Streitkräftebasis

Arbeiten mit Diensthunden in Zeiten der Corona-Krise

Arbeiten mit Diensthunden in Zeiten der Corona-Krise

  • Coronavirus
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Datum:
Ort:
Ulmen
Lesedauer:
2 MIN

In vielen Einheiten und Verbänden quer durch Deutschland, wird derzeit krisenbedingt nur die Einsatz- und Führungsfähigkeit im Notbetrieb aufrechterhalten. Das gilt für die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr im Herzen der Vulkaneifel genauso. So läuft die Arbeit mit den Diensthunden jetzt.

Ein Soldat mit Atemschutz arbeitet mit einem Diensthund

Ungewohnte Situation für das Team: Diensthund und Diensthundeführer müssen sich an die Atemschutzmaske gewöhnen.

Bundeswehr/Marcel Ebeling

„Glücklicherweise haben wir bisher keinen einzigen Corona-Fall in unseren Reihen. Leider sind wir aber auch derzeit gezwungen, den Lehrgangsbetrieb einzustellen und nur auf ‚Sparflamme‘ zu arbeiten“, resümiert Oberfeldveterinär Dr. Stefan Hampel die Situation an der Eifeler Ausbildungseinrichtung nach rund sechs Wochen. „Wir arbeiten hart daran, den Lehrgangsbetrieb und auch den regulären Grundbetrieb zeitnah wieder aufnehmen zu können. Leider ist das in einer solch einzigartigen Dienststelle wegen unserer vierbeinigen Kameraden mit einigen Hürden verbunden. Wir versuchen gerade mit Teilen unseres Stammpersonals das Verhalten der Diensthunde zu bewerten, wenn der Diensthundeführer- oder die Diensthundeführerin mit einem Mund- und Nasenschutz ausgestattet ist.“

#bleibgesund – das gilt auch für Diensthunde

Aber nicht nur der Lehrgangsbetrieb ist durch die unvorhersehbare Lage stark eingeschränkt. In der eigenen Diensthundeklinik sind im Normalfall vier Veterinäre im Einsatz, dazu eine Vielzahl von zivilen und militärischen Pflegerinnen und Pflegern. Auch hier wird aktuell im Schichtbetrieb mit regelmäßigem Austausch die Versorgung der Vierbeiner sichergestellt. „Dank eines guten Teams und der Bereitschaft auch kurzfristig einzuspringen, haben wir die vergangenen Wochen bisher gut über die Bühne bekommen“ fasst Oberstabsveterinär Dr. Susanne Hartmann, die Leiterin der Diensthundeklinik die Situation zusammen.

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Ein Hund wird von einer Tierärztin und einer Helferin untersucht

Die Arbeit in der Diensthundeklinik geht weiter: Die Schichten stellen das Personal vor Herausforderungen in der Versorgung der Vierbeiner.

Bundeswehr/Marcel Ebeling
Ein Soldat spielt mit einem Hund, der einen Ball schnappt

Die Diensthunde müssen von Fachpersonal weiterhin betreut werden. Die Tierpflegerinnen und -pfleger beschäftigen die Tiere mit kognitiven Aufgaben und Training.

Bundeswehr/Marcel Ebeling
Ein Soldat zeigt einem Hund die Richtung an, in die er schnüffeln soll

Während der Lehrgangsbetrieb ruht, geht es für die Diensthunde weiter. Die Tiere werden fit gehalten für die Zeit nach COVID-19Coronavirus Disease 2019.

Bundeswehr/Marcel Ebeling

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Der Lehrgangsbetrieb ruht, die Betreuung nie!

Im Regelbetrieb werden zwei bis drei Hunde von je einer Tierpflegerin oder Tierpfleger und dem Personal in der Aufzuchtstation betreut. Durch die aktuell vorgeschriebene Personalrotation muss sich das Fachpersonal allerdings dahingehend umstellen, auch mehrere Hunde tagsüber zu betreuen. Das sich nicht alle Hunde auf Anhieb miteinander verstehen, stellt das Pflegepersonal vor zusätzliche Herausforderungen. 

Der Grundbetrieb im Stab, dem Herzstück einer jeden Einheit, muss natürlich ebenso nahtlos fortgesetzt werden können. Viele Vorhaben mussten abgesagt werden. Doch muss zum Beispiel die Personalidentifizierung für die „schnellen Unterstützungskräfte“ sowie die Fortführung der Lehrgänge geplant werden. „Wir sind ja im laufenden Lehrgangsbetrieb ausgebremst worden“, sagt der Kommandeur der Schule für Diensthundewesen. „Wir müssen herausarbeiten, wann welcher Lehrgang fortgeführt wird und wie die Planung der Folgelehrgänge gestaltet werden kann. Denn eigentlich würden jetzt schon wieder neue Lehrgangsteilnehmende auf dem Hof stehen, was wir aber mit unserer Infrastruktur nur schwer organisieren könnten.“
 

von Marcel Ebeling  E-Mail schreiben

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