Verteidigungsminister besucht Truppenteile der Bundeswehr in Deutschland
Boris Pistorius geht im Juli 2026 auf Tuchfühlung mit der Truppe. Der Verteidigungsminister besucht zwischen dem 13. und dem 24. Juli Standorte und Truppenteile der Bundeswehr in ganz Deutschland. Im Mittelpunkt stehen aktuelle und künftige Fähigkeiten der Bundeswehr, der Aufwuchs der Streitkräfte, aber auch Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten.
Von:
Redaktion der Bundeswehr
Datum:
Bei seiner Reise durch die Bundesrepublik will sich der Verteidigungsminister das ganze Spektrum der militärischen Fähigkeiten der Bundeswehr demonstrieren lassen und so einen persönlichen Eindruck von der Schlagkraft der Truppe gewinnen. Neben Besuchen bei Heer, Marine und Luftwaffe wird sich Boris Pistorius auch mit Rekrutinnen und Rekruten treffen, die den Neuen Wehrdienst angetreten haben. Auch steht für den Verteidigungsminister ein Besuch beim Heimatschutz der Bundeswehr auf dem Programm.
Wächter der Lüfte
Die Truppenbesuchsreise des Verteidigungsministers begann in Wittmund in Niedersachsen. Dort ist das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ stationiert – eines der beiden Eurofighter-Geschwader, das eine Alarmrotte zum Schutz des deutschen Luftraums stellt. Die Kampfjets der Alarmrotte müssen innerhalb weniger Minuten in der Luft sein, um den Luftraum vor feindlichen Kräften zu schützen. Wegen Bauarbeiten wurde diese Aufgabe vorübergehend beim Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage durchgeführt. Seit dem 13. Juli ist die Alarmrotte wieder zurück in Wittmund.
Verteidigungsminister Pistorius während des Besuchs beim Taktischen Luftwaffengeschwader 71 Bundeswehr/Norman Jankowski
„Wittmund wird auch künftig eine Schlüsselrolle für die Luftverteidigung Deutschlands und der NATO spielen.“
Neben der Rückkehr der Alarmrotte an ihren Heimatstandort stand vor allem die Einsatzbelastung des Verbands im Mittelpunkt des Ministerbesuchs. Ein Großteil des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 war in den letzten zwei Jahren an NATO-Missionen zum Schutz des Luftraumes in Rumänien beteiligt. Derzeit bereitet sich das Geschwader auf eine weitere NATO-Mission vor, diesmal in Estland. Pistorius dankte den Soldatinnen und Soldaten des Geschwaders bei seiner Rede für ihr besonderes Engagement.
Außerdem kündigte der Verteidigungsminister die Stationierung eines zweiten Ausbildungsbataillons der Luftwaffe am Standort Fürstenfeldbruck in Bayern an. Anschließend tauschte er sich mit den ehemaligen Angehörigen der NATO-Kontingente aus und ließ sich die Funktionsweise eines Eurofighters erklären.
Faszination Technik: Verteidigungsminister Boris Pistorius bei seinem Truppenbesuch beim Taktischen Luftwaffengeschwader 71 auf dem Pilotensitz eines Eurofighter-Kampfjets
Bundeswehr/Cora Mohrdieck
Schwitzen für die Seefahrt
Direkt nach seinem Besuch in Wittmund reiste Verteidigungsminister Boris Pistorius weiter in das etwa 90 Kilometer entfernte Bremerhaven. An der dortigen Marineoperationsschule werden Soldatinnen und Soldaten zu Navigatoren, Funkern, Signalgebern und Operateuren ausgebildet oder vertiefen ihre bereits vorhandenen Kenntnisse – mit Aus- und Weiterbildungen für den Operationsdienst über Wasser und unter Wasser, für den Signal- und Fernmeldedienst, in der Elektronischen Kampfführung sowie in Navigation, Nautik und Taktik.
Die Schule in Bremerhaven ist somit das Herz der operativen Ausbildung der deutschen Seestreitkräfte. Der Verteidigungsminister ließ sich das Schulgelände während eines gemeinsamen Rundgangs von Kapitän zur See Andreas Seidl zeigen, dem Kommandeur der Marineoperationsschule. Zunächst ging es in das Zentrum für Seetaktik, wo angehende Marineoffizierinnen und -offiziere in taktischen Verfahren ausgebildet werden. Anschließend traf der Verteidigungsminister rund 120 Rekrutinnen und Rekruten, die in Bremerhaven ihre Grundausbildung absolvieren.
Die erst kürzlich eingestellten Marinesoldatinnen und -soldaten unterzogen sich gerade einem sportlichen Belastungstest, der Aufschluss über ihre körperliche Leistungsfähigkeit gibt: eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit. Hinterher nutzte Verteidigungsminister Pistorius die Gelegenheit, um sowohl mit den Rekrutinnen und Rekruten als auch mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern ins Gespräch zu kommen.
Auf ein Wort mit dem Minister: Boris Pistorius sprach an der Marineoperationsschule in Bremerhaven auch mit Rekrutinnen und Rekruten in der Grundausbildung