CISMConseil International du Sport Militaire - 3x3 Basketball

Militär-WM im 3x3 Basketball: Deutsche Frauenmannschaft siegt

Militär-WM im 3x3 Basketball: Deutsche Frauenmannschaft siegt

  • CISM
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Warendorf
Lesedauer:
4 MIN

Vier Tage voller Action mit mehr als 160 Spielen auf drei Courts gehen an der Sportschule in Warendorf zu Ende. Mit dem Militär-Weltmeistertitel im 3x3 Basketball für die deutschen Damen krönte man eine rundum gelungene Veranstaltung.

Ein Spieler springt zum Korb und nimmt dabei den Ball hinter den Kopf, bevor er ihn in den Korb wirft.

Spieler aus Tansania beim Slam Dunk Wettbewerb

Bundeswehr/Dmitrij Bowdurez

An der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf wurde kürzlich die 1st CISMConseil International du Sport Militaire Military World Championship 3x3 Basketball ausgetragen. 220 Athletinnen und Athleten aus 17 Nationen kämpften um den Titel in dieser besonderen Variante des Basketballs, bei dem jeweils drei Spielende ein Team bilden. CISMConseil International du Sport Militaire-Vice Präsident General Maikano Abdullahi aus Nigeria eröffnete die Wettkämpfe auf dem Warendorfer Marktplatz, wo die Sportlerinnen und Sportler mit der Öffentlichkeit das Motto der Militärsportorganisation kennenlernen konnten: „Freundschaft durch Sport“.

Der Austragungsmodus

Ein Spieler dribbelt zum Korb und drückt dabei mit seinem Arm in den Verteidiger

Obermaat Tim S. zieht gegen einen niederländischen Gegenspieler zum Korb

Bundeswehr/Dmitrij Bowdurez

Für die zehn Damen-Teams standen in drei Tagen jeweils drei intensive Spiele auf dem Plan. In der Vorrunde hieß es zunächst „jeder gegen jeden“. Für die Plätze eins bis acht bedeute dies dann den Einzug in die KO-Runde, in der der erste CISMConseil International du Sport Militaire Military World Champion ausgespielt werden sollte. Bei den Herren teilten sich die 23 Teams in vier Gruppen zu je sechs Mannschaften auf, was eine Vorrunde von fünf Spielen an zwei Tagen zur Folge hatte, ehe es auch hier in die KO-Phase ging. Dort mussten sich die Teams in fünf Runden durchsetzen, um den Military World Champion zu ermitteln.

Über die Vorrunde direkt ins Achtelfinale

Ein Spieler wirf aus der Distanz über den heranstürmenden Gegenspieler hinweg, zwei andere positionieren sich für den Rebound

Oberleutnant Tobias Z. beim Distanzwurf

Bundeswehr/Matthias Jeschke

„Durch den Modus, dass man sich als Gruppenerster oder -zweiter direkt für das Achtelfinale qualifiziert, war für uns klar, dass wir bereits in der Vorrunde gefordert sind, um möglichst ein Spiel weniger zu haben“, erklärt Oberleutnant Tobias Z.. Ein Spielplan mit fünf Spielen an zwei Tagen plus einer KO-Runde sei nicht ohne, berichtet er weiter. Herausfordernd ist seiner Meinung nach auch das Reagieren auf die unterschiedlichsten Teams und deren Art, Basketball zu spielen. Weltweit wird anders trainiert. Für das Team Deutschland I reichte es nach einer makellosen Bilanz der ersten beiden Tage zum Gruppensieg und damit zum direkten Einzug ins Achtelfinale. Dort scheiterte das Team allerdings an Tansania, die man in der Vorrunde noch bezwingen konnte.

Wechsel in die Halle

Drei Spieler besprechen sich, der in der Mitte sitzt und links sowie rechts stehen die beiden anderen Spieler.

Das Team Deutschland II bespricht sich in einer Spielunterbrechung. In der Mitte Hauptmann Kai R., links von ihm Oberstabsgefreiter Sebastian B. und rechts Flottillenarzt Patrick P.

