2. Internationales CISMConseil International du Sport Militaire Para-Skilanglauf Trainingslager

2. Internationales CISMConseil International du Sport Militaire Para-Skilanglauf Trainingslager

  • CISM
  • Sport
Datum:
Ort:
Todtnau
Lesedauer:
4 MIN

Vom 19. - 24. Januar fand in Todtnau-Fahl, initiiert durch das Kommando Streitkräftebasis, das 2. internationale CISMConseil International du Sport Militaire Para-Skilanglauf Trainingslager mit dem Motto „Meet to proceed“ statt. Das Ziel: Soldaten und Soldatinnen, die durch den militärischen Dienst physisch oder psychisch versehrt wurden, ideal auf die 4. CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games 2021 vorzubereiten.

Männer auf Sitzschlitten bei der Abfahrt.

In speziellen Sitzschlitten fahren die Teilnehmer die Strecke ab. Die „sitzende Klasse“ fährt auf ihren Sitzschlitten über die Pisten.

Bundeswehr/Pau Schmid

Meet tp proceed“ – so lautete das Motto des 2. Internationalen CISMConseil International du Sport Militaire Para-Skilanglauf Trainingslagers. Insgesamt 21 Teilnehmer aus den Nationen Schweden, Italien, Estland, Armenien und Deutschland waren diesem Aufruf gefolgt und reisten nach Todtnau-Fahl, um vom 19.-24. Januar unter professioneller Leitung zu trainieren. Das Ziel war klar: Die Kameradinnen und Kameraden, die durch den militärischen Dienst psychisch oder physisch versehrt wurden, ideal auf die 4. CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games 2021 vorzubereiten. Initiiert wurde die sechstägige Veranstaltung vom Kommando Streitkräftebasis in Bonn. Die Kosten trug komplett die Bundeswehr, die auch die Unterkünfte in der Schwarzwaldkaserne sowie die Verpflegung stellte. 

Ab auf die Piste – Lasst das Training beginnen

Zwei Männer mit Skiern.

Der Bundestrainer des Nordic Paraski Teams Ralf Rombach hilft den Teilnehmern beim Einstellen ihrer Sitzschlitten. Der Bundestrainer des Nordic Paraski Teams Ralf Rombach stellt den Teilnehmern ihre Sitzschlitten richtig ein.

Bundeswehr/Pau Schmid

Bei den circa zweistündigen Trainingseinheiten, die jeweils am Vor- und Nachmittag stattfanden, wurden die Sportlerinnen und Sportler – je nach Leistungsstand und Einschränkung – in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Diese wurden jeweils von einem professionellen Trainer begleitet. So gab es die „sitzende Klasse“, die mit ihren speziellen Sitzschlitten die Strecke abfuhr sowie die „stehende Klasse“, die auf normalen Langlaufskiern unterwegs war. Von Anfänger bis Fortgeschrittener war alles vertreten. Auch Ralf Rombach, Bundestrainer des Nordic Paraski Teams, unterstütze zum zweiten Mal das Projekt und trainierte die Athleten auf den Sitzschlitten. Als Regeneration von dem anstrengenden Training und um die Region besser kennenzulernen, unternahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am dritten Tag einen Ausflug in das circa 40 Kilometer entfernte Freiburg.

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Zwei Skifahrer unterwegs

Insgesamt nahmen 21 Sportlerinnen und Sportler aus fünf Nationen an dem zweiten CISMConseil International du Sport Militaire Para-Skilanglauf Trainingslager in Todtnau-Fahl teil. Die 21 Teilnehmer des 2. internationalen CISMConseil International du Sport Militaire Para-Skilanglauf Trainingslager waren voll motiviert.

Bundeswehr/Christopher Preloznik
Mann mit nur einem Bein auf Sitzschlitten.

Mit vollem Einsatz absolviert dieser Sportler aus Armenien die zweistündigen Trainingseinheiten. Der Kamerad aus Armenien gibt bei den zweistündigen Trainingseinheiten alles.

Bundeswehr/Pau Schmid
Mann mit einen Arm auf Skiern.

Stabsfeldwebel Faget war schon letztes Jahr beim Trainingscamp dabei und freut sich auf die World Winter Games 2021. Trotz seiner Behinderung gibt Stabsfeldwebel Faget niemals auf und hat schon an mehreren CISMConseil International du Sport Militaire Sportevents teilgenommen.

Bundeswehr/Pau Schmid
Mann läuft neben Sitzschlitten her.

Der Trainer des italienischen Teams gibt seinen Schützlingen Tipps während der Abfahrt. Mit oder ohne Behinderung – ganz egal. Im Trainingslager unterschützen sich alle Teilnehmer gegenseitig.

