Zahnärztliche Versorgung

Zahnärztliche Versorgung

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Die truppenzahnärztliche Behandlung und zahnmedizinische Versorgung für Soldatinnen und Soldaten erfolgt in eigenen Behandlungseinrichtungen, den Zahnarztgruppen der Bundeswehr. Hier sieht es aus wie in einer zivilen Zahnarztpraxis und eigentlich ist es auch so – nur eben ein bisschen anders:

Im Sanitätsdienst sind etwas mehr als 300 Truppenzahnärztinnen und Truppenzahnärzte sowie über 1.000 militärische und zivile Zahnmedizinische Assistenzen tätig. Die mehr als 140 Zahnarztgruppen sind über ganz Deutschland in den Kasernen der Bundeswehr verteilt. Es wird, mit Ausnahme der Kieferorthopädie, das gesamte Spektrum der Zahnmedizin – also von der vorbeugenden Beratung bis zum Zahnersatz – abgedeckt. Weiterhin stehen regional und in den Bundeswehrkrankenhäusern Spezialisten auf den Gebieten der Parodontologie und Oralchirurgie zur Verfügung.

NATONorth Atlantic Treaty Organization Standards bei der zahngesundheitlichen Beurteilung

Zahnärztin die in den Mund der Patentin schaut

Zahnärztliche Behandlung in einem Rettungszentrum. Die mobile Sanitätseinrichtung ermöglicht in den Einsätzen eine zanhärztliche Versorgung, die dem Standard in Deutschland entspricht.

(c) 2017 Bundeswehr / Bannert

Zu den Aufgaben der Truppenzahnärztinnen und Truppenzahnärzte gehört neben der Untersuchung und Behandlung auch die Beurteilung der Einsatzfähigkeit der Soldatinnen und Soldaten. Die Zahngesundheit wird dabei nach einem System beurteilt, dass NATONorth Atlantic Treaty Organization-weit gültig ist, der sogenannten „Dental-Fitness-Class“. Ist eine Behandlung notwendig, wird diese in der zahnärztlichen Behandlungseinrichtung durchgeführt. Ziel ist es, dass während des Einsatzes keine zahnärztlichen Notfälle eintreten.

Um den Soldatinnen und Soldaten auch im Einsatz bei akuten Beschwerden die passende zahnmedizinische Hilfe zukommen lassen zu können, geht das zahnmedizinische Personal der Bundeswehr auch mit in den Einsatz. Ob auf See oder an Land, in speziellen Containern oder mit der „Bord-Zahnstation“ können Zähne gezogen, Füllungen gelegt und sogar Wurzelkanäle behandelt werden. Dabei gilt stets die Qualitätsleitlinie des Sanitätsdienstes, dass Soldatinnen und Soldaten auch im Einsatz medizinisch genauso gut versorgt zu werden, wie es der Standard in Deutschland vorgibt. Für dieses Ziel durchlaufen die Truppenzahnärztinnen und Truppenzahnärzte nach der militärischen Grundausbildung und dem Studium an zivilen Universitäten noch viele weitere Lehrgänge bei der Bundeswehr. Dazu gehören neben den der militärischen Ausbildung auch Kenntnisse bei der Behandlung von Gesichtsverletzungen, sowie von notfallmedizinischen Grundlagen. Im Einsatz werden die Truppenzahnärztinnen und Truppenzahnärzte durch die militärischen zahnmedizinischen Assistenzen unterstützt. Auch sie durchlaufen vorher eine umfassende Vorausbildung.

Unsere Truppenzahnärzte und zahnmedizinischen Assistenzen führen also nicht nur normale zahnärztliche Behandlungen durch, sie unterstützen unsere Soldatinnen und Soldaten auch vor Ort, so dass sie jederzeit weltweit eingesetzt werden können. Ohne lästige Zahnschmerzen.