Streitkräftebasis
Leistungsfähige Logistik

Die Logistik ist ein Schwerpunkt

Die Logistik ist ein Schwerpunkt

Datum:
Ort:
Pfungstadt
Lesedauer:
3 MIN

Depots und Lager der Bundeswehr – sie bilden das Rückgrat der Versorgung. Die Streitkräftebasis verantwortet die ortsfesten, logistischen Einrichtungen als wichtiges „Backup“ für die Einsätze sowie die Landes- und Bündnisverteidigung. Bundesminister Boris Pistorius würdigt dies auf seiner Sommerreise im Bundeswehrdepot Süd im hessischen Pfungstadt.

Zwei Männern über die Schulter fotografiert mit Fokus auf einen Stapler für Container.

Im Bundeswehrdepot Süd, dem deutschen LogHub, sah der Bundesminister der Verteidigung moderne, logistische Verfahren zur Versorgung internationaler Truppenteile

Bundeswehr/Susanne Hähnel

Es ist eine logistische Meisterleistung, die die Depots, Materiallager, Versorgungszentren und Instandsetzungseinrichtungen der Streitkräftebasis täglich erbringen. Hier versorgen sich die Logistikverbände mit dem notwendigen Nachschub für die Truppe. Und das muss meistens schnell gehen. Denn eine militärische Operation entwickelt sich in der Regel rasant, mit nur wenigen Vorlaufzeiten. Gut, wenn dann alles da ist, was zur Landes- und Bündnisverteidigung oder in den Einsätzen gebraucht wird. Von der Munition über Ersatzteile bis hin zu medizinischen Produkten und Verpflegung – vom Kugelschreiber bis zum Panzermotor. 

Moderne Verfahren

Diese Versorgungsgüter kurzfristig zu beschaffen oder – wie in der zivilen Logistikbranche üblich – just in time verfügbar zu halten, ist beim Militär nicht immer möglich. Zwar funktioniert die Versorgung über die Drehscheibe Logistik ähnlich wie etwa die eines großen Konzerns, aber besondere, speziell militärische Artikel, müssen bevorratet werden. Viele davon benötigen eine spezielle Behandlung und Lagerung, welche nur von Fachkräften sichergestellt werden kann. Dabei erhält das Thema Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung. Viele Versorgungsgüter und vor allem Fahrzeuge unterliegen einer regelmäßigen Wartung oder werden im Bedarfsfall repariert. Auch das ist Aufgabe der 4.500 Spezialistinnen und Spezialisten der Streitkräftebasis, an rund 40 Standorten deutschlandweit und auch im Ausland. 

  • Begrüßungsszene

    Oberstleutnant Stephan Euler begrüßt den Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius, an der Dienststelle in Pfungstadt

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Personen an einem Scanner für Postpakete

    In der Feldpostleitstelle spricht Pistorius mit den Spezialisten. Pakete in die Einsatzländer werden gescannt.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Szene einer Containerverladung

    Wichtiger Baustein in militärischen Operationen: Die Logistik der internationalen Streitkräfte wird in Pfungstadt organisiert

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Zwei Personen in einem Lager

    Großes Interesse zeigte Pistorius an den Verfahren der Feldpost. Er verschickte später eine persönliche Grußkarte.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Gesprächsszene

    Voll des Lobes war der Minister für die Fachkräfte: „Sie erbringen eine wichtige Leistung für die Streitkräfte!“

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Irische Soldaten mit dem Minister

    Vorbereitung: Die irische Armee erörtert derzeit logistische Verfahren für ihre Kompanie innerhalb der EUEuropäische Union Battlegroup. Das Material der Einheit lagert bereits in Pfungstadt.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel

Im internationalen Verbund

Der Bundesmister der Verteidigung, Boris Pistorius, machte sich heute ein Bild von der logistischen Leistungserbringung „seiner“ Streitkräfte. Im Bundeswehrdepot Süd im hessischen Pfungstadt lernte der Politiker die Herausforderungen der militärischen Logistik näher kennen und sprach mit dem Dienststellenleiter, Oberstleutnant Stephan Euler. Der zeigte an einem praktischen Beispiel, wie im Zuge einer Operation für die EUEuropäische Union Battle Group, Material umgeschlagen werden könnte. Das Depot in Pfungstadt ist ein sogenannter Logistic Hub (LogHub). Eine solche nationale Einrichtung erbringt in einem multinationalen Netzwerk dauerhaft oder zeitlich begrenzt logistische Leistungen für teilnehmende Nationen. Die hessische Dienststelle ist der deutsche Beitrag, der bis Ende 2024 einsatzbereit sein wird. Sie kann bei Bedarf durch Elemente anderer Nationen verstärkt und erweitert werden. Der Minister zeigte sich davon sehr beeindruckt und sprach mit den Fachkräften vor Ort. Pistorius bestätigte, wie wichtig moderne Logistik für die Bundeswehr und ihre Verbündeten ist. „Es wird noch viel Arbeit auf uns und auf Sie zukommen“, sagte er, auch im Hinblick auf die Zeitenwende und Fokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung. 

Bei der Feldpost

Ebenfalls in der Major-Karl-Plagge-Kaserne beheimatet ist die Feldpostleitstelle der Bundeswehr. Sie wird ausschließlich von Reservistendienstleistenden betrieben, die im zivilen Leben der Deutschen Post AGAktiengesellschaft angehören. Unter der derzeitigen Leitung von Oberstabsfeldwebel Axel Erhardt, geht von hier die Post ab in die Einsatzländer. Pakete, Briefe und Postkarten der Familie daheim erreichen über Pfungstadt die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Der Postweg funktioniert natürlich auch in umgekehrter Richtung, so dass die Grüße beispielsweise aus Afrika auch zuhause ankommen. Die Spezialistinnen und Spezialisten erledigen sämtliche Formalitäten und Bestimmungen im Postverkehr für die Kameradinnen und Kameraden. Auch das ist eine logistische Leistungserbringung der Streitkräftebasis.

von Ralf Wilke  E-Mail schreiben

Mehr zum Thema