SIPGO: Infrastruktur für den Personalaufwuchs
Das Programm schafft bis September 8.500 neue Unterkünfte, denn der Neue Wehrdienst lässt die Truppe wachsen.
Alles im Zeitplan: Die Container stehen. Jetzt werden die Unterkünfte mit Mobiliar ausgestattet. Deutschlandweit laufen die Arbeiten für SIPGO auf Hochtouren. In kürzester Zeit ist es dem Organisationsbereich IUD gelungen, nicht nur zusätzliche Unterkunftskapazitäten zu schaffen, sondern diese auch vollständig und funktional einzurichten.
Noch vor wenigen Monaten waren viele dieser Unterkünfte nur ein Plan. Jetzt werden die Container an den verschiedenen Standorten in Deutschland Schritt für Schritt eingerichtet.
Bundeswehr/Marcus Rott
Das Bauprogramm SIPGO (Sofortprogramm Infrastrukturbedarf Personalgewinnungsorganisation) schafft kurzfristig zusätzliche Unterkunftskapazitäten für den Neuen Wehrdienst. Dabei zählt jeder Tag. Denn die neuen Rekrutinnen und Rekruten sollen bereits ab September ihre Stuben bezugsfertig vorfinden.
Das bedeutet: Nicht nur die Container müssen stehen, auch der Innenausbau und die Einrichtung mit Möbeln, Matratzen und weiterer Ausstattung müssen rechtzeitig aufgebaut und eingeräumt werden.
„Die Aufgabe bestand nicht nur darin, möglichst viele Möbel zu beschaffen. Sie müssen auch schnell verfügbar sein, an unterschiedlichen Standorten angeliefert und vor Ort zügig montiert werden können. Gleichzeitig sollen sie die Anforderungen der Soldatinnen und Soldaten erfüllen“, erläutert Regierungsdirektor Daniel K., Referatsleiter des zuständigen Referates im BAIUDBw.
Für diese Herausforderung, die sich bereits vor dem Projekt SIPGO abzeichnete, hat das BAIUDBw die „Neue Möbelserie 2026“ entwickelt. Sie orientiert sich stärker an marktüblichen Materialien und Fertigungsverfahren. Dadurch konnten bei der Ausschreibung mehrere Lieferanten gewonnen und vorhandene Kapazitäten am Markt besser genutzt werden. Das ist für eine effektive und schnelle Beschaffung der benötigten Mengen entscheidend. Auch die SIPGO-Container werden mit der „Neuen Möbelserie 2026“ ausgestattet. Tausende Betten, Matratzen und Spinde müssen innerhalb kürzester Zeit für die SIPGO-Unterkünfte zur Verfügung stehen.
Bequem liegen auf der ergonomischen Matratze. Darunter viel Stauraum für die persönliche Ausrüstung.
Bundeswehr/Marcus Rott
In den Aufbauschränken über dem Spind gibt es weiteren Stauraum
Bundeswehr/Marcus Rott
Die Bettkästen wurden speziell für die Lagerung der MOBAST konzipiert, um sie liegend, abschließbar und gut belüftet aufzubewahren
Bundeswehr/Marcus Rott
Jede Soldatin und jeder Soldat hat drei Spinde zur Verfügung. Damit steht ausreichend Platz für Bekleidung und persönliche Ausrüstung zur Verfügung.
Bundeswehr/Torsten Hemmersbach
Die Spinde sind flexibel aufgebaut. Die Inneneinteilung kann nachträglich verändert und damit an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden.
Bundeswehr/Torsten HemmersbachDie neuen Möbel in heller Eiche sorgen für ein freundliches und zeitloses Ambiente. Gleichzeitig ist die Ausstattung auf die vorhandene Fläche und die Anforderungen des militärischen Alltags abgestimmt. Zum Inventar gehören ein Doppelstockbett, ein Tisch mit zwei Stühlen und drei Spinde pro Soldatin beziehungsweise Soldat. Dazu gibt es noch zusätzlichen Stauraum, der speziell für die persönliche Ausrüstung vorgesehen ist.
So wird aus dem Container eine richtige Stube – ein Ort, an dem die neuen Rekrutinnen und Rekruten ankommen, schlafen, ihre persönliche Ausrüstung und Schutzausstattung unterbringen können.
Das SIPGO-Bauprogramm befindet sich auf der Zielgeraden. Innerhalb kürzester Zeit wurden zusätzliche Unterkünfte fertiggestellt, die nun mit einer modernen, funktionalen und zeitgemäßen Ausstattung versehen werden und rechtzeitig für den Neuen Wehrdienst an die Truppe übergeben werden können. Die Rekrutinnen und Rekruten können kommen.
von Melanie Schneider E-Mail schreiben