Streitkräftebasis

Gelöbnis und Rückkehrerappell in Delmenhorst

Gelöbnis und Rückkehrerappell in Delmenhorst

  • Logistikbataillon 161
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Delmenhorst
Lesedauer:
1 MIN

Herzlich willkommen! Logistikbataillon 161 vereidigt 30 Rekrutinnen und Rekruten und begrüßt 200 Einsatzrückkehrerinnen und -rückkehrer in Delmenhorst.

Soldatinnen und Soldaten vor einer Deutschlandflagge

Feierlicher Moment: Fast 30 Rekrutinnen und Rekruten bekräftigten mit ihrem Eid sowie ihrem Gelöbnis ihre Bereitschaft, für Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte einzutreten.

Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Zweifaches „Willkommen!“: Das Logistikbataillon 161 aus Delmenhorst begrüßte beim feierlichen Appell auf der Millionenwiese der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne fast 200 Einsatzrückkehrerinnen und -kehrer sowie 30 Rekrutinnen und Rekruten, die ihren Diensteid oder ihr Gelöbnis ablegten. Zum Festakt kamen neben Angehörigen auch Niedersachsens Ministerpräsident, Stephan Weil, Oberbürgermeister Axel Jahnz, und der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis. Alle drei richteten das Wort an die angetretenen Soldatinnen und Soldaten. 

Afghanistan, Kosovo, Nordirak, Mali

Soldaten auf einem Appellplatz

Appell auf der Millionenwiese in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne. Begrüßt wurden neben den Rekrutinnen und Rekruten auch 200 Einsatzrückkehrer des Bataillons.

Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

87 Soldatinnen und Soldaten waren von Herbst vergangenen Jahres bis ins Frühjahr im Rahmen des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Einsatzes Resolute Support in Mazar-e Sharif beim 16. deutschen Kontingent im Einsatz. Es folgten weitere 75 Kräfte von März bis Juli dieses Jahres. Daneben waren 17 Delmenhorster im Rahmen von Einzelabstellungen in Afghanistan (RESOLUTE SUPPORT), im Kosovo (KFORKosovo Force), im Nordirak (COUNTER DASH) und in Mali (MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali und EUTMEuropean Union Training Mission) eingesetzt. „Sie wissen, was es heißt, Recht und Frieden zu verteidigen“, sagte Ministerpräsident Weil, „Sie tun nicht nur Gutes für die Menschen in den Einsatzgebieten, Sie sind auch gute Botschafter unseres Staates. Auch in unserer Gesellschaft hat die Bundeswehr eine breite Anerkennung.“

Für die fast 30 Rekrutinnen und Rekruten –

Ein Soldat und ein Mann im Anzug im Gespräch mit weiteren Soldaten

Gratulierten als erste: Generalleutnant Martin Schelleis und Ministerpräsident Stephan Weil (von rechts).

Bundeswehr/Jasmin Henning

darunter 18 Freiwillig Wehrdienstleistende und sieben Zeitsoldaten – hatte die Grundausbildung beim Logistikbataillon 161 später als geplant begonnen: aufgrund der Corona-Pandemie erst Anfang August statt Juli. Mit Ende der Ausbildung geht es für die Soldatinnen und Soldaten in andere Dienststellen des Organisationsbereiches Streitkräftebasis und auch an Bord seegehender Einheiten der Marine. Generalleutnant Martin Schelleis: „Sie, meine Kameradinnen und Kameraden sind der Beweis dafür, dass es bei uns junge Frauen und Männer gibt, für die `Wir. Dienen.Deutschland.` nichts Befremdliches von gestern, sondern etwas Ehrenvolles mit Zukunft ist.“

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  • Ein Soldat
    01

    Korvettenkapitän Benjamin R. (37)

    Chef 1. Kompanie, „Counter Daesh“, war Leiter einer logistischen Einsatzzentrale in Erbil im Nordirak:

    „Es gab eine ständige Bedrohungslage und es kam sogar zu einem Raketenbeschuss. Das Klima war daneben eine Herausforderung. Wir wunderten uns, warum unsere Füße nach dem Antreten schmerzten. Eine Infrarotmessung gab die Antwort: Der Asphalt war 62 Grad heiß!“


  • Ein Soldat
    02

    Stabsunteroffizier Sebastian W. (30)

    „Resolute Support“, Mazar-e Sharif, Afghanistan, sowohl im Einsatz, als auch im Bataillon als Nachschub Unteroffizier eingesetzt:

    „Wir haben Material bestellt und dorthin geschafft, wo es benötigt wurde. Es hat Spaß gemacht, meinen Dienstposten auch im Einsatz auszuüben. Dennoch war es hart, am Hochzeitstag, den Geburtstagen meiner Frau und meiner Tochter und an Weihnachten nicht zu Hause zu sein.“


  • Ein Soldat
    03

    Oberfeldwebel Nils H. (34)

    6. Kompanie, „Resolute Support“, Mazar-e Sharif, Afghanistan, versorgte vor allem die Außenposten wie Kunduz mit Nachschub:

    „Im Bataillon gehöre ich zur Hafenumschlagkompanie. Da läuft alles über See, in Afghanistan über Straßen oder den Luftraum. Bei uns kann man nachverfolgen, wo sich eine Lieferung befindet, wenn sie nicht ankommt. Im Einsatz war das nicht ganz so einfach, da muss man flexibel sein.“


  • Ein Soldat
    04

    Obermaat Christian B. (31)

    3. Kompanie, seit zwölf Jahren im Logistikbataillon, pendelt ins heimische Sachsen-Anhalt; bei „Resolute Support“ in Mazar-e Sharif, Afghanistan, im Bereich Gefahrgut Luftfracht eingesetzt:

    „Sichten, verpacken, weiterschicken – so der Auftrag. Das Arbeitsaufkommen war extrem hoch. Um 7:00 Uhr ging es los und der Tag endete nie vor 18:00 Uhr. Dazu waren wir 24 Stunden sieben Tage die Woche in Bereitschaft. Zum Ausgleich bin ich abends laufen gegangen.“


  • Ein Soldat
    05

    Maat Tom M. (30 )

    3. Kompanie, „Resolute Support“, Mazar-e Sharif, Afghanistan, dort als Schießsicherheitsfeldwebel der Schießbahn des Lagers im Einsatz:

    „Wir haben Blindgänger auf der Schießbahn gesprengt und hatten Unterstützung von zivilen Kräften. Die Verständigung lief mit Hand und Fuß. Sie sorgten dafür, dass Einheimische nicht den Hülsenschrott aus dem Gefahrenbereich sammelten. Die Zusammenarbeit lief super!“


  • Ein Soldat
    06

    Oberstabsgefreiter Sascha D. (33)

    3. Kompanie, „Resolute Support“, Mazar-e Sharif, Afghanistan, dort im Bereich Nachschub, Materialbewirtschaftung und Instandsetzung im Einsatz:

    „Corona hat den Einsatz hart gemacht, weil wir sehr eingeschränkt waren und die Freizeit schwer zu gestalten war. Außer laufen war nicht viel möglich. Es wurde dann extra ein Outdoor-Gym eingerichtet. Auch das Distanzhalten zu den Kameraden war eine Belastung.“


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