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NATO: Schutz im Bündnis

Flugabwehr: Patriot-Unterstützung für die Türkei

Landes- und Bündnisverteidigung

Flugabwehr: Patriot-Unterstützung für die Türkei

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Wegen des Iran-Konflikts und aus dem Iran abgefeuerter Raketen hat die NATO ihre integrierte Luftverteidigung an der NATO-Südostflanke unter anderem durch zusätzliche US-Kräfte verstärkt. Auch die Bundeswehr soll in der Türkei mit Flugabwehrsystemen des Typs Patriot unterstützen. 

Verlegung - eVA POL

Die Flugabwehrsysteme Patriot, hier bei einem Einsatz in Polen, sind eine gefragte Fähigkeit der Bundeswehr

Bundeswehr/Jane Schmidt

Voraussichtlich ab Ende Juni bis September 2026 ist eine Patriot Air and Missile Defence Task Force (AMD TF) eingesetzt. Diese umfasst dann eine Patriot-Feuereinheit sowie rund 150 deutsche Soldatinnen und Soldaten des Flugabwehrraketengeschwaders 1 aus Husum. Die deutsche Task Force soll eine Einheit der US-Streitkräfte ablösen. 

Damit leistet Deutschland einen wichtigen europäischen Beitrag zur Luftverteidigung des Bündnisses an der NATO-Südostflanke. Die deutschen Kräfte sollen in die NATO Integrated Air and Missile Defence (NATO IAMD) eingebunden werden. Vor Ort werden die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr vor allem mit türkischen und US-amerikanischen Partnern zusammenarbeiten.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius Boris Pistorius, Bundesminister der Verteidigung Bundeswehr/Norman Jankowski
Deutschland übernimmt mehr Verantwortung innerhalb der NATO. Das tun wir an der Ostflanke, im Hohen Norden – und nun auch für mehrere Wochen in der Türkei an der NATO-Südostflanke.

Patriot: Gefragte Unterstützung

Die Flugabwehrkräfte der Bundeswehr sind eine stark nachgefragte Fähigkeit der Bundeswehr. Bereits während der NATO-Operation Active Fence waren Patriot-Einheiten der Luftwaffe von 2013 bis 2015 im türkischen Kahramanmaraş stationiert. Fast drei Jahre lang schützten die Flugabwehrraketensysteme der Bundeswehr den NATO-Luftraum an der Grenze zu Syrien.

2025 waren sie knapp ein Jahr lang im polnischen Rzeszów im Einsatz, um den dortigen logistischen Knotenpunkt und die polnische Zivilbevölkerung zu schützen. In den Vorjahren erfolgten Einsätze in der Slowakei (2022/2023), in Polen (2023) sowie der Schutz des NATO-Gipfels in Litauen (2023).

Eine Patriot-Feuereinheit („Kampfstaffel“) besteht aus dem Staffelpersonal, einem Feuerleitstand, einem Multifunktionsradargerät, bis zu acht Startgeräten, einer Stromversorgungsanlage sowie einem Richtfunktrupp mit Antennenmastanlage. Unterstützt wird die Einheit in der Regel durch Stabs- und Unterstützungspersonal.

von Helene Schlieper

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