Streitkräftebasis

Gedenkappell anlässlich des „20. Juli 1944“

Gedenkappell anlässlich des „20. Juli 1944“

  • Geschichte
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Datum:
Ort:
Ulm
Lesedauer:
2 MIN

Das Multinationale Kommando Operative Führung hat am 20. Juli 2021 einen Gedenkappell anlässlich des „20. Juli 1944“ in der Ulmer Wilhelmsburgkaserne durchgeführt. Es war die zentrale Gedenkveranstaltung der Bundeswehr in Süddeutschland, mit der die Soldatinnen und Soldaten Claus Schenk Graf von Stauffenberg und der anderen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gedachten.

Vier Solaten stehen um einen Gedenkstein rum

General a.D. Wolfgang Schneiderhan (rechts) und Generalleutnant Jürgen Knappe beim Gedenkappell nach der Kranzniederlegung in der Wilhelmsburg-Kaserne

Bundeswehr/Gina Seegert

Die Soldatinnen und Soldaten gedachten der Männer und Frauen, die nach dem Attentat auf Adolf Hitler vor 77 Jahren ihr Leben gelassen haben. Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage und den damit verbundenen, wie verpflichtenden Hygieneregeln und Infektionsschutzmaßnahmen hat die Gedenkfeier auch in diesem Jahr in einem der Situation angepassten, aber nicht weniger würdevollen Rahmen, mit einer vertretbaren Anzahl von Gästen aus dem Bereich der zivilen Öffentlichkeit stattgefunden.

Der Vorsitzende der Stauffenberg-Gesellschaft und ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, General a.D. Wolfgang Schneiderhan, und der Befehlshaber des Multinationalen Kommando Operative Führung und des Joint Support and Enabling Command, Generalleutnant Jürgen Knappe, legten am Gedenkstein einen Kranz nieder. Das Heeresmusikkorps Ulm spielte das „Lied vom guten Kameraden“.

Die Gedenkrede

Vier Soldaten stehen um einen Gedenkstein

General a.D. Wolfgang Schneiderhan (links) und Generalleutnant Jürgen Knappe am Gedenkstein in der Wilhelmsburg-Kaserne

Bundeswehr/Gina Seegert

General Knappe ging in seiner Ansprache näher auf das Thema „Hilfeleistung der Bundeswehr im Innern“ und die Besonderheiten im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ein. Mit Blick auf die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr im Zuge Hochwasserkatastrophe sowie zur Bekämpfung der Pandemie betonte er, dass „die Anerkennung ihrer Leistung als Soldaten in unserer Gesellschaft heute sehr hoch geschätzt werden.“ Soldaten stünden „für Wahrhaftigkeit, für Standhaftigkeit und für Integration in der Gesellschaft.““

Er verknüpfte dies mit den Lehren aus der deutschen Geschichte und forderte Soldatinnen und Soldaten dazu auf, „das zu tun, worauf wir unseren Eid geleistet haben und dabei den „20. Juli“ im Herzen und in der Erinnerungs- und Traditionskultur der Bundeswehr zu behalten.“

Regionales Gedenken

Mann steht an Rednerpult und spricht

Generalleutnant Jürgen Knappe hielt die Gedenkansprache

Bundeswehr/Gina Seegert
Zwei Soldaten halten eine Deutschlandflagge

Das Heeresmusikkorps Ulm und die Fahnenabordnung des Multinationalen Kommando Operative Führung beim Gedenkappell

Bundeswehr/Gina Seegert

Das Gedenken an Claus Schenk Graf von Stauffenberg und die anderen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer vom „20. Juli 1944“ hat einen festen Platz in der Tradition der Bundeswehr. In Berlin fanden auch in diesem Jahr in einem der Situation angebrachten Rahmen die zentralen Gedenkveranstaltungen statt, wo auch im Bendlerblock 101 Rekrutinnen und Rekruten ihr Gelöbnis ablegten. Die Gelöbnisansprache hielt die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer. Als Ehrengast sprach Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, zu den jungen Soldatinnen und Soldaten. Das Ulmer Kommando übernahm 2015 die Tradition des regionalen Gedenkens an den „20. Juli 1944“ aus Sigmaringen, wo ein halbes Jahrhundert lang in der Graf-Stauffenberg-Kaserne an den Namensgeber und die Mitverschwörer gedacht wurde. Es ist damit gleichzeitig das zentrale Gedenken in Süddeutschland.

von Davor Zebec  E-Mail schreiben

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