Streitkräftebasis
Kompetenter Dienstleister

Die Verbindung steht: Elektronische Instandsetzung für die Bundeswehr

Die Verbindung steht: Elektronische Instandsetzung für die Bundeswehr

  • Logistik
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Rheinland-Pfalz
Lesedauer:
2 MIN

Ohne das Elektronikzentrum der Bundeswehr geht’s nicht: Damit elektronische Geräte verlässlich funktionieren und die Truppe kommunizieren kann, braucht es Spezialisten – und die sitzen in Bad Bergzabern. Die Dienststelle kümmert sich um elektronisches und geophysikalisches Wehrmaterial der Bundeswehr – seit 60 Jahren.

Luftbild vom Gelände des Elektronikzentrums der Bundeswehr in Bad Bergzabern.

Das Elektronikzentrum der Bundeswehr ist seit 60 Jahren in Bad Bergzabern beheimatet

Bundeswehr/Thomas Weidmann

Die Technik muss funktionieren: Wenn Elektronik von Bundeswehr-Ausrüstung gewartet oder repariert werden muss, ist das Elektronikzentrum der Bundeswehr in Bad Bergzabern zur Stelle. Die Dienststelle der Streitkräftebasis – eine sogenannte ortsfeste Materialerhaltungseinrichtung – besteht seit 1962: Damals wurde das Instandsetzungsbataillon 963 aufgestellt; mit dem Auftrag, Fernmeldegerät der Heeresverbände instand zu setzen. Seitdem ist viel passiert; die Dienststelle wurde mehrmals umgegliedert und umbenannt, zuletzt im Jahr 2016. Den Namen Elektronikzentrum der Bundeswehr trägt sie seit 2008. Nur der Ort Bad Bergzabern änderte sich nicht.

Anspruchsvolle Aufgaben

Auf einem Tisch stehen ein Laptop und weitere technische Geräte.

Blick in eine der Werkstätten des Elektronikzentrums

Bundeswehr/Thomas Weidmann

Moderne, hochtechnisierte Streitkräfte benötigen zur Kommunikation viele elektronische Geräte – sowohl am Heimatstandort als auch im Einsatz oder auf Übungen. Deren Wartung, Pflege und Instandsetzung ist seit 60 Jahren Aufgabe des Elektronikzentrums der Bundeswehr, das dafür verschiedene Werkstätten unterhält und auch mobil arbeitet.

Zu den Aufgaben gehören die System- und Baugruppeninstandsetzung von elektronischem und geophysikalischem Wehrmaterial, zum Beispiel Funkgeräte und Störsender, aber auch ITInformationstechnik-Geräte und Waffenelektronik. Des Weiteren kann das Elektronikzentrum schnell auf spezielle Erfordernisse im Einsatz reagieren und bei Bedarf technische Änderungen oder auch Sonderanfertigungen vornehmen. Das schließt auch meteorologisches Gerät des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr, also Sensoren und Messanlagen zur Erfassung und Verarbeitung von Wetterdaten, mit ein.

Das Personal in Bad Bergzabern führt ebenfalls Aufträge zur Veränderung von Wehrmaterial durch. Hierfür fertigt es Rüstsätze für die Systemintegration sowie Ersatz- und Änderungsteile für die benötigte technische Änderung.  Steht die Auslieferung von im Zentrum gefertigtem Material, von ausgestatteten Fahrzeugen, Containern oder Fernmeldekabinen an, erfolgt eine technische Unterweisung für die Bediener. Das ist ebenso der Fall bei erfolgten Änderungen von Geräten und während der Systemprüfung.  Auch Sonderaufträge vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr bearbeiten die Spezialisten aus Rheinland-Pfalz – nachdem das Logistikzentrum der Bundeswehr, dem das Elektronikzentrum unterstellt ist, sie genehmigt hat. Das Elektronikzentrum erkennt in diesem Bereich einen wachsenden Bedarf, da es solche Maßnahmen preisgünstiger und flexibler als die Industrie durchführen kann.

Die Bundeswehr als ziviler Ausbildungsbetrieb

Eine junge Frau sitzt an einem Tisch und arbeitet an einem technischen Gerät.

In der Ausbildungswerkstatt werden junge Menschen zu Elektronikern bzw. Elektronikerinnen für Geräte und Systeme ausgebildet

Bundeswehr/Thomas Weidmann

Um all diese Aufträge erfüllen zu können, arbeiten in der Dienststelle etwa 145 Fachhandwerker, 75 zivile Beschäftigte sowie rund 20 Soldatinnen und Soldaten. Das schließt die vier Außenstellen in Erding, Wunstorf, Koblenz und Kiel mit ein.

Auch der Fachkräftenachwuchs ist gesichert, um den kümmert man sich in Bad Bergzabern gleich selbst: Dem Elektronikzentrum ist eine Ausbildungswerkstatt angegliedert. Jedes Jahr können bis zu 24 junge Menschen eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum/-r Elektroniker/-in für Geräte und Systeme beginnen. Auch wenn sie in einer Bundeswehr-Kaserne lernen: Die zivilen Auszubildenden lernen von zivilen Ausbildern.

Aber nicht nur im Hinblick auf den Nachwuchs beschäftigt man sich mit der Zukunft. Aktuell werden etwa Infrastrukturmaßnahmen für das Elektronikzentrum und die Ausbildungswerkstatt geplant. Auch das Leistungsspektrum im Bereich Elektrik und Elektronik soll ausgebaut werden. Damit die traditionsreiche Dienststelle für die Anforderungen der kommenden 60 Jahre gerüstet ist.

von Lorena Grüner  E-Mail schreiben

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