Bundeswehr/Pau Schmid

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Wenn eine Idee zur Realität wird

Der Gedanke ein Para-Skilanglauf Trainingslager anzubieten, kam von Oberstleutnant Harald Dobmeier, Leiter des Organisationskomitees für die 4. CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games 2021. Anstoß dafür gaben die ersten Integrativen Meisterschaften, die im September 2013 an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf ausgetragen wurden. Hier nahmen zum ersten Mal Athleten sowie Athletinnen mit und ohne Behinderung an ein und demselben Leichtathletik-Event teil. Oberstleutnant Dobmeier wollte auch in Zukunft diese Integration fördern und organisierte zusammen mit seinem Team aus dem Kommando Streitkräftebasis das Para-Skilanglauf Trainingslager, das im April 2019 Premiere feierte. Das Camp erfreute sich großer Resonanz, weshalb es in diesem Jahr ein weiteres Mal angeboten wurde. Wiederum waren die Athleten und Athletinnen begeistert, zeigten vollen Einsatz und unterstützten sich gegenseitig. Für zusätzliche Motivation sorgte Dobmeier in seiner kurzen Begrüßungsrede. Er versicherte, dass jeder einzelne Teilnehmer - mit genug Training - die Chance bekommen würde, bei den World Winter Games 2021 auf derselben Startlinie wie die Profis zu stehen. 

2021 ist es soweit – die 4. CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games in Deutschland

Ein Würfel mit Logo und Aufschrift.

Unter dem Motto „United by Friendship“ werden die 4. CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games im März 2021 in Deutschland stattfinden. Bei den 4. CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games im März 2021 werden 1000 Teilnehmer aus 40 Nationen erwartet.

Bundeswehr/Pau Schmid

Vom 23. – 28. März 2021 wird unter der Leitung der Bundeswehr die Region um Berchtesgaden und Ruhpolding Schauplatz der 4. CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games. Erwartet werden über 1.000 Teilnehmer aus circa 40 Nationen, die sich in insgesamt 9 Disziplinen miteinander messen werden. Neben den klassischen Disziplinen wie Biathlon, Skibergsteigen und Langlauf, wird es erstmalig auch Wettkämpfe im Snowboarden und einen Cross-Lauf durch Stadt sowie Berge geben. Letzterer ist besonders für die Nationen interessant, die weniger winteraffin sind und trotzdem gerne an dem riesen Sportevent teilnehmen würden. Die CISMConseil International du Sport Militaire World Winter Games sind eine integrative Sportveranstaltung, das heißt, dass auch Sportler und Sportlerinnen mit körperlichen und psychischen Einschränkungen an den Wettkämpfen teilnehmen werden. Alles unter dem Motto: „United by friendship.“

CISMConseil International du Sport Militaire – eine militärische Großfamilie

Ein Mann spricht mit Menschen.

CISMConseil International du Sport Militaire Vize-Präsident Oberst Schwede erklärt in seiner Ansprache, dass die Integration von verletzen Kameraden das größte Ziel von CISMConseil International du Sport Militaire ist.

Bundeswehr

Die Abkürzung „CISMConseil International du Sport Militaire“ steht für Conseil International du Sport Militaire. Es handelt sich dabei um einen im Februar 1948 gegründeten, internationalen Militärsportverband, in welchem auch die Bundeswehr seit 1959 Mitglied ist. Der Grundgedanke: „Friendship through sports“. Dies heißt, dass durch sportliche Veranstaltungen ein friedliches und faires Miteinander gefördert werden soll. Insgesamt hat CISMConseil International du Sport Militaire 140 Mitgliedstaaten aus den vier Kontinenten Asien, Afrika, Amerika sowie Europa und richtet im Jahr ca. 20 Meisterschaften bzw. Sportveranstaltungen aus. Oberstleutnant Dobmeier bezeichnet CISMConseil International du Sport Militaire gerne als eine „militärische Familie“. Warum? Bei den zahlreichen Veranstaltungen (Kongressen, Meisterschaften etc.) treffen sich Menschen aus verschiedenen Ländern, tauschen sich aus, teilen Erfahrungen, bleiben via Social Media in Kontakt und sehen sich regelmäßig wieder. All dies macht, laut Dobmeier, eine gute Familie aus. Auch der CISMConseil International du Sport Militaire Vizepräsident Oberst Dirk Schwede betont, dass Integration eins der Hauptziele des Verbandes sei. Athleten und Athletinnen mit Behinderung sollen nach ihrem Unfall optimal unterstützt werden und ihre Ziele weiterhin verfolgen können. Sport kann dabei helfen und hat eine positive Wirkung auf die Betroffenen. Außerdem sei es immer wieder schön zu sehen, dass bei den Events Nationen friedlich aufeinandertreffen, die sich sonst niemals an einen Tisch setzen würden. So liegen sich iranische und irakische Sportlerinnen und Sportler in den Armen und der Nordkoreaner gratuliert dem Südkoreaner zu seiner sportlichen Leistung. Genau dies sei einfach toll an CISMConseil International du Sport Militaire, erklärt Schwede

von Pia Schöpf  E-Mail schreiben

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