Bundeswehr/Dmitrij Bowdurez

Wie unterschiedlich Basketball sein kann, zeigte der wetterbedingte Wechsel von den Außenanlagen in eine Halle. Bereits am Mittwochabend zog sich der Himmel über Warendorf zu und man musste den Wettkampf nach innen verlegen. Dieser Wechsel veränderte das Spiel und damit die Ergebnisse einiger Teams völlig. Denn nun hatten die dribbelstarken Hallenspieler Vorteile, welche beide deutschen Herrenteams auch direkt zu spüren bekamen. Für das deutsche Team war es nach dem Ausfall von Stabsgefreiter Maurice L. direkt am ersten Tag ohnehin schwer, ohne Wechselmöglichkeit spielen zu müssen. Hauptmann Kai R., Teamchef, resümiert: „Für uns ging es dann im ersten KO Spiel gegen Tansania, die mit Sadiki Baraka den besten Spieler des Turniers stellten und der drehte dann sowohl gegen uns als auch gegen das Team Deutschland I so richtig auf. Am Ende belegten wir den 19. Platz, was aber nicht schlimm ist, denn die Erinnerungen an dieses Turnier sind für mich mehr wert als eine Medaille, obwohl ich die natürlich auch gerne gehabt hätte.“ Das Team Deutschland I schied ebenfalls gegen Tansania aus dem Medaillenrennen aus und belegte am Ende Platz 10.

Damen trumpfen auf

Eine Spielerin fokussiert sich mit dem Ball in der Hand auf den Ring, kurz bevor sie wirft.

Hauptfeldwebel Karolin N. fokussiert während des Distanzschützen Wettbewerbs

Bundeswehr/Dmitrij Bowdurez

Am Finaltag schien wieder die Sonne und es ging zurück auf die äußeren Courts, also dort, wo 3x3 auch hingehört. Für die deutschen Teams bedeutete dies, dass sie im ersten Spiel des Tages direkt aufeinander trafen, in dem sich Team Deutschland I durchsetzte. „Ich bin seit 2014 hier im CISMConseil International du Sport Militaire Team und war schon auf einigen Turnieren mit, aber dieses Turnier nach zwei Jahren Corona-Pause war schon etwas besonders. Auch der Wechsel von fünf gegen fünf zu 3x3 war wohl eine richtige Entscheidung, denn so konnten viel mehr Nationen zum Turnier kommen und es noch viel bunter machen. Auch wenn ich mit dem Team Deutschland II nur den achten Platz belegen konnte, bin sehr stolz auf mein Team“, freut sich Hauptfeldwebel Karolin N. über den Wettbewerb. Als beste Distanzschützin des deutschen Teams erreichte sie das Finale und musste sich mit einem Treffer der Spielerin aus der Mongolei geschlagen geben.

Militär-Weltmeister im 3x3 Basketball

Spielerinnen stehen zusammen und besprechen sich.

Besprechung in einer Auszeit: Hauptgefreiter Katharina Müller (12) gibt die nächsten Spielzüge vor. Hauptgefreiter Sonja Greinacher (11), Hauptgefreiter Luana Rodefeld (15) und Hauptgefreiter Svenja Brunckhorst (16) hören ihr zu.

Bundeswehr/Dmitrij Bowdurez

„Wir sind als Spitzensportler der Bundeswehr und 3x3 Nationalmannschaft der Damen ja schon auf einigen Turnieren der Women World Series unterwegs gewesen. Aber was wir hier erlebt haben, kannten wir bislang noch nicht“, erzählt Hauptgefreiter Sonja Greinacher. Während des Turniers kam man immer wieder mit den angereisten Teams ins Gespräch und tauschte sich aus. „Das wir mit den Damen am Ende dann auch noch den Titel geholt haben, war dann noch das Sahnehäubchen auf die Woche hier in Warendorf“, erzählt die Spielerin weiter, die als „wertvollste Spielerin des Turniers“ ausgezeichnet wurde. Den Titel Military World Champion tragen neben den deutschen Damen auch die Herren aus Litauen, die sich im Finale wie auch unsere Damen gegen Frankreich durchsetzen konnten. Die Bronzemedaillen gingen bei den Damen an die Mongolei und bei den Herren an die USA. Neben den wertvollsten Spielern wurden auch die fairsten Teams des Turniers gewählt. Hier fielen die meisten Stimmen auf das Damenteam aus Tansania und bei den Herren fiel die Wahl auf Kanada. 

von Nico Schröder  E-Mail schreiben

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