Streitkräftebasis
Bundeswehr und KinderKrebshilfe

Auf dem Weg zur Million

Auf dem Weg zur Million

Datum:
Ort:
Holzminden
Lesedauer:
3 MIN

Bemerkenswert, was das Panzerpionierbataillon 1 aus Holzminden und Dienststellen aller Organisationsbereiche, wie der Streitkräftebasis jährlich auf die Beine stellt, um die Deutsche KinderKrebshilfe zu unterstützen. Die Logistikschule der Bundeswehr und Feldpost waren mit vor Ort und haben unterstützt. 

Scheckübergabe vor einem Gebäude

Spendenübergabe in Bonn: 75.000 Euro sammelten die Veranstalter der Modellbauausstellung für die KinderKrebshilfe ein. Gerd Nettekoven (Mitte) würdigt das Engagement der Bundeswehrangehörigen und ihrer Helferinnen und Helfer aus Holzminden.

Bundeswehr/Ralf Wilke

Soldatinnen und Soldaten der Logistikschule und der Feldpost unterstützen bei der Spendensammlung für die Deutschen KinderKrebshilfe in der Pionierkaserne in Holzminden. Dieses Jahr steigen die Spenden in der jährlich stattfindenden Spendenveranstaltung um 75.000 Euro auf 924.000 Euro. „Vier von fünf Betroffene können heute schon geheilt werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende bei der Scheckübergabe Ende August. Die Spenden sind dabei essentiell für die Finanzierung der Stiftung. Erklärtes Ziel ist die Million nächstes Jahr zu knacken. 

Rekordverdächtig

Bereits seit 1997 organisiert Oberstabsfeldwebel d.R.der Reserve Helmut Duntemann schon eine Modellbauausstellung - stets für den guten Zweck. Die eingesammelten Spenden seiner Veranstaltungen kommen dabei krebskranken Kindern zugute. Dafür finden sich die Aussteller traditionell in der Pionierkaserne am Solling in Holzminden ein. Die „Location“ mauserte sich in den Jahren regelrecht zum Mekka der Szene. So auch im vergangenen Juni, als rund 500 teilnehmende Aussteller aus Deutschland und Europa 35.000 Modelle aller Sparten und Maßstäbe präsentierten, was einen Erlös von 75.000 Euro generierte. „Eine herausragende Leistung“, würdigt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe in Bonn bei der Übergabe des Spendenschecks 2023. Die von Mildred Scheel, Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel, gegründete Stiftung empfing mit dieser Spende inzwischen schon 924.000 Euro aus Niedersachsen für Forschungsprojekte und die Begleitung krebskranker Menschen, vor allem Kinder. „Krebs wird immer ein Thema bleiben und bei vielen, aggressiven Arten müssen wir die Forschung noch weiter vorantreiben,“ erklärt Nettekoven auf die Frage, wofür Spenden wie die aus Holzminden unter anderem eingesetzt werden.

Bundeswehr zum Anfassen

Der langjährige Erfolg brachte Organisator Helmut Duntemann schon den Spitznamen „Spenden-Titan“ ein. Der so geehrte Reservedienstleistende verweist aber auf die Leistung des „Teams Duntemann“, welches aus seiner Familie, Freunden und Bekannten besteht, die „mich seit vielen Jahren dankenswerter Weise unterstützen“, sagt er. Sie alle können sich aber auch auf die Bundeswehr und das Panzerpionierbataillon 1 aus Holzminden verlassen. Rund 250 Angehörige des Verbandes helfen alljährlich bei der Organisation, dem Aufbau und der Durchführung der Modellbauausstellung. 14.000 qm nahm die diesjährige Auflage in der Pionierkaserne am Solling in Anspruch. Neben den zahlreichen Modellen konnten die 15.500 Besucherinnen und Besucher auch echte Fahrzeuge der Bundeswehr, von Blaulichtorganisationen und Geschichtsvereinen bestaunen und – gegen eine freiwillige Spende – sogar anfassen oder steuern. 

Ein paar Schuhe zum Segelboot ummodelliert

Die Streitkräftebasis präsentierte unter anderem ihre Fähigkeiten beim Bergen von Kraftfahrzeugen. Unterstützt wurde diese Station von der Logistikschule der Bundeswehr aus Garlstedt.

Bundeswehr/Helmut Duntemann
Ein paar Schuhe zum Segelboot ummodelliert

Unter den rund 35.000 Ausstellungsstücken fanden sich witzige und außergewöhnliche Modelle.

Bundeswehr/Helmut Duntemann

Nächstes Jahr eine Million

Die Ausstellung hat nicht nur in der Modellbauszene einen hohen Stellenwert“, betont Bataillonskommandeur Oberstleutnant Stephan Meister, der wie Duntemann das Helfen regelrecht „lebt“. Die große Besucherzahl ist auch ein Spitzenwert unter den Veranstaltungsreihen der Bundeswehr. „Wichtige Multiplikatoren für unsere Streitkräfte und die Stiftung Deutsche Krebshilfe“, betont der Stabsoffizier. Umliegende Verbände aller Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche waren angereist um dynamisch und statisch ihre Fähigkeiten zu präsentieren. Die Streitkräftebasis war durch die Logistikschule der Bundeswehr mit Bergefahrzeugen und -Kräften vertreten. Vom Sonderfeldpostamt aus, konnte man limitierte Ansichtskarten - mit Cachetstempel versehen- in die Welt hinaus senden. Auch der Generalinspekteur und auch der Bundesminister der Verteidigung würdigten die Veranstalter mit einer Grußbotschaft.

Im nächsten Jahr feiert die Stiftung Deutsche Krebshilfe ihr 50-jähriges Bestehen. Erklärtes Ziel der Spendengemeinschaft rund um die Holzmindener Pioniere und Modellbauer ist dabei die Million zu knacken. Daran teilhaben kann man am 25. und 26. Mai 2024, ganz traditionell in Holzminden.

von Ralf Wilke  E-Mail schreiben

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