Streitkräftebasis
Verteidigen möglich machen

Die Möglichmacher zeigen dem Minister ihr Können

Die Möglichmacher zeigen dem Minister ihr Können

Datum:
Ort:
Sachsen-Anhalt
Lesedauer:
3 MIN

Verteidigungsminister Boris Pistorius bei der Streitkräftebasis. Anlässlich seines ersten Besuchs beim zweitgrößten Organisationsbereich der Bundeswehr am 16. März 2023 überzeugte die Truppe den „Chef“ mit ihren außergewöhnlichen und wichtigen Fähigkeiten für die Landes- und Bündnisverteidigung.

Der Verteidigungsminister im Fahrschulpanzer

Der Leopard 2 ist in aller Munde. Ein Fahrlehrer der Streitkräftebasis zeigte seinem Minister, wie man ihn fährt. Die Profis des militärischen Kraftfahrwesens bilden internationale Kräfte auf dem „Leo“ aus, zuletzt auch aus der Ukraine.

Bundeswehr/Susanne Hähnel

Sie sind als Erste da und als Letzte wieder weg, wenn es heißt: die Bundeswehr wird eingesetzt. Egal wo, wann und wie – die Verbände der Streitkräftebasis machen die Truppe zu See, zu Land und in der Luft mobil. „Was ich heute hier erfahren habe, zeugt von hoher Professionalität, Engagement und Einsatzbereitschaft“, sagte Boris Pistorius bei seinem mehrstündigen Aufenthalt in Mahlwinkel bei Magdeburg. Zeitenwende bedeute Landes- und Bündnisverteidigung sowie Abschreckung. „Abschreckung braucht Geschwindigkeit, dazu trägt die Streitkräftebasis ganz wesentlich bei.“ Zusammen mit dem Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, verschaffte sich Pistorius einen tiefen Einblick in die Kernkompetenzen und Fähigkeiten des Organisationsbereichs, der als Servicedienstleister für die gesamte Bundeswehr agiert. Neben der Logistik, sind dies vor allem die Einheiten der ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr, der Feldjäger sowie des Streitkräfteamtes.

Hautnah: Fähigkeiten für die NATO

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Der Besuch war eingebettet in das Übungsszenario einer Einsatzübung für die schnelle Eingreiftruppe der NATO. Feldjäger, ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr und Logistik zeigten dem Minister, wie ihre Fähigkeiten zusammenwirken. Gemeinsam sorgen sie für Durchhaltefähigkeit der kämpfenden Truppe. Darum sind sie besonders wichtig für eine einsatzbereite Bundeswehr mit dem Auftrag der Landes- und Bündnisverteidigung. Die Verbände in Mahlwinkel sind mit ihren Frauen und Männern aktuell in Bereitschaft für die NATO Response Force. Pistorius lernte bei ihnen die Fähigkeiten kennen, die die kämpfenden Verbände der Bundeswehr für den Auftrag in der Landes- und Bündnisverteidigung durchhaltefähig, mobil und flexibel machen. 

Bei der Truppe

Soldat erklärt Pistorius die Fernbedienung eines Kranfahrzeugs

Boris Pistorius ließ sich von den eingesetzten Soldatinnen und Soldaten in ihre Geräte und Systeme einweisen. Dabei packte er selbst mit an und lobte die Professionalität der Truppe in ihren komplexen Arbeitsabläufen.

Bundeswehr/Susanne Hähnel
Ein Zugriffstrupp der Feldjäger stellt einen Straftäter. Übungsszenario.

Zugriff: Feldjägerkräfte stellen einen Straftäter mit Hilfe von Spezialgerät und einem Diensthund. Die Vorführung für den Minister fand in einem sogenannten Handlungstrainer statt, der zu Übungszwecken komplett einsehbar ist.

Bundeswehr/Susanne Hähnel

Der Verteidigungsminister sprach an mehreren Stationen persönlich mit den Fahrzeugbesatzungen und dem Bedienpersonal an den Systemen. Er zeigte sich dabei nicht nur sehr interessiert – er packte auch mit an und machte sich so ein Bild vom Arbeitsalltag und den Erfahrungen seiner Soldatinnen und Soldaten. Er fuhr auf dem „Fahrschul-Leo“ des Kraftfahrausbildungszentrums aus Munster mit, besetzte einen Schwerlasttransporter mit Kampfpanzer auf dem Auflieger in der Kolonne des Logistikbataillons 171 und lernte hautnah den anspruchsvollen Auftrag der Profis der ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr kennen. Instandsetzungskräfte zeigten in ihrer feldmäßigen „Werkstatt“, welche verschiedenen Gewerke sie beherrschen. Sie reparieren havarierte Fahrzeuge und beschädigtes Material. Die Feldjäger demonstrierten Pistorius ihren vielfältigen Auftrag und die hohe Spezialisierung der Militärpolizei – vom militärischen Ordnungsdienst im In- und Ausland bis zu protokollarischen Aufgaben. Zum Mittagessen traf er sich mit über einhundert seiner Soldatinnen und Soldaten. 

Beeindruckt von der Leistungsfähigkeit

Abschließend dankte der Minister den Soldatinnen und Soldaten der Streitkräftebasis: „Ich bin stolz auf Sie!“ sagte er und bestätigte, bei seinem Besuch einige Wissenslücken geschlossen zu haben. So fliege er schlauer zurück nach Berlin, als er hergeflogen sei. „Logistik macht den Unterschied“, resümierte er und bezeichnete die Streitkräftebasis insgesamt als das Rückgrat der kämpfenden Truppe. „Sie sorgen dafür, dass die Dinge am Laufen bleiben. Sie sind mit Herzblut dabei und stehen mit Ihren Fähigkeiten für eine einsatzbereite Bundeswehr sowie für Effektivität.“ Pistorius versprach der angetretenen Truppe, dass er sich mit Nachdruck dafür einsetzen werde, dass die Streitkräftebasis bei den Beschaffungen der nächsten Monate und Jahre, die Berücksichtigung finden werde, die sie brauche, um ihre wichtige Arbeit für die gesamte Bundeswehr leisten zu können.

  • Ein Mann auf einem mit Pumpen bestückten Lastkraftwagen

    Sichtbar begeistert zeigte sich der Minister von den Fähigkeiten der ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr-Truppe. Hier hilft er bei der übungsmäßigen Dekontamination eines Fahrweges mit dem HEP-70.

    Bundeswehr/Simon Ruhnke
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius spricht mit der Presse

    Der Verteidigungsminister spricht für seine Truppe. Gegenüber der Presse lobte er die Professionalität der Streitkräftebasis.

    Bundeswehr/Simon Ruhnke
  • Ein Panzer fährt durch eine gelbe Rauchwolke

    Unsichtbare Bedrohungen erkennen: Auf dem Transportpanzer Fuchs der ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr erfährt Minister Pistorius, welche Kampf- und Gefahrstoffe das hochmoderne Gerät mit seinem Massenspektrometer aufspüren kann.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Minister Pistorius steht mit Soldatinnen und Soldaten der Feldjäger vor einem Zelt

    Die Militärpolizei ist rund um die Uhr für alle in der Bundeswehr da: vom Verkehrsdienst über Personenschutz bis zu Zugriffsdurchsuchungen. Auch für die Landes- und Bündnisverteidigung sind die besonderen Spezialisierungen der Feldjäger unerlässlich.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Drei Personen in einem rötlich ausgeleuchteten Containerbereich

    Einweisung in die Lage: Im Gefechtsstand des Logistikbataillons 171 aus Burg erhält Verteidigungsminister Pistorius den ersten Eindruck des Übungsgeschehens und von der Streitkräftebasis.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Der Leopard 2A4 in der Version für die Kraftfahrausbildung mit gläsernem Turm.

    Der Leopard 2 in der Version für die Ausbildung internationaler Militärkraftfahrerinnen und -fahrer. Er entspricht technisch der Ausführung A4 und ist bei der Streitkräftebasis in Munster stationiert.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Verteidigungsminister Pistorius spricht mit einer Logistik-Offizierin.

    Nah bei der Truppe: Verteidigungsminister Pistorius nahm sich viel Zeit für Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten. Er äußerte höchste Wertschätzung und Respekt für die Leistungen der SKBStreitkräftebasis-Angehörigen für die Landes- und Bündnisverteidigung.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Zwei Soldaten an einem Containerstapler im Gespräch.

    Nachschub rollt für die kämpfende Truppe. Dafür nutzen die Logistik-Profis modernstes Gerät zum Materialumschlag, wie den Merlo.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Der Motor eines Transportpanzers wird mittels Kran aus dem Chassis gehoben

    Instandsetzung heißt, die Truppe in Bewegung halten. Die Spezialisten des Logistikbataillons 171 ziehen das Triebwerk aus einem Transportpanzer Fuchs. In den feldmäßigen Werkstätten sind Reparaturen möglich.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Ein Mann in einem blauen Overall arbeitet an einem Rohr

    Die Spezialpioniere betreiben Pipeplines um Flugzeuge der Luftwaffe zu betanken und bauen Feldlager für die Truppe

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
von Ralf Wilke  E-Mail schreiben

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