Pistole P13 – der neue Standard
Die letzten Tests sind bestanden, jetzt kann die Nachfolge-Waffe der P8 in die Truppe kommen. Schon in wenigen Monaten geht es los.
Die letzten Tests sind bestanden, jetzt kann die Nachfolge-Waffe der P8 in die Truppe kommen. Schon in wenigen Monaten geht es los.
Magazinkapazität: 15 Patronen
Vorteil: Durch das Striker-Fire-System verfügt die P13 über einen einheitlichen Abzugswiderstand über den gesamten Schusszyklus.
Weniger als die Hälfte des Abzugsgewicht beim ersten Schuss mit der Vorgängerwaffe P8 (5,1 kg).
Die neue Dienstpistole der Bundeswehr P13 hat die letzten Tests des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr erfolgreich durchlaufen. Der Hersteller hat nachgewiesen, dass die Waffe für den vorgesehenen militärischen Einsatz geeignet ist. Damit ist der Weg frei für die Auslieferung der Serienexemplare an die Truppe.
Die Bundeswehr beschafft die neue Dienstpistole im Kaliber 9 mal 19 Millimeter im Rahmen des Vorhabens „Pistole querschnittlich“. Die P13 wird die 1994 in die Bundeswehr eingeführte Pistole P8 ablösen. Dazu wurde die POL-TEC GmbH & Co. KG, ein deutscher Vertriebspartner des tschechischen Herstellers Česká zbrojovka (CZ), mit der Lieferung der P13-Pistolen an die Bundeswehr beauftragt. Bei der P13 handelt es sich um eine Variante der CZ-Pistole P-10 C OR (Optics-Ready) in der Farbe Flat Dark Earth. Das Gewicht der Waffe beträgt 760 Gramm, der Lauf der P13 misst 102 Millimeter.
Die P13 liegt gut in der Hand. Der Grund: Das Griffstück der Pistole kann an den Schützen beziehungsweise die Schützin angepasst werden.
Bundeswehr/Dirk Bannert
„Pistole klar zum Gefecht!” Die gesamte Bundeswehr wird mit der P13 ausgestattet. Schritt für Schritt wird sie die P8 in den Waffenkammern der Truppe ersetzen.
Bundeswehr/Dirk BannertDie P13 ist eine Pistole mit Striker-Fire-System, das heißt, sie verfügt im Gegensatz zur Vorgängerpistole P8 über einen einheitlichen Abzugswiderstand über den gesamten Schusszyklus. Für die Truppe ist das ein Upgrade, denn bei der P8 war ein Abzugsgewicht von 5,1 Kilogramm beim ersten Schuss notwendig. Mit der P13 sind es nun nur noch 2,3 Kilogramm.
| P8 (HK USP) | P13 (CZ P-10 C OR) | |
|---|---|---|
| Abzugssystem | Double Action / Single Action, Hahn | Striker-Fire |
| Spannabzug / erster Schuss | ca. 50 N / 5,1 kg | ca. 23 N / 2,3 kg |
| Normalabzug / Folgeschüsse | ca. 20 N / 2,0 kg | ca. 23 N / 2,3 kg |
| Unterschied Abzugsgewicht erster Schuss zum Folgeschuss | sehr deutlich | praktisch keiner |
| Manuelle Sicherung | ja | nein |
| Schloss | außenliegender Hahn | innenliegender Schlagbolzen |
Die P13 zeichnet sich durch hohe Belastbarkeit unter Extrembedingungen aus. Zentrale Eigenschaften der Waffe sind die ergonomische Gestaltung für sichere Kontrolle und hohe Trefferleistung in allen Einsatzsituationen sowie die hohe Verlässlichkeit bei Hitze, Kälte und Dauerbelastung. Durch ihren modularen Aufbau lässt sich die P13 schnell an unterschiedliche Missionsprofile anpassen. Zudem ist sie für den Einsatz optischer Visiere vorbereitet.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hatte die für die Beschaffung notwendigen Haushaltsmittel am 5. November 2025 freigegeben, wenige Tage später wurde der Vertrag geschlossen. Damit betrug der Zeitraum für die integrierte Nachweisführung und die Festschreibung des finalen Konstruktionsstands weniger als zwölf Monate, was für ein Rüstungsprojekt dieser Größenordnung und Bedeutung außergewöhnlich schnell ist. „Dieser Erfolg war nur durch die gute und konstruktive Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten möglich“, kommentiert Nina K.*, die zuständige Projektleiterin im Beschaffungsamt der Bundeswehr. Die Auslieferung der ersten Serienexemplare an die Truppe soll in den nächsten Monaten beginnen.
*Name zum Schutz der Person abgekürzt