Internationale Übung Active Volcano 26
Lehre aus der Ukraine: Die Bedeutung psychologischer Kriegsführung wächst – 300 Teilnehmende aus 15 Nationen üben in und um Mayen.
Bei der diesjährigen Übung Blazing Arrow trainieren mehrere Kompanien des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr ihre Fähigkeiten für die Landes- und Bündnisverteidigung. Die Übungsserie Arrow verbindet Medienproduktion und Operative Kommunikation mit allgemeinmilitärischer Ausbildung.
Blazing Arrow 2026 ist Teil der jährlich unter anderem Namen geführten Übungsserie Arrow. Im Fokus stehen die Beeinflussung des Gegners und das Wirken im gegnerischen Informationsumfeld unter realitätsnahen Bedingungen. Dafür analysieren die Kräfte innerhalb der Übung die jeweilige Lage und erstellen passende Medienprodukte wie beispielsweise Flugblätter, Plakate, Videos, Audios oder Beiträge für soziale Medien.
Die Übung Blazing Arrow 2026 ist als freilaufende Übung angelegt. Das bedeutet, dass die teilnehmenden Soldatinnen und Soldaten sich nicht nur auf militärischen Liegenschaften und Übungsplätzen, sondern auch im öffentlichen Raum bewegen.
Das Ziel der jährlichen Übung ist es, Verfahren und Fähigkeiten der Soldatinnen und Soldaten des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr unter Bedingungen der Landes- und Bündnisverteidigung zu trainieren. Das ist wichtig, damit auch im Ernstfall alles reibungslos funktioniert.
Die fachliche Arbeit der Operativen Kommunikation wird dabei mit allgemeinmilitärischen Fähigkeiten verbunden und die Einsatzbereitschaft überprüft. Das ist wichtig, weil sich auch Spezialisten der Operativen Kommunikation im Gelände bewegen, auf veränderte Lagen reagieren und sich vor gegnerischer Aufklärung schützen können müssen.
Die Übungsserie Arrow bildet jährlich unterschiedliche Einsatzszenarien ab. Die Soldatinnen und Soldaten müssen auf Lageänderungen reagieren und ihre fachlichen Verfahren entsprechend anpassen. Dazu gehört zum Beispiel – je nach Auftrag und Szenario – die Produktion verschiedener Medienprodukte. Die teilnehmenden Einsatzkompanien verfügen über moderne Technik, um diese Produkte von überall aus erstellen zu können. Sie durchlaufen, ähnlich wie bei einer zivilen Redaktion, vor der Ausspielung mehrere Prüfschleifen. Parallel trainieren die Soldatinnen und Soldaten allgemeinmilitärische Fähigkeiten. Dazu gehören die Bewegung mit Fahrzeugen, das Verhalten im Gelände und das Entziehen vor gegnerischer Aufklärung. Auch Drohnen kommen zum Einsatz.
Drohnen sind aus der militärischen Welt nicht mehr wegzudenken. Sie sind mittlerweile fester Bestandteil von Übungen und Ausbildungen der Bundeswehr – das gilt auch für Blazing Arrow 2026.
Bundeswehr/Steven Schneider
Eine Besonderheit bei der diesjährigen Übung: die Gewässerüberquerung bei Nacht. Dafür wurde zivile Infrastruktur genutzt – und zugleich trainiert, wie sich die Kräfte auch unter ungewohnten Bedingungen bewegen und ihre Aufgaben erfüllen können.
Bundeswehr/Jan-Justin RübsamenIn 2026 fand die Übung unter dem Namen Blazing Arrow vom 04. bis 25. September in den Landkreisen Mayen-Koblenz, Rhein-Hunsrück, Neuwied sowie in der kreisfreien Stadt Koblenz statt. Eine Besonderheit in diesem Jahr war die erstmalige Einbindung einer Gewässerüberquerung in das Übungsszenar. In der Nacht überquerten die Soldatinnen und Soldaten gemeinsam mit ihren Fahrzeugen mit einer Fähre den Rhein. Damit wurde zivile Infrastruktur in das Szenario einbezogen – und zugleich trainiert, wie sich die Kräfte auch unter ungewohnten Bedingungen bewegen und ihre Aufgaben erfüllen können. Für Oberstleutnant Andreas G., Kommandeur des Einsatzbereichs Operative Kommunikation, ist gerade die Verbindung von fachlicher und allgemeinmilitärischer Ausbildung entscheidend: „Natürlich ist die Operative Kommunikation unser Kerngeschäft – aber gerade mit Blick auf die Kriege dieser Welt muss uns klar sein, dass die allgemeinmilitärischen Fähigkeiten und das Entziehen vor feindlicher Aufklärung zentrale Elemente des Überlebens auf dem Gefechtsfeld sind.“
Auch Drohnen spielten bei der diesjährigen Übung eine Rolle. Neue Verfahren werden damit unter Übungsbedingungen erprobt und gefestigt. „Die Entwicklungen sind so rasant, da wäre es fahrlässig, wenn wir die neuen Techniken nicht in unsere Verfahren einbinden würden“, erklärt Oberstleutnant Andreas G. Die Erkenntnisse aus Blazing Arrow fließen in die weitere Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten sowie in die Konzeption der nächsten Übung ein.
von Meike Thomas E-Mail schreiben