Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr
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- Berlin
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Amtshilfe beim Kampf gegen Waldbrände im Osten Deutschlands, Spezialgrundausbildung der Jägertruppe, ein medizinischer Notfall im Cockpit und Panzergrenadiere im Gefecht: Das und mehr sind in dieser ersten Augustwoche unsere Bilder der Woche.
Unterstützung: Fünf Hubschrauber NHNATO-Helicopter-90 unterstützen die zivilen Einsatzkräfte bei der Waldbrandbekämpfung. Seit Tagen brennt es im Nationalpark Sächsische Schweiz. Mit vereinten Kräften gelingt es, die Lage unter Kontrolle zu bekommen.
Bundeswehr/Tom Twardy
Feuer! Aus seiner Stellung schießt ein Kampfpanzer Leopard. Zusammen mit den Panzergrenadieren und ihren Schützenpanzern Marder üben die Leos im litauischen Pabrade. Alle Kräfte gehören zur eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup der NATONorth Atlantic Treaty Organization an der Ostflanke des Bündnisses.
Bundeswehr/Lisa Engler
Staubige Angelegenheit: Gebirgsjäger aus Mittenwald beim Gefechtsschießen auf dem brandenburgischen Übungsplatz Lehnin. Das Gebirgsjägerbataillon 233 trainiert dort oft auch den Orts- und Waldkampf.
Bundeswehr/Sebastian Krämer
Was passiert, wenn der Pilot im Landeanflug durch einen medizinischen Notfall ausfällt? Dieses Szenario üben Sanitätskräfte und die Flugzeugbesatzung des A400M in Al-Asrak. Gelandet hat die Maschine der Co-Pilot. Am Ende geht alles gut.
Bundeswehr/Christian Haseloff
Anpacken! Acht Wochen dauert die Ausbildung der Richtschützen der Schützenpanzer Marder im Artilleriebataillon 131. Viel Praxis, aber auch technischer Dienst an der Bordkanone gehören dazu, damit die Richtschützen ihre Waffe am Ende beherrschen.
Bundeswehr/Mario HönigDer Wald im Nationalpark Sächsische Schweiz brennt. Weil die zivilen Einsatzkräfte allein die Lage nicht mehr unter Kontrolle bekommen, unterstützt die Bundeswehr. Sie setzt fünf Hubschrauber vom Typ NHNATO-Helicopter-90 zur Bekämpfung des Waldbrandes ein. Bis Montagnachmittag fliegen diese 600 Einsätze und transportieren dabei rund 1.100 Tonnen Löschwasser. Mit vereinten Kräften gelingt es den zivilen und den militärischen Sicherheitskräften nach und nach, die Lage zu stabilisieren. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht besucht am Montag die Einsatzkräfte vor Ort und sagt den Helfern weitere Unterstützung zu.
Auf dem Truppenübungsplatz Pabrade in Litauen trainiert die Battlegroup der enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence) während einer Übung im scharfen Schuss. Deutsche und niederländische Soldatinnen und Soldaten proben hier gemeinsam auf Bataillonsebene den Ernstfall, denn der multinationale Kampfverband der NATONorth Atlantic Treaty Organization in Litauen soll Bündnissolidarität und Verteidigungsbereitschaft demonstrieren. Die Kampfkompanien und Unterstützungseinheiten nutzen diese Gelegenheit nicht nur, um die Operation der verbundenen Kräfte zu üben, sondern auch die Fähigkeiten der Einzelschützen zu verbessern.
Der Orts- und Häuserkampf auf der Ortskampfanlage und ein Gruppengefechtsschießen – das gehört zum Zusatzmodul der Spezialgrundausbildung der Mittenwalder Jager. Sie absolvieren es fernab jedes echten Berges auf dem Truppenübungsplatz Lehnin. Die vielfältigen Möglichkeiten zur infanteristischen Ausbildung auf mehr als 7.000 Hektar machen das staubige Areal in Brandenburg quasi zur zweiten Heimat der bayerischen Soldaten und Soldatinnen. Kalte Nächte und heiße Tage fordern die Truppe zusätzlich. Hier können sie außerdem in den großen Forsten den Waldkampf üben, eine weitere „Spezialität“ der Mittenwalder Jäger.
Ein A400M in Anflug auf den Flughafen Al-Asrak. Plötzlich fühlt sich der Pilot des Transportflugzeuges nicht wohl, spürt Schmerzen in der Brust – ein medizinischer Notfall. „Luftnotlage, Luftnotlage, Luftnotlage“, ruft der Co-Pilot ins Funkgerät. Dann übernimmt er den weiteren Landeanflug. Am Boden bereitet sich das Sanitätspersonal vor und wartet die Landung ab. Zum Glück ist alles nur eine Übung. Doch mit diesem Training unter realistischen Bedingungen wollen sich alle Beteiligten darauf vorbereiten, auch im Ernstfall den Ablauf einer Rettungsaktion und alle nötigen Handgriffe sicher zu beherrschen.
Acht Wochen dauert die gerade laufende Ausbildung der Richtschützen für die Schützenpanzer Marder im Artilleriebataillon 131. Der Marder wird dort als Fahrzeug von Joint Fire Support Teams, den Trupps zur Feuerunterstützung, genutzt. Neben theoretischen Aspekten wie technischen Daten und Sicherheitsbestimmungen umfasst die Ausbildung vor allem viel Praxis. Erfahrenes Ausbildungspersonal erklärt nicht nur, wie die Waffenanlage ein- und ausgebaut, zusammengesetzt und auseinandergebaut wird, sondern auch, wie sie wirkt und funktioniert und wie mit Störungen umzugehen ist. Nach den zahlreichen Ausbildungen an der Waffenanlage und den Übungen im Simulator stellen die angehenden Richtschützen ihr frisch erworbenes Können im scharfen Schuss unter Beweis. Um zu bestehen, müssen sie die Bedingungen verschiedener Schießübungen erfüllen.
von Juliane Olbricht