Streitkräftebasis
Internationale Zusammenarbeit in Asien

Japanreise des Inspekteurs

Japanreise des Inspekteurs

Datum:
Ort:
Japan
Lesedauer:
2 MIN

Rund 13.000 Kilometer und 14 Stunden Flug haben den Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, von Bonn nach Tokio geführt. Dort traf er hochrangige Vertreter des japanischen Militärs und gedachte Opfern des ersten Weltkriegs. Ziel seiner dreitägigen Japanreise war unter anderem die strukturelle Vertiefung des bilateralen Austausches im Bereich der Fähigkeiten der SKBStreitkräftebasis.

General Schelleis überreicht General Yoshida ein Gastgeschenk.

Generalleutnant Schelleis (l.) überreicht General Yoshida (r.) ein Gastgeschenk

Japan Self-Defense Forces

In Tokio wurde Generalleutnant Schelleis vom Generalstabschef der japanischen Selbstverteidigungskräfte, General Yoshihide Yoshida, empfangen. In einem Konferenzsaal des Verteidigungsministeriums tauschte sich die deutsche Delegation, Schelleis wurde unter anderem vom deutschen Militärattaché in Japan, Oberst i.G. Ralf Persicke, begleitet, intensiv mit Angehörigen des Generalstabs aus. Dieser Begegnung folgten weitere Gespräche mit hochrangigen militärischen Vertreterinnen und Vertretern des Gastgeberlandes. „Ich bin nach Japan gereist, um durch die Abstimmung eigener Kooperationsprojekte der SKBStreitkräftebasis die Absicht der Bundesregierung zur verstärkten Zusammenarbeit mit Partnern im Indo-Pazifik unterstützen“, berichtet Schelleis zu den Beweggründen der Japanreise.

Kooperationen der Fähigkeiten ausbauen

Die Umsetzung der Leitlinien zum Indo-Pazifik sind gemäß Jahresweisung 2024+ auch für das kommende Jahr ein Schwerpunktthema für den Inspekteur, insbesondere mit Blick auf konkrete Projekte in den Fähigkeiten der SKBStreitkräftebasis. So traf sich Schelleis mit Führungspersonal der Schule für ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr, des Feldjägerkommandos und der Logistikabteilung im Generalstab. Mit dem Kommandeur der Militärpolizei sprach er explizit über mögliche gemeinsame Übungen unserer Feldjäger mit den japanischen Partnern in 2024. Das Angebot zur strukturellen Vertiefung des bilateralen Austausches im Bereich ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr stieß auf ausgeprägtes Interesse der japanischen Seite. So könnte man beispielsweise zu den Bedrohungen durch Fourth Generation Chemical Warfare miteinander kooperieren. Beim Thema Logistik gibt es bereits etablierte Austauschformate im Bereich Katalogisierung. Potenziale für vertiefte Zusammenarbeit liegen auf den Feldern der Neuen Technologien und der Digitalisierung.

Das Besuchsprogramm des Inspekteurs spiegelte insgesamt das Ansinnen wieder, sich bei militärischen Übungskooperationen an Vorhaben im indopazifischen Raum zu beteiligen. „Mit unseren Bemühungen hier in Japan und mit anderen Partnern der Region wollen wir dazu beitragen, in der strategischen Kommunikation ein sichtbares Zeichen für die Öffentlichkeit zu setzen“, so Schelleis.

  • Zwei Soldaten in Uniform, einer in ABC-Schutzausrüstung und einer im Dienstanzug

    Der Besuch bot auch Gelegenheit, Dinge ganz praktisch kennenzulernen. So inspizierte Schelleis einen japanischen ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Schutzanzug.

    Japan Self-Defense Forces
  • max. 125 Zeichen  Ein japanisches Schulorchester musiziert im Freien auf einer Straße.

    Zur Gedenkzeremonie gehört in Japan Musik…

    Japan Self-Defense Forces
  • Ein Gedenkstein und davor ein Kranz mit Schleifen in den Nationalfarben Deutschlands

    … und in der deutschen Tradition ein Gedenkkranz

    Japan Self-Defense Forces

Gedenkveranstaltung und kultureller Austausch

Neben den inhaltlichen, militärpolitischen Themen widmete sich der Inspekteur auch dem kulturellen Austausch und dem Gedenken an Kriegsopfer. So nahm Schelleis an einer Gedenkveranstaltung für 30 verstorbene deutsche Kriegsgefangene des ersten Weltkriegs teil. Gemäß japanischer Gedenkkultur untermalte ein Schulorchester die Zeremonie auf dem Armeefriedhof Narashino musikalisch. „Mich hat besonders beeindruckt, dass in Japan ganz natürlich auch junge Menschen regelmäßig am Gedenken, besonders auch für ausländische Kriegstote, teilnehmen,“ so Schelleis. „Das ist eine ganz andere Form des Gedenkens, an der ich viel Gutes erkenne.“

Nicht fehlen durften in dem Programm zahlreiche Einladungen und Gegeneinladungen zum Essen. Die kulinarische Bandbreite reichte hierbei vom gesetzten Essen mit dem Stellvertreter des Generalstabschefs über den Mittagssnack aus der Bento-Box bis hin zur zünftigen Hausmannskost in einem deutschen Restaurant mit dem schönen Namen „Franz Club“ in einer Tokioer Mall.

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