Streitkräftebasis

Jährliche Konferenz der EUEuropäische Union Kommandeure in Ulm verschoben

Jährliche Konferenz der EUEuropäische Union Kommandeure in Ulm verschoben

  • Operative Führung
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Ulm
Lesedauer:
2 MIN

Die Konferenz der EUEuropäische Union Kommandeure unter Vorsitz des Direktors des Brüsseler EUEuropäische Union-Militärstabes soll als „physische“ Konferenz im Frühling 2021 in Ulm stattfinden. Ziel der Konferenz ist die Stärkung des Militärstabes der Europäischen Union, der seine Expertise für die nächste EUBGEuropean Union Battlegroup mit Deutschland als Rahmennation im Jahr 2025 einbringen wird.

Ein Soldat schaut auf eine Leinwand.

Die EUEuropäische Union Commanders´ Conference wurde als VTC durchgeführt

Bundeswehr/Gina Seegert

Das Multinationale Kommando Operative Führung (MN KdoOpFü) in Ulm plante im Jahr der deutschen EUEuropäische Union-Ratspräsidentschaft die jährliche Konferenz der militärischen Befehlshaber der Hauptquartiere der Europäischen Union in der Ulmer Wilhelmsburg-Kaserne aus. Aufgrund der überregionalen COVID-Lage musste die Veranstaltung verschoben werden. Um den Informationsaustausch zwischen den hochrangigen Dreisterne-Generalen dennoch zu gewährleisten, wurde kurzerhand eine Videokonferenz organisiert.

Den Militärstab der Europäischen Union stärken

Den Schwerpunkt der Videokonferenz unter Leitung des Generaldirektors des EUEuropäische Union-Militärstabes, Vizeadmiral Hervé Bléjean, bildete ein Austausch zur Stärkung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union. Der Befehlshaber des Ulmer Kommandos, Generalleutnant Jürgen Knappe, stimmte mit den anderen teilnehmenden nationalen EUEuropäische Union-Kommandos aus Frankreich (Paris), Griechenland (Larissa), Italien (Rom), Spanien (Rota), Polen (Krakau), den Kommandeuren der laufenden EUEuropäische Union-Missionen und Operationen und des Eurocorps sowie mit dem Brüsseler EUEuropäische Union-Militärstab und der ebenfalls zugeschalteten Vertreterin für die zivilen Missionen überein, dass die Kooperations- und Koordinationsbeziehungen weiter ausgebaut werden. Das nächste Treffen soll, wenn es die COVID Lage erlaubt, bereits im Frühling als „physische“ Konferenz in Ulm stattfinden.

Stand-by-Phase verlängert

Das Ulmer Kommando steht der Europäischen Union als militärstrategisches Hauptquartier für militärische Einsätze zur Verfügung. Bis Ende März 2021 beinhaltet dies auch die Rolle als bevorzugtes Hauptquartier für die durch Deutschland als Rahmennation bereitgestellte EUEuropäische Union Battlegroup 2020-2. Es bildet in diesem Zeitraum im Falle einer Aktivierung das Bindeglied zwischen der politischen Ebene der Europäischen Union und der operativen Führung der schnellen EUEuropäische Union-Eingreifkräfte, der sogenannten European Battlegroup. Die operative Führung wird von der Division Schnelle Kräfte aus Stadtallendorf wahrgenommen

Langjährige EUEuropäische Union-Expertise

Zwei Soldaten sitzen an einem Tisch

Der Befehlshaber des MN KdoOpFü, Generalleutnant Jürgen Knappe und sein Stellvertreter, Generalmajor Sandor Fucsku aus Ungarn

Bundeswehr/Gina Seegert

Das Ulmer Kommando hat schon mehrfach die Rolle als militärstrategisches Hauptquartier der EUEuropäische Union übernommen und kann auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen. Diesen Auftrag hatte das MN KdoOpFü bereits in den Jahren 2012 und 2016 inne und wird die gewonnene Expertise auch für die Vorbereitung der nächsten EUEuropäische Union-Battlegroup mit Deutschland als Rahmennation im Jahr 2025 einbringen. Ab Anfang 2021 gliedert das MN KdoOpFü um. Grund für diese Strukturanpassung ist eine Neuausrichtung des Auftrages unter Nutzung der in Ulm aufgebauten wertvollen EUEuropäische Union-Expertise. Dabei bleibt die Absicht der Stärkung der militärischen Planungs- und Führungsfähigkeit der EUEuropäische Union als klare Richtschnur erkennbar.

In erster Linie einsatzfähig für die Europäische Union

Das MN KdoOpFü wird seine klare Ausrichtung auf EUEuropäische Union-Aufgaben verstetigen. Es wird weiterhin als militärstrategisches „EUEuropäische Union Operation Headquarters“ (EUEuropäische Union OHQ) zur Verfügung stehen und damit einen wesentlichen deutschen Beitrag zur Stärkung der GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik leisten. Dafür ist es von der Bundesrepublik Deutschland bei der EUEuropäische Union „eingemeldet“ und steht als höchste militärische Planungs- und Führungsinstanz außerhalb Brüssels für Operationen im gesamten Spektrum der Petersberg-Aufgaben zur Verfügung.

von Bernd Niedermann  E-Mail schreiben

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