im Kreis der Kameradinnen und Kameraden.

Bundeswehr/Kirsten Wild

Weihnachten im Kameradenkreis ist für mich keine neue Erfahrung. Obwohl ich meine Freunde und Familie in dieser Jahreszeit deutlich vermisse, so freue ich mich doch auch auf die Festtage mit meinen Kameradinnen und Kameraden. Unser Spieß hat Großes vor und die bisherige Planung verspricht, auch unter den Cororna-Einschränkungen, viel Abwechslung und gute Laune.

Zukunftswünsche

Für meine restliche Zeit im Irak wünsche ich mir für mich und meine Kameradinnen und Kameraden vor allem, dass wir alle gesund bleiben und heil nachhause kommen. Ich wünsche meiner Familie und meinen Freunden Gesundheit und einen guten Jahreswechsel.

Persönlich werde ich auch zukünftig meinen Reservistendienst in Zweibrücken verrichten und so auch weiterhin Kamerad und Fallschirmjäger bleiben - egal ob im Grundbetrieb oder im Auslandseinsatz.

von  Hauptmann Kirsten Wild  E-Mail schreiben
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