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NATO-Luftverteidigung

Deutsche Patriot-Einheit in der Türkei einsatzbereit

Landes- und Bündnisverteidigung

Deutsche Patriot-Einheit in der Türkei einsatzbereit

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Die Luftwaffe verstärkt erneut den Schutz des NATO-Luftraums: Seit Mitte Juni 2026 unterstützt die Bundeswehr mit einer „Air and Missile Defence Task Force“ (AMD TF) die integrierte Luftverteidigung an der Südostflanke des Bündnisses. Rund 150 Soldatinnen und Soldaten verlegten mit einem Patriot-Flugabwehrsystem in die Region Malatya in der Türkei.

Ein Flugabwehrsystem Patriot steht einsatzbereit in seiner Stellung im Malatya-Hochgebirge in der Türkei

Schutzauftrag übernommen: Ein Startgerät des Flugabwehrsystems Patriot steht einsatzbereit in seiner Stellung im Malatya-Hochgebirge in der Türkei. Hier schützt die Bundeswehr im Auftrag der NATO den Luftraum an der Südostflanke des Bündnisgebiets.

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Einsatzbereitschaft hergestellt

„At ordered Readiness State“, meldete die deutsche „Air and Missile Defence Task Force” (AMD TF) der NATO im Juni. Bereits wenige Tage nach ihrer Ankunft in der Türkei stellten die Flugabwehrkräfte und die Pioniere des Objektschutzes der Luftwaffe die Einsatzbereitschaft der „Task Force“ her. Dreh- und Angelpunkt dieser Mission: ein komplettes Patriot-Flugabwehrsystem, eingesetzt zum Schutz des Luftraums im Südosten des Bündnisgebiets. Das sogenannte Dreigestirn mit Feuerleitstand, Radar und Stromversorgung, mehrere Startgeräte sowie Führungs-, Unterstützungs- und Baufahrzeuge wurden nach dem Seetransport durch die Soldatinnen und Soldaten in einem türkischen Hafen empfangen und auf dem Landweg in die Region Malatya verbracht.

Teil des NATO-Schutzschirm

Immer mehr Staaten verfügen über teils weitreichende ballistische Flugkörper oder entwickeln diese als Teil ihrer neuen Angriffsfähigkeiten, weshalb die Sicherheitslage an den Außengrenzen der NATO angespannt bleibt. Um Bedrohungen aus der Luft frühzeitig erkennen und abwehren zu können, setzt das Bündnis auf ein abgestimmtes Luftverteidigungssystem: die NATO Integrated Air and Missile Defence (NATO IAMD). Sie verbindet Sensoren, Führungsstrukturen und Luftverteidigungssysteme verschiedener Nationen zu einem gemeinsamen Schutzschirm. Ein Teil dieser integrierten Luftverteidigung ist die NATO Ballistic Missile Defence (BMD). Ihr Auftrag ist es, das Bündnisgebiet vor ballistischen Raketenbedrohungen zu schützen. Die Fähigkeit ist rein defensiv und dient dem Schutz von Bevölkerung, Streitkräften und Infrastruktur innerhalb des NATO-Gebiets. Dazu gehört das Fähigkeitsspektrum der Patriot-Systeme.

Ein Bundeswehrkran bewegt einen Lenkflugkörper von einem LKW auf das Flugabwehrsystems Patriot

Erst im Einsatzgebiet werden die Startgeräte mit den scharfen Lenkflugkörpern beladen. Verantwortlich hierfür ist das sogenannte Abschusspersonal der Patriot-Kampfstaffel.

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Ein gepanzerter LKW der Bundeswehr steht auf einer Gebirgsstraße in der Türkei

Noch nie wurde ein deutsches Patriot-System in dieser Höhe eingesetzt. Witterung und Lage stellen die Flugabwehrkräfte vor besondere Herausforderungen. Mit hoher Professionalität wurden diese bewältigt und die Einsatzbereitschaft sichergestellt.

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Hohe Einsatzlast der Patriot-Einheiten

Innerhalb der NATO zählt die Flugabwehr zu den derzeit besonders gefragten Fähigkeiten. Für spezifische Bedrohungsarten wie Drohnen, Kampfflugzeuge oder Marschflugkörper stellen die Bündnispartner dabei verschiedene Luftverteidigungssysteme dem Bündnis zur Verfügung. Der Abwehr von ballistischen Raketen, die mit einer hohen Geschwindigkeit und Reichweite in einer ballistischen Kurve auf ihre Ziele fliegen, ist mit weitreichenden Flugabwehrsystem wie Patriot möglich. Deutschland hat hier innerhalb der NATO eine Führungsrolle übernommen. 

Das Flugabwehrraketengeschwader 1 und seine unterstellten Flugabwehrraketengruppen übernahmen bereits in der Vergangenheit im Rahmen von Missionen den Schutz des Luftraums mit Patriot-Einheiten: von 2013 bis 2015 in der Türkei, 2022 bis 2023 in der Slowakei und 2022 bis 2023 sowie 2025 in Polen. Im Juli 2023 wurden zudem drei deutsche Patriot-Systeme für den NATO-Gipfel in Vilnius, Litauen, zusammengezogen. Mit der Aufstellung der „Air and Missile Defence Task Force“ in der Türkei wird Deutschland seinem Ruf als First Responder in der NATO erneut gerecht.

Übernahme des Auftrags von US-Kräften

In der Türkei übernahmen die deutschen Flugabwehrkräfte verzugslos den Schutzauftrag von einer US-amerikanischen Patriot-Einheit. Nach erfolgreichem Abschluss aller Überprüfungen und der Beladung der Startgeräte mit den Lenkflugkörpern konnte das gesamte System in den Stellungsbereich im Hochgebirge verlegen. Objektschutzkräfte der Luftwaffe sorgten mit schweren Baufahrzeugen für sichere Abstell- und Nutzflächen für alle Fahrzeuge der Flugabwehr. Bei der offiziellen Übergabezeremonie mit den türkischen und US-amerikanischen Partnern zeigte sich der Kommandeur der AMD TF, Oberstleutnant Miladin Dujovic, zufrieden. „Heute geht es nicht um die Übergabe von Verantwortung. Es geht um eine gemeinsame Mission“, betonte er in seiner Rede, die er teils in Englisch, teils in Türkisch hielt. Deutschland zeige seinen Partnern erneut, dass es bereit sei, mehr in die kollektive Sicherheit des Bündnisses einzubringen, so Dujovic. 

von PAO AMD TF TUR

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