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62. Internationales Basketball Turnier 2022

62. Internationales Basketball Turnier 2022

Datum:
Ort:
SHAPE
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4 MIN

Nach drei Jahren Pause nahm die Bundeswehrauswahlmannschaft wieder am 62. Internationales Basketball Turnier 2022 SHAPESupreme Headquarters Allied Powers Europe in Mons (Belgien) teil. Erstmals waren auch Damen dabei und konnten direkt eine Bronzemedaille erringen. Doch auch die Herren schlugen sich gut.

Weibliche und Männliche Basketballspielende stehen mit den Händen auf dem Rücken in drei Reihen.

Die Deutsche Delegation beim 62. Internationales Basketball Turnier 2022 SHAPESupreme Headquarters Allied Powers Europe

Bundeswehr/Jan Kranefeld

Mit nur neun Spielerinnen startete Teammanager und Trainer Stabsfeldwebel Nico S. vom Streitkräfteamt der Streitkräftebasis ins Turnier. Am Anreisetag hatte das Team spielfrei und konnte sich auf die Partie gegen Lettland vorbereiten. Diese stand am zweiten Turniertag auf dem Programm. Die deutschen Damen um Mannschaftskapitänin Stabsfeldwebel Karolin N. kamen zunächst gut ins Spiel und führten nach wenigen Minuten bereits mit acht Punkten. Dass dies im Basketball allerdings nichts zu bedeuten hat, wissen die Freunde des orangen Leders nur zu gut. Denn die Lettinnen hatten – angeführt von ihrer Trainerin, die auch auf dem Spielfeld der Kopf der Mannschaft war – noch einige Pfeile im Köcher. So übernahmen sie kurz vor der Halbzeitpause die Führung und gaben diese auch nicht wieder ab.

Ziel: Halbfinale

Also musste im zweiten Gruppenspiel gegen Belgien unbedingt ein Sieg her, um das Halbfinale und damit die Chance auf eine Medaille zu erreichen. So legten die Damen dann auch richtig los: In den ersten Minuten schien es, als könne der Ball nicht danebenfallen und das Team erarbeitete sich schnell einen zweistelligen Vorsprung. Mit schnellem Umschalten aus der Verteidigung in den Angriff, kamen die deutschen Damen zu vielen einfachen Würfen, die letztendlich den Grundstein für den Erfolg in dieser Partie legten. Damit schafften sie den Einzug ins Halbfinale, in dem die französische Mannschaft wartete.

Für die Herren ging es bereits am Montag gegen die gastgebende Mannschaft, das Team SHAPESupreme Headquarters Allied Powers Europe. Noch etwas eingerostet von der dreistündigen Fahrt, hatte man bis kurz vor Schluss einige Probleme. Doch dann setzte sich das deutsche Team deutlich gegen das gemischte, hauptsächlich aus Amerikanern bestehende Team von SHAPESupreme Headquarters Allied Powers Europe, durch. Im zweiten Gruppenspiel hieß der Gegner dann Litauen, der klare Favorit des Turniers. Daran ließen die Balten von der ersten Minute an keinen Zweifel. Die Spieler des Teams haben zum Teil vor drei Jahren noch Euroleague gespielt und setzten sich deutlich durch. Im Spiel gegen die Niederlande am letzten Spieltag der Vorrunde wollte man das Halbfinale erreichen. Hier siegte das Team um Spielertrainer Sebastian B. souverän und traf im Halbfinale auf das Team aus Frankreich.

Wenn man in Halbfinale steht, ist alles möglich 

Zunächst mussten die Herren im Halbfinale ran und das Team zeigte seine beste Leistung im Turnier. Mit einem Mix aus schnellem Angriffsspiel, Würfen aus der Distanz und Inside-Play überraschten sie die französischen Spieler. Diese hatten sich auf ein langsames ruhiges Aufbauspiel vorbereitet und liefen so dem „Underdog“ hinterher. Doch im Laufe des Spieles schwanden beim deutschen Team die Kräfte und der Überraschungseffekt war weg. Deshalb zogen die Franzosen ins Finale ein. Aber mit solch einer couragierten Leistung konnte die Mannschaft erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Das sahen die rund 200 Zuschauenden auch so und spendetet am Ende viel Applaus.

Bei den Damen zeigte sich ein ähnliches Bild: Angesteckt von der starken Leistung der Herren, wuchsen sie über sich hinaus und boten bis zum Schlussabschnitt den französischen Damen ein Spiel auf Augenhöhe. Allerdings machte sich hier kurze Bank bemerkbar. Das bedeutet, dass aufgrund von Verletzungen nicht alle Spielerinnen an den Start gehen konnten. So mussten auch die Damen den Gegnerinnen den Vortritt beim Einzug ins Finale lassen.

Für beide Teams ging es nun um den dritten Platz und eine Chance auf Edelmetall. Bei den Herren hieß der Gegner Lettland, das Litauen unterlag. Die Damen trafen auf das Team SHAPESupreme Headquarters Allied Powers Europe, das gegen Lettland verlor. 

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Eine Spielerin dribbelt mit Kontakt zu ihrer Gegenspielerin zum Korb.

Drive zum Korb: Stabsärztin Stefanie P. dribbelt mit Kontakt zu ihrer Gegenspielerin in Richtung des gegnerischen Korbes

Bundeswehr/Jan Kranefeld
Ein Spieler jeder Mannschaft versucht den Ball zu seinen Mitspielern zu tippen, diese stehen im Kreis drum herum.

Sprungball zur Partie Deutschland gegen Litauen

Bundeswehr/Jan Kranefeld
Ein Spieler dribbelt mit Kontakt zu seinem Gegenspieler zum Korb, weitere versuchen ihn den Weg zu blockieren.

Obermaat Tim S. beim Drive zum Korb

Bundeswehr/Jan Kranefeld
Jubelnde Spielerinnen und ihr Trainer zusammen mit dem Pokal.

Bronze für das deutsche Damenteam. Die jubelnden Spielerinnen mit ihrem Trainer Stabsfeldwebel Nico S. In der Mitte der begehrte Pokal für den dritten Platz.

Bundeswehr/Jan Kranefeld

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Ein lachendes und ein weinendes Auge

Am Finaltag trafen die Damen auf das Team SHAPESupreme Headquarters Allied Powers Europe, das ausschließlich aus Spielerinnen aus den USA bestand. Das vierte Spiel in fünf Tagen forderte noch einmal alles und blieb bis zum letzten Wurf spannend. Deutschland führte 17 Sekunden vor dem Ende mit zwei Punkten. Nach einem Foul, trat die „kleinste Spielerin“ Stabsunteroffizier Antonie, B. an die Freiwurflinie und versenkte den Ball. Damit stellte sie die Weichen für die Bronzemedaille. Der letzte Wurf der Hausherrinnen verfehlte sein Ziel und die deutschen Damen lagen sich in den Armen.

Bei den Herren hieß der Gegner Lettland. Das Team legte – wütend über die Niederlage am Vortag gegen Litauen – los wie die Feuerwehr. Das deutsche Team kämpfte sich nach dem Seitenwechsel zwar noch einmal auf zehn Punkte heran. Aber sofort fanden die Letten eine Antwort und ließen keinen Zweifel an ihrem Anspruch auf den dritten Platz. Das Herrenteam erlangte den vierten Platz.

Neben dem dritten Platz bei den Damen konnte sich die deutsche Mannschaft über die FAIR-PLAY Trophy freuen. Ein Preis, den Teams und Schiedsrichter an die Mannschaft vergeben, die sich während des Turniers aber auch neben dem Spielfeld am fairsten verhalten hat.

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