Verteidigungsminister besucht Truppenteile der Bundeswehr in Deutschland
Boris Pistorius geht im Juli 2026 auf Tuchfühlung mit der Truppe. Der Verteidigungsminister besucht zwischen dem 13. und dem 23. Juli Standorte und Truppenteile der Bundeswehr in ganz Deutschland. Im Mittelpunkt stehen aktuelle und künftige Fähigkeiten der Bundeswehr, der Aufwuchs der Streitkräfte, aber auch Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten.
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Redaktion der Bundeswehr
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Bei seiner Reise durch die Bundesrepublik will sich der Verteidigungsminister das ganze Spektrum der militärischen Fähigkeiten der Bundeswehr demonstrieren lassen und so einen persönlichen Eindruck von der Schlagkraft der Truppe gewinnen. Neben Besuchen bei Heer, Marine und Luftwaffe wird sich Boris Pistorius auch mit Rekrutinnen und Rekruten treffen, die den Neuen Wehrdienst angetreten haben. Auch steht für den Verteidigungsminister ein Besuch beim Heimatschutz der Bundeswehr auf dem Programm.
Auf seiner Reise an die Standorte der Bundeswehr besuchte Verteidigungsminister Boris Pistorius als letzten Verband das Transporthubschrauberregiment 30 in Baden-Württemberg. Die Heeresflieger von der Division Schnelle Kräfte sind eigentlich in Niederstetten stationiert. Der Minister traf sie aber auf dem Standortübungsplatz Külsheim nahe Hardheim – denn dort wollte die Truppe dem Minister präsentieren, wie leistungsfähig ihre NH-90-Transporthubschrauber sind. Im Tiefflug navigierte einer der Hubschrauber mit dem Verteidigungsminister als Copilot über den Übungsplatz.
Verteidigungsminister Pistorius bei den Heeresfliegern Bundeswehr/Norman Jankowski
„Wir wollen eine Armee, die nicht im Abseits steht, sondern mitten in der Gesellschaft ihren Auftrag erfüllt.“
Das Transporthubschrauberregiment 30 bringt Kampftruppen an ihren Einsatzort, versorgt und unterstützt die Truppen im Gefecht aus der Luft, kommt auch bei militärischen Evakuierungsoperationen zum Einsatz und beteiligt sich am Such- und Rettungsdienst in Deutschland. Darüber hinaus ist das Regiment als Teil der so genannten „Aviation Brigade“ vorgesehen: der fliegenden Speerspitze der NATO.
Die Soldatinnen und Soldaten des auch mit dem Zusatz „Tauberfranken“ bezeichneten Regimentes seien bei Einsätzen ganz vorne mit dabei, sagte der Verteidigungsminister im Anschluss. Das Hubschrauberregiment 30 übernehme eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Ostflanke und helfe so, den Frieden in Deutschland und Europa zu bewahren. Danach ging es für den Verteidigungsminister weiter zu einem Termin auf der Schwäbischen Alb – natürlich stilecht in einem NH-90-Transporthubschrauber der Heeresflieger.
Das Heimatschutzregiment 5 ist eines der sechs Heimatschutzregimenter der Bundeswehr, die in erster Linie auf die Dienste von Reservistinnen und Reservisten setzen, um ihren Auftrag zu erfüllen. Und dieser ist komplex: Nicht nur obliegt es den Heimatschützenden, kritische Infrastrukturen im Inland zu sichern; sie gewährleisten auch den Betrieb der Drehscheibe Deutschland für die NATO-Alliierten, stehen für Amtshilfeeinsätze im Katastrophenschutz bereit und bilden die nächste Generation von Heimatschutzkräften für die Bundeswehr aus.
Boris Pistorius beim Truppenbesuch in Ohrdruf Bundeswehr/Norman Jankowski
„Wir in Deutschland sind auf dem guten Weg zu einer resilienteren Gesellschaft.“
Das Heimatschutzregiment 5 besteht aus acht Kompanien an fünf Standorten in Thüringen, Hessen und Sachsen. Drei Kompanien operieren von Ohrdruf in Thüringen aus: die Stabs- und Versorgungskompanie, die Unterstützungskompanie und die Ausbildungskompanie. Um sich persönlich vom Ausbildungsstand des erst im Oktober 2024 aufgestellten Verbands zu überzeugen und sich einen Eindruck von den infrastrukturellen Gegebenheiten vor Ort zu machen, bot sich für Verteidigungsminister Boris Pistorius ein Besuch in der im Umbau befindlichen Kaserne in Thüringen an.
Der Verteidigungsminister sprach mit dem Kommandeur und schaute sich die Vorbereitungen auf einen Regimentsappell an. Danach traf er Soldatinnen und Soldaten, die gerade ihren militärischen Dienstsport absolvierten. Bevor sich Pistorius wieder auf den Weg machte, führte er ein längeres Gespräch mit den Truppen. Er habe einen guten Überblick über die in Ohrdruf angestoßenen Baumaßnahmen gewonnen und hochmotivierte Soldatinnen und Soldaten getroffen, sagte Pistorius zum Abschied.
Damit die Panzerbrigade 21 der Bundeswehr im Feld bestehen kann, bedarf es des Versorgungsbataillons 7 aus Unna in Nordrhein-Westfalen. Die Logistikexpertinnen und -experten in Uniform versorgen die Truppe mit allem, was sie braucht: mit Munition und Treibstoff, mit Wasser und Nahrung, mit Ersatzteilen und Transportkapazitäten. Darüber hinaus hält das Versorgungsbataillon den Fuhrpark der Brigade in Schuss und bildet Rekrutinnen und Rekruten für ihre Aufgaben im Heimatschutz aus.
Verteidigungsminister Pistorius zur Bedeutung der Logistiktruppe Bundeswehr/Norman Jankowski
„Die kämpfende Truppe muss gut versorgt werden und sich darauf verlassen können. Logistik ist alles.“
Es gibt also viel zu tun in Unna – und gleichzeitig sieht das Versorgungsbataillon 7 neuen Umbrüchen entgegen. Die Panzerbrigade 21 wird bis Ende 2027 zur ersten voll einsatzfähigen Brigade der Mittleren Kräfte des Heeres umgebaut. Deshalb müssen auch die Abläufe im Versorgungsbataillon angepasst werden: weg von der Ausrichtung auf internationale Einsätze im Konfliktmanagement, hin zum Fokus auf die Landes- und Bündnisverteidigung in Europa.
Der Verteidigungsminister sprach mit den Soldatinnen und Soldaten über die anstehenden Veränderungen und stand ihnen für Fragen zur Verfügung – ein Angebot, das von vielen Uniformierten genutzt wurde. Zuvor hatte Boris Pistorius Rekrutinnen und Rekruten getroffen, die in der Glückauf-Kaserne ihre Basisausbildung absolvieren. Die erst kürzlich eingestellten Soldatinnen und Soldaten wurden gerade in das militärische Fernmeldewesen eingeweiht. Der Minister ließ sich zudem von einem Instandsetzungstrupp zeigen, wie das Großgerät der Panzerbrigade überholt wird. Auch steuerte er eine Landdrohne, die künftig für den Transport von militärischem Material eingesetzt werden kann.
Das Panzerbataillon 414 aus Lohheide in Niedersachsen ist ein deutscher Heeresverband, in dem deutsche und niederländische Soldatinnen und Soldaten Seite an Seite dienen. Rund ein Viertel der Angehörigen des Panzerbataillons stammt aus den Niederlanden. Boris Pistorius besuchte das Bataillon auf seiner Truppenbesuchsreise aber nicht nur, weil es ein glänzendes Beispiel für die tiefe Integration der Streitkräfte beider Länder ist. Der Minister wollte sich auch ein aktuelles Beschaffungsprojekt der Bundeswehr aus der Nähe ansehen: den Schweren Waffenträger Infanterie.
Boris Pistorius beim Panzerbataillon 414 Bundeswehr/Norman Jankowski
„Das Panzerbataillon 414 ist weltweit einmalig. Hier wird ein wirklich tolles Beispiel funktionierender bilateraler Integration gelebt.“
Der Radpanzer vereint die Geschwindigkeit eines Radfahrzeugs mit der Feuerkraft eines Panzers und wird künftig das Hauptwaffensystem der Mittleren Kräfte des Heeres sein. Die Mittleren Kräfte schließen die Lücke zwischen den mobilen Leichten Kräften und den mit Kampf- und Schützenpanzern ausgerüsteten Schweren Kräften. Diese haben eine enorme Feuerkraft – es braucht aber Zeit, sie beispielsweise an die NATO-Ostflanke zu verlegen. Eingesetzt wird der Schwere Waffenträger Infanterie für die direkte Feuerunterstützung von Bodentruppen und für die Panzerabwehr. Die Ausbilderinnen und Ausbilder für das neue Gefechtsfahrzeug werden in Lohheide geschult.
Mehr als 120 der mit einer 30-Millimeter-Maschinenkanone, einem Maschinengewehr und einem MELLS-Panzerabwehrsystem bewaffneten Radpanzer werden in den kommenden Jahren an die Bundeswehr ausgeliefert – und ein Exemplar konnte der Verteidigungsminister in Lohheide in Augenschein nehmen. Anschließend stand Pistorius den Soldatinnen und Soldaten für Fragen zur Verfügung.
Celle in Niedersachsen ist nicht nur für seine Altstadt bekannt, sondern auch für das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit des Heeres. Seit zehn Jahren werden in Celle unter anderem die Soldatinnen und Soldaten der Division Schnelle Kräfte auf ihre Einsätze vorbereitet – erst in der Theorie, dann in der Computersimulation und schließlich in der Praxis auf dem angeschlossenen Flugplatz. Auch die Objektschutzkräfte der Luftwaffe, die Marineinfanterie und Jägerkräfte trainieren im Ausbildungszentrum die Abläufe bei Luftlandeoperationen.
Boris Pistorius beim Besuch des Ausbildungszentrums Luftbeweglichkeit Bundeswehr/Norman Jankowski
„Was Sie hier tun, trägt wesentlich dazu bei, die Durchschlagsfähigkeit und die Flexibilität der Gefechtsführung des Heeres zu erhöhen.“
Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich bei seinem Truppenbesuch in Celle beeindruckt von den Simulatoren, mit denen die Soldatinnen und Soldaten virtuell auf ihre Einsätze vorbereitet werden. Diese würden eine realitätsnahe, wirtschaftliche und wirksame Ausbildung in der modernen Gefechtsführung ermöglichen, sagte der Minister. Künftig würden Simulatoren in allen Bereichen der Bundeswehr eine immer größere Rolle spielen.
Eine besondere Auszeichnung für das Wachbataillon der Bundeswehr hatte der Verteidigungsminister bei der zweiten Visite in der Hauptstadt im Gepäck: Boris Pistorius verlieh dem Verband bei seinem Besuch in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin als erster Verteidigungsminister überhaupt ein Fahnenband für die Truppenfahne. Dieses soll die besondere Verbindung mit der Bundesregierung und ihren politischen Repräsentantinnen und Repräsentanten unterstreichen. Zuvor war das Wachbataillon vom Bundespräsidenten und vom Bundeskanzler mit Fahnenbändern ausgezeichnet worden.
Der Verteidigungsminister bei der Verleihung des Fahnenbandes ans Wachbataillon Bundeswehr/Norman Jankowski
„Sie sind die Visitenkarte unseres Landes und zugleich Teil seines Schutzschildes. Diese doppelte Verantwortung macht Ihren Verband innerhalb der Bundeswehr einzigartig.“
Das Wachbataillon wurde 1957 aufgestellt und ist damit einer der ältesten Verbände der Bundeswehr. Die rund 1.100 Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons haben zwei Aufgaben: Sie leisten protokollarischen Dienst, beispielsweise beim Empfang von Staatsgästen oder bei feierlichen Staatsakten. Zudem ist das Wachbataillon für den militärischen Schutz von Einrichtungen des Bundes im Spannungs- und Verteidigungsfall verantwortlich, weswegen die Soldatinnen und Soldaten insbesondere für den Einsatz in Ortschaften ausgebildet werden.
Bei seinem Besuch lobte der Verteidigungsminister die Verlässlichkeit und die Disziplin des Verbands. Schon bei seiner Gründung sei das Wachbataillon nicht ausschließlich als Ehrenformation gedacht gewesen, sagte Pistorius. Von Anfang an sei das Wachbataillon auch als Schutzverband konzipiert worden. „Sie kämpfen und Sie schützen, wenn es ernst wird“, sagte der Minister. „Und daran hat sich bis heute nichts geändert.“
Den ersten seiner beiden Truppenbesuche in der Hauptstadt Berlin absolvierte der Verteidigungsminister bei der erst im April 2025 aufgestellten Heimatschutzdivision der Bundeswehr. Der Großverband mit seinen mehreren tausend Soldatinnen und Soldaten sichert im Ernstfall wichtige kritische Infrastrukturen wie Hafenanlagen oder Kraftwerke. Außerdem stellen die Heimatschützer den Betrieb der Drehscheibe Deutschland für die Verlegung alliierter NATO-Truppen durch die Bundesrepublik in Richtung NATO-Ostflanke sicher.
Boris Pistorius bei der Heimatschutzdivision Bundeswehr/Norman Jankowski
„Im Ernstfall gilt: Der Heimatschutz verteidigt Deutschland in Deutschland. Seine Bedeutung kann also gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“
Rund 90 Prozent der Divisionsangehörigen sind Reservistendienstleistende, also Bürgerinnen und Bürger, die sich im zeitweiligen Militärdienst für ihr Land einsetzen. Organisiert sind die Freiwilligen in sechs Heimatschutzregimentern mit insgesamt 60 Kompanien, die über 42 Standorte in ganz Deutschland verteilt sind. Geführt wird die Heimatschutzdivision von Generalmajor Andreas Henne. Der Kommandeur und sein Stab sitzen in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin.
Pistorius machte sich vor Ort ein Bild von der Ausrüstung und der Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten und bedankte sich für das Engagement der Reservistinnen und Reservisten. Der Heimatschutz schultere einen bedeutenden Anteil an der Landes- und Bündnisverteidigung, sagte der Verteidigungsminister. Im Verteidigungsfall müsse die aktive Truppe den Gegner dort stellen, wo die NATO angegriffen werde, so Pistorius – Aufgabe der Heimatschutzkräfte sei es dann, die Sicherheit des Landes und seiner Menschen auf eigenem Territorium zu gewährleisten.
Die Truppenbesuchsreise führte den Verteidigungsminister dann nach Leer in Ostfriesland. Boris Pistorius besuchte dort das Kommando Schnelle Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes. Dieses gehört zu den Sanitätsverbänden mit der größten Einsatzerfahrung in der Bundeswehr. Die Soldatinnen und Soldaten des Kommandos haben schon oft bewiesen, dass sie sowohl im In- als auch im Ausland verzugslos medizinische Hilfe leisten können – und wie sie das machen, zeigten sie dem Verteidigungsminister bei seinem Besuch in der Evenburg-Kaserne.
Verteidigungsminister Pistorius beim Besuch in Leer Bundeswehr/Norman Jankowski
„Die Schnellen Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes sind die Lebensversicherung unserer Soldatinnen und Soldaten im Einsatz."
Dem Verteidigungsminister wurde unter anderem zum ersten Mal das Nachfolgemodell des leichten Luftlandungszentrums (LLRZ) vorgestellt. Dieses Luftlanderettungszentrum Spezialeinsatz besitzt trotz seines Gesamtgewichts von zehn Tonnen ein geringeres Volumen als das Vorgängermodell und ist deshalb noch mobiler und flexibler einsetzbar. Es kann per Lufttransport ins Einsatzgebiet gebracht werden und gewährleistet nach wenigen Stunden Vorbereitungszeit eine erste intensivmedizinische und chirurgische Versorgung von Verletzten und Verwundeten.
Die Soldatinnen und Soldaten des Kommandos sind also nicht nur für die Landes- und Bündnisverteidigung, sondern auch für Krisen, Naturkatastrophen und internationale Einsätze bestens aufgestellt. Die Arbeit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr trägt maßgeblich zur Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit der Truppe bei – zu jeder Zeit und rund um den Globus.
Eine weitere Station von Verteidigungsminister Boris Pistorius war Bremerhaven. An der dortigen Marineoperationsschule werden Soldatinnen und Soldaten zu Navigatoren, Funkern, Signalgebern und Operateuren ausgebildet oder vertiefen ihre bereits vorhandenen Kenntnisse – mit Aus- und Weiterbildungen für den Operationsdienst über Wasser und unter Wasser, für den Signal- und Fernmeldedienst, in der Elektronischen Kampfführung sowie in Navigation, Nautik und Taktik.
Die Schule in Bremerhaven ist somit das Herz der operativen Ausbildung der deutschen Seestreitkräfte. Der Verteidigungsminister ließ sich das Schulgelände während eines gemeinsamen Rundgangs von Kapitän zur See Andreas Seidl zeigen, dem Kommandeur der Marineoperationsschule. Zunächst ging es in das Zentrum für Seetaktik, wo angehende Marineoffizierinnen und -offiziere in taktischen Verfahren ausgebildet werden. Anschließend traf der Verteidigungsminister rund 120 Rekrutinnen und Rekruten, die in Bremerhaven ihre Grundausbildung absolvieren.
Die erst kürzlich eingestellten Marinesoldatinnen und -soldaten unterzogen sich gerade einem sportlichen Belastungstest, der Aufschluss über ihre körperliche Leistungsfähigkeit gibt: eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit. Hinterher nutzte Verteidigungsminister Pistorius die Gelegenheit, um sowohl mit den Rekrutinnen und Rekruten als auch mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern ins Gespräch zu kommen.
Wittmund in Niedersachsen war eine Station der Truppenbesuchsreise des Verteidigungsministers. Dort ist das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ stationiert – eines der beiden Eurofighter-Geschwader, das eine Alarmrotte zum Schutz des deutschen Luftraums stellt. Die Kampfjets der Alarmrotte müssen innerhalb weniger Minuten in der Luft sein, um den Luftraum vor feindlichen Kräften zu schützen. Wegen Bauarbeiten wurde diese Aufgabe vorübergehend beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage durchgeführt. Seit dem 13. Juli ist die Alarmrotte wieder zurück in Wittmund.
Verteidigungsminister Pistorius beim Besuch in Wittmund Bundeswehr/Norman Jankowski
„Wittmund wird auch künftig eine Schlüsselrolle für die Luftverteidigung Deutschlands und der NATO spielen.“
Neben der Rückkehr der Alarmrotte an ihren Heimatstandort stand vor allem die Einsatzbelastung des Verbands im Mittelpunkt des Ministerbesuchs. Ein Großteil des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 war in den letzten zwei Jahren an NATO-Missionen zum Schutz des Luftraumes in Rumänien beteiligt. Derzeit bereitet sich das Geschwader auf eine weitere NATO-Mission vor, diesmal in Estland. Pistorius dankte den Soldatinnen und Soldaten des Geschwaders bei seiner Rede für ihr besonderes Engagement.
Außerdem kündigte der Verteidigungsminister die Stationierung eines zweiten Ausbildungsbataillons der Luftwaffe am Standort Fürstenfeldbruck in Bayern an. Anschließend tauschte er sich mit den ehemaligen Angehörigen der NATO-Kontingente aus und ließ sich die Funktionsweise eines Eurofighters erklären.