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Ukraine-Hilfe

Mobile Logistiktruppen machen Ausbildung möglich

Mobile Logistiktruppen machen Ausbildung möglich

Datum:
Ort:
Deutschland
Lesedauer:
2 MIN

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Wer kennt das nicht? Schlecht geschlafen und nicht richtig gegessen – die Laune ist im Keller und die Konzentration lässt schnell nach. Nur ausgeruht und ausgewogen ernährt, sind Menschen voll leistungsfähig. Damit sich die Ukrainer uneingeschränkt auf ihre Ausbildung in Deutschland konzentrieren können, versorgen die mobilen Logistiktruppen sie rund um die Uhr.

Der Bergepanzer Büffel (l.) und ein Leopard 1.

Die Ukrainer werden fit gemacht für den Leopard 1: Das Heer übernimmt das Panzerfahrtraining. Die Streitkräftebasis schult das Bergen defekter Fahrzeuge. Ausbildung und Versorgung Hand in Hand.

Bundeswehr/Susanne Hähnel

„Wir halten dem deutschen Teil der EUEuropäische Union-Ausbildungsmission den Rücken frei“, fasst Oberstleutnant Mark Sterk die zahlreichen Dienstleistungen seiner Mannschaft zusammen. Er ist Kommandeur des Logistikbataillons 461 aus Walldürn, das für zwei Monate sogenannter Unterstützungsverband für mehrere Truppenübungsplätze ist. Anschließend wechselt das Kommando. Die Auftragslast ist hoch und der Auftrag wichtig: „Wir bieten den ukrainischen Soldatinnen und Soldaten sowie den Ausbildenden vom Heer ein Rund-um-Sorglos-Paket.“ Denn ohne Unterkunft, Verpflegung und Betreuung läuft gar nichts.

Nur auf die Ausbildung konzentrieren

Die Ukrainer stehen unter einem enormen Druck: Sie „fehlen“ an der Front und werden in wenigen Wochen in Deutschland ausgebildet. Damit sie sich während dieser intensiven Zeit vollständig auf ihre Ausbildung konzentrieren können, übernehmen die mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis den „Real life support“ die sogenannte Realversorgung vor Ort, 24 Stunden am Tag, und das sieben Tag die Woche. So sind die Kräfte der Streitkräftebasis ein wichtiger Teil der „European Union Military Assistance Mission Ukraine“ (EUMAM UAEuropean Union Military Assistance Mission Ukraine).

Von A bis Z versorgt

Die Realversorgung ist eine einsatzgleiche Verpflichtung und bedeutet für meine Leute einen 12- bis 16-Stunden-Tag“, berichtet Oberstleutnant Mark Sterk. „Die Einsatzmentalität ist im Camp überall spürbar. Meine Soldatinnen und Soldaten stehen die ganze Zeit unter einer Grundanspannung und versehen ihre Aufgaben mit einer unglaublichen Ernsthaftigkeit. Sie wissen, was davon abhängt.“

Bei Kompaniechef Major Hans aus der 2. Kompanie des Logistikbataillon aus Walldürn laufen alle Fäden zusammen, er verantwortet die Rund-um-Versorgung von A bis Z. Wie der Alltag im Camp der Ukrainer abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wieso Freunde die Feindessprache nutzen, erzählt der Blick hinter die Kulissen: die zehn Stationen der Realversorgung.

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Höchstleistungen im Hintergrund

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  • Weiße Zelte sind in Reihe aufgebaut
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    SCHLAFEN

    Nach ihrer Ankunft auf deutschem Boden werden die ukrainischen Soldatinnen und Soldaten vom Flughafen zu ihren Unterkünften transportiert. Auf dem Truppenübungsplatz warten bereits rund 40 Typ-2-Zelte. Sie bieten Platz für bis zu acht Menschen und sind im Sommer klimatisiert. Aufbau und Camp-Organisation werden von den Spezialpionieren aus Husum übernommen. Dazu gehört neben der Instandhaltung auch das Winterfest-Machen der Zelte. Dafür wird im Herbst der zusätzliche Sonnenschutz entfernt und eine Heizung angeschlossen. Die Ukrainer werden im Kampfverband untergebracht. „Die einzelne Belegung der Zelte regeln die Soldatinnen und Soldaten unter sich“, erklärt Major Hans. „Der Dienstälteste klärt, wer mit wem in einer Unterkunft wohnt.“ Veteranen, die längere Zeit im Camp bleiben, und die ukrainische Militärpolizei beziehen Quartier in befestigten, kasernengleichen Anlagen.

  • Eine frisch geputzte mobile Feldküche. Im Hintergrund grüne Container.
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    ESSEN

    Rund 182.000 Mahlzeiten wurden innerhalb von fünf Wochen auf den Truppenübungsplätzen ausgegeben. Dazu zählen warme Speisen und Lunch-Pakete für unterwegs. Auch hier sind die Spezialpioniere aus Husum mit im Boot und sorgen dafür, dass alle kulinarisch auf ihre Kosten kommen. Gekocht wird im sogenannten Komponentensystem. Das heißt, die Soldatinnen und Soldaten haben Wahlmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es immer eine vegetarische Variante. Gutes Essen hält die Motivation hoch.

    Das weiß auch Major Hans zu berichten: „Die Essenszeiten sind sehr wichtig. Es sind Ruhephase zwischen den einzelnen Ausbildungseinheiten, die Ukrainer brauchen das zum Herunterkommen. Gespräche mit Landsleuten und den deutschen Partnern sind eine gelungene Abwechslung und ein Stück Normalität – essen muss man immer.“ Bereits um 3:30 Uhr beginnt die Küchencrew mit den Vorbereitungen. Frühstück gibt es von 5:30 bis 7:30 Uhr. Um 11:30 Uhr startet der Schnibbel-Marathon fürs Abendessen. Verpflegt werden die Kaserne und das Biwak. Dabei kommen neben einer fest eingebauten Küche auch mobile Feldküchen zum Einsatz. 

    Major Hans hat seine Soldatinnen und Soldaten während der Realversorgung noch einmal richtig kennengelernt und ist beeindruckt vom Engagement seiner Mannschaft: „Viele sind über sich hinausgewachsen und konnten sich ausprobieren. Meine Leute sehen direkt das Ergebnis ihrer Arbeit, und diese sinnstiftende Tätigkeit ist sehr erfüllend. Hier können sie das Erlernte einsatzgleich anwenden, das ist anders als in einer Übung. Es ist allen bewusst, was dahintersteht, und so konzentrieren sie sich auf das Wesentliche.“ Auch Kommandeur Sterk lobt die enorme Dienstfreudigkeit seines Verbands: „Alle sind hochmotiviert und geben mehr als ihr Bestes.“

    Ein Soldat bestückt in einer Großküche die Spülmaschine

    „Im Einsatz ist alles einfacher“, erzählt Major Hans. „Dienstgrade treten in den Hintergrund und der Zusammenhalt ist enger.“ Das merkte der Kompaniechef besonders an seinem Spültrupp, der über sich hinauswuchs und Küchenhilfstätigkeiten übernahm.

    Bundeswehr/Ben Dibowski

  • Eine Tür der Wäschekammer mit Informationen
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    WASCHEN

    Die Streitkräftebasis übernimmt die