Moderne Gefechte sind ohne Drohnentechnologie kaum noch denkbar. Von der Aufklärung bis zur Wirkung prägen unbemannte Systeme zunehmend das Gefechtsfeld.
Rund 350 Drohnen setzt die Panzerbrigade 45 „Litauen“ bei Freedom Shield 2026 im Raum Pabradė ein. Gesteuert werden sie aus einer zentralen Operationszentrale. Dort werden die Bereiche Detektion, Wirkung und Drohnenabwehr koordiniert.
Für die Soldatinnen und Soldaten im Gefecht bedeutet das: Schutzschirme gegen feindliche Drohnen aufbauen, gegnerische Drohnenabwehr bekämpfen und gleichzeitig eigene unbemannte Systeme einsetzen. In einem ersten Schritt greifen Drohnen an oder klären auf. Danach folgen die gepanzerten Kräfte, um die Entscheidung im Gefecht herbeizuführen.
„Wir haben für diese Übung aus den Kampfverbänden der Brigade zwei annähernd gleich starke Parteien gebildet: Rot und Blau. Gegenangriff und Verteidigung wechseln sich fortwährend ab. Das Gefecht ist beweglich und hochdynamisch“, erklärt der Brigadekommandeur.
Der Nutzen liegt auf der Hand: Die Übung Freedom Shield bietet die Möglichkeit, aktuelle Innovationsansätze rund um unbemannte Systeme und die digitale Vernetzung von Sensoren und Wirkmitteln unter realistischen Bedingungen im multinationalen Umfeld weiterzuentwickeln. Genau das treibt die Digitalisierung der Landstreitkräfte voran.