Streitkräftebasis

Geländebetreuer pflegen Truppenübungsplatz Oberlausitz

Geländebetreuer pflegen Truppenübungsplatz Oberlausitz

  • Truppenübungsplätze
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Sachsen
Lesedauer:
2 MIN

Landschaftspflege auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz: Auf dem drittgrößten deutschen Übungsplatz an der polnischen Grenze in Sachsen kümmern sich die Mitarbeiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Dresden um die Pflege der Freigeländeflächen. So werden für die Soldatinnen und Soldaten beste Übungsbedingungen geschaffen.

Ein Mann vor einem Traktor

Ronny Wagner arbeitet seit 2014 auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz

Bundeswehr/Robert Wendler

Ronny Wagner ist Geländebetreuer auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz der Streitkräftebasis. Der gelernte Tischler arbeitet seit 2014 bei der Bundeswehr und sorgt mit dem Team des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums für optimale Bedingungen für die übende Truppe. Sein Herz schlägt für die Heide – genaugenommen die Wald- und Heidelandschaft in der Lausitz. „Manchmal, wenn ich morgens auf dem Truppenübungsplatz unterwegs bin, sehe ich das Rotwild stehen„, erzählt Ronny Wagner.
Auf dem drittgrößten deutschen Übungsplatz an der polnischen Grenze in Sachsen kümmern sich die Mitarbeiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums um die Pflege der Freigeländeflächen. So werden für die Soldatinnen und Soldaten beste Übungsbedingungen geschaffen. Von Arbeiten in der Schlosserei, Winterdienst, Straßenbau bis hin zu Tischlerarbeiten reichen die Aufgaben.

Brandschutz mit der Scheibenegge

Ein Mann arbeitet mit einem Traktor.

Ronny Wagner ist Geländebetreuer auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz.

Bundeswehr/Robert Wendler

Mit Traktoren, z.B. einem Fendt 828, mit vorgebautem Dücker-Böschungsmäher, ist Ronny Wagner auf dem mehr als 17.000 Hektar großen Gelände des Truppenübungsplatzes unterwegs. In- und ausländische Streitkräfte üben in der Oberlausitz auf 15 Gefechtsschießbahnen mit computergesteuerten Zielen. Gut gepflegtes Gelände trägt zum Übungserfolg bei.

Den Brandschutzstreifen bearbeitet Ronny Wagner mit einer Scheibenegge. Besonders in den Sommermonaten steigt die Waldbrandgefahr auf dem Truppenübungsplatz. Durch das Auflockern der Erde auf dem mehrere Meter breiten Sandsteifen zwischen Fahrweg und Wald wird verhindert, dass sich kleinere Brände ausbreiten. Auf dem Truppenübungsplatz gibt es Heideflächen, Sanddünen und Moore. Für die Natur und die übende Truppe sind deren Pflege und Erhalt entscheidend.

Brandschutz für den Truppenübungsplatz

Ein Traktor mit Greifarm lädt Stämme auf einen Hänger

Holzaufnahmetechnik: Die Stämme werden aufgeladen und zum Sammelplatz gebracht.

Bundeswehr/Robert Wendler

Mit schwerem Gerät, zum Beispiel einem Traktor vom Typ Fendt 930 mit Scheibenegge, werden die Brandschutzstreifen zum Schutz vor Flächenbränden umgepflügt. Ein bis zweimal pro Jahr helfen die Geländebetreuer so, das Übergreifen von kleineren Waldbränden auf andere Abschnitte des Truppenübungsplatzes zu verhindern. Mit einem Forstmulcher werden kleinere Bäume und Sträucher runtergedrückt und gehäckselt, das Heidekraut bleibt stehen. „Ich bin ausgebildeter Landwirt und schon als kleines Kind gern Traktor gefahren“, erzählt Maik Brunsch. Er ist einer der Kollegen, die sich um die Geländepflege kümmern. Für die übende Truppe bedeutet das freie Sicht übers Gelände.

     Pflege für geschützte Heideflächen

Zwei Männer und ein Traktor

Ein gutes Team: Geländebetreuer Ronny Wagner und Maik Brunsch

Bundeswehr/Robert Wendler

Aufgabe der Geländebetreuer des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums ist es auch, die Heide vor dem Verbuschen zu schützen. Dafür werden zuerst mit der Kettensäge die dicksten Bäume gerodet, dann mit dem Rückezug aufgeladen und zum Lagerplatz gebracht. Danach werden Büsche und Baumstubben mit dem Forstmulcher gekürzt sowie zerkleinert. Mit spezieller Holzaufnahmetechnik werden die Stämme zum Sammelplatz gebracht. Ronny Wagner und Maik Brunsch sind ein eingespieltes Team.  Mit ihrer Arbeit helfen sie bei der Erhaltung der streng geschützten Heideflächen in der Oberlausitz. Mit dem Forstmulcher können Stämme mit 5 bis 30 Zentimetern Durchmesser zerkleinert werden. In der Brut- und Setzzeit, von März bis Juni, gehen die Geländearbeiter besonders behutsam zu Werke. Sie prüfen zu fällende Bäume auf Vogelnester und roden Baumstubben nur gezielt, um Bodenbrüter nicht zu stören.

von Cornelia Riedel  E-Mail schreiben

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