Streitkräftebasis
Starker Pegasus

Logistikübung setzt neuen Maßstab

Logistikübung setzt neuen Maßstab

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Datum:
Ort:
Delmenhorst

Mit der Übung Starker Pegasus hatte das Logistikbataillon 163 aus Delmenhorst seine Feuerprobe. Das Bataillon ist Ende 2020 speziell für den sogenannten RSOMReception, Staging, Onward Movement-Prozess aufgestellt worden. Sprich für das Zusammenführen und Verlegen von Material und Personal für den Einsatz. Kommandeur Oberstleutnant Tobias Schmidt, Kommandeur des Logistikbataillons, gewährt einen Einblick, wie die Übung Starker Pegasus aus seiner Sicht verlaufen ist.

Ein Soldat steht vor einigen Militärfahrzeugen

Oberstleutnant Tobias Schmidt während eines Briefings für internationale Gäste bei der Übung Starker Pegasus

Bundeswehr/Deeke Werner

Die Logistikexpertinnen und -experten des in Delmenhorst stationierten Logistikbataillons 163 RSOMReception, Staging, Onward Movement haben ihre erste Feldeinsatzübung absolviert. Insgesamt waren knapp 1.000 Soldatinnen und Soldaten an fünf Standorten beteiligt.

4 Fragen an Oberstleutnant Tobias Schmidt

Wie waren die ersten Schritte Ihres jungen Bataillons?

Seit Aufstellung unseres Bataillons vor fast zwei Jahren, haben wir unseren bevorstehenden Auftrag, ein Teil der Nato Response Force 2023 zu sein, stets vor Augen. 2021 lag der Schwerpunkt im Herstellen der Führungsfähigkeit des Stabes. Hierbei waren die Übungen „Blaues Netz“ und „Blue Faculty“ die Höhepunkte des Jahres. Mit Blue Faculty wurde der Stab zertifiziert. In diesem Jahr fokussieren wir uns auf das Zusammenwirken des Stabes mit den Kompanien. Auch hier haben wir zwei Feldeinsatzübungen als Highlights! Die erste „Starker Pegasus“ und eine weitere im September „Blue Bridge“ – hier können alle Soldatinnen und Soldaten des Bataillons zeigen, was sie in den vorherigen Monaten erarbeitet haben und was sie können.

Wie realistisch war die Übung angelegt?

Vor allem die Verteilung der Kräfte im norddeutschen Raum erfolgte so einsatznah wie möglich. Denn hier liegt für ein RSOMReception, Staging, Onward Movement Bataillon die größte Herausforderung: Führen von mehreren Einheiten über sehr weite Distanzen. Außerdem muss auch die Abstimmung mit den verschiedenen zivilen Stellen erfolgen, wie zum Beispiel am Seehafen oder Flughafen – auch das war sehr nah an unserem realen Vorgehen.

Wie verlief die Übung?

Der Übungsverlauf war zufriedenstellend. Diese erste Übung eines jungen Verbandes ist immer eine Herausforderung. Beispielsweise gilt das für das Führen über große Distanzen. Dieser Aspekt wurde durch die tatsächliche Verteilung auf fünf unterschiedliche Standorte nicht nur simuliert, sondern konnte so in einem realistischen Umfeld geübt werden. Zusätzlich führt eine Übung auch immer zur Stärkung des Zusammenhaltes im Verband. Das Leuchten in den Augen der Frauen und Männer, die ihr erlerntes und hart erarbeitetes Wissen bei dieser Übung in Gänze umsetzen konnten, machte richtig Spaß. Wie zufrieden die Truppe trotz der Belastungsspitzen ihren Aufgaben nachgegangen ist, hat mich beeindruckt. Klasse Leistung!

Wie geht es weiter?

Nach der Übung ist vor der Übung! Im September folgt unsere zweite Feldeinsatzübung Blue Bridge. Selbe Lage, selbe Orte. Beim Fachbereich Luftumschlag verändern wir uns allerdings räumlich. Der Seehafen entfällt, da wir die Möglichkeit haben eine Übungsunterstützung der Luftwaffe sicherzustellen. Wir nutzen unsere Erkenntnisse vom Starken Pegasus, um uns weiter in unseren Verfahren zu optimieren. Dadurch werden wir unsere Einsatzreife für den Auftrag NRFNATO Response Force 23 erreichen.

von Deeke Werner  E-Mail schreiben

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