Streitkräftebasis

Anregung und Hilfe für die Traditionspflege

Anregung und Hilfe für die Traditionspflege

  • Geschichte
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
2 MIN

Aus Anlass 20 Jahre Streitkräftebasis entstand im Kommando Streitkräftebasis in Bonn eine Regionale Ausstellung zur Geschichte und Tradition der Streitkräftebasis. Sie wurde am 7. Februar in Anwesenheit des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, und des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, feierlich eröffnet.

Zwei Offiziere zerschneiden mit Scheren ein oranges Band.

Generalinspekteur und Inspekteur Streitkräftebasis durchschneiden das orange Band zur Ausstellung Streitkräftebasis

Bundeswehr/Christopher Preloznik

Die Eröffnung der Regionalen Ausstellung ist zugleich der Auftakt für das Ereignis „20 Jahre Streitkräftebasis“, denn die Streitkräftebasis (SKBStreitkräftebasis) wurde am 1. Oktober 2000 als eigenständiger militärischer Organisationsbereich der Bundeswehr aufgestellt. In diesen 20 Jahren hat die SKBStreitkräftebasis mit ihren Beiträgen zu den Auslandseinsätzen, in der Katastrophenhilfe und der zivil-militärischen Zusammenarbeit sowie zunehmend auch als Schwunggeber der „Drehscheibe Deutschland“ eigene Traditionslinien entwickeln können. Für diese Traditionslinien soll die Ausstellung Anregungen geben, die gesamte Palette soldatischen Handelns in der Traditionspflege der Streitkräftebasis abzubilden. „Die Tradition entsteht aus der Truppe“, sagte der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis. „Die Führung des Kommandos hat daher auf die Gestaltung der Ausstellung keinen Einfluss genommen.“  General Zorn lobte die Kreativität der Soldaten des Kommandos SKBStreitkräftebasis bei der Ausgestaltung der Ausstellung. Er habe mit dem Traditionserlass nur den Rahmen schreiben lassen. „Jetzt sehe ich mit Freude, wie die Truppe diesen Rahmen mit Leben erfüllt.“

Leitfäden der Führungskultur

Mehrere Offiziere stehen um einen Tisch mit Displayoberfläche

Der Generalinspekteur lässt sich von Oberleutnant Dewid Laspe am Multimediatisch der Ausstellung Standorte und Dienststellen der SKBStreitkräftebasis zeigen

Bundeswehr/Christopher Preloznik

Ein weiteres Ziel, das mit der Regionalen Ausstellung Streitkräftebasis verfolgt wird, ist es, die Grundprinzipien der Inneren Führung als Leitfäden der Führungskultur in der Streitkräftebasis zu stärken. Das „Netzwerk Innere Führung“ der Streitkräftebasis zieht sich daher als auffälliges grafisches Element auf Böden und Wänden durch die gesamte Ausstellung. In diesem Kontext dokumentiert die Ausstellung auch die Handreichung „Tradition 2.0“, die Generalleutnant Martin Schelleis im Rahmen der Eröffnung unterzeichnete und damit in Kraft setzte, sowie die Handreichung „Vielfaltsmanagement in der Streitkräftebasis“. Beide Handreichungen wirken identitätsstiftend – sowohl für eine selbstbewusste Traditionspflege als auch für ein werteorientiertes kulturelles Selbstverständnis in der Streitkräftebasis. Sie sollen ebenso wie die Regionale Ausstellung als Angebot an die Truppenführer verstanden werden.


Angebot der politischen Bildung

Offiziere spielen an einem Hochtisch ein Brettspiel

Das neue Spiel der Streitkräftebasis „Stark. Kompetent. Bereit – Kennen Sie unsere Streitkräftebasis?“ ist ein kurzweiliger, interaktiver Bestandteil der Regionalen Ausstellung Streitkräftebasis

Bundeswehr/Roland Alpers

Um die Regionale Ausstellung der Streitkräftebasis schnell bekannt zu machen und sowohl eine Innen- als auch Außenwirkung zu erzeugen, wurde das Konzept „Lernort Bonn“ entwickelt. Ab April 2020 werden daher dreitägige Seminare für Soldaten der Streitkräftebasis in Bonn angeboten, zu deren Inhalten auch eine Führung durch die Regionale Ausstellung sowie ein Vertiefungsseminar im zugehörigen Seminarraum gehört.
Generalleutnant Martin Schelleis forderte unlängst seine Kommandeure auf: „Schicken Sie Ihre Soldaten in unsere jährlichen Workshops am ‚Lernort Bonn‘!“ Das Ganze sei ein Angebot: Es solle Anregungen und Hilfe bieten für die Traditionspflege und die Politische Bildung der Truppe. „Es geht um mehr als nur die Geschichte des Standortes Bonn“, betonte Martin Schelleis. Bonn sei als „Wiege der Bundesrepublik Deutschland“ ein interessanter Ort der Geschichte.
Um auch zivile Besucher anzusprechen, wird eine Kooperation mit dem Besucherzentrum der Hardthöhe vorbereitet. Schon jetzt können sich zivile Besucher montags bis donnerstags von 11:30 bis 13:30 Uhr zu einem Besuch der Regionalen Ausstellung anmelden. Auch Führungen werden nach Vereinbarung angeboten (Tel.: 0228/55042084 oder e-mail: KdoSKBFuePersInFue@bundeswehr.org)

von Stephan-Thomas Klose  E-Mail schreiben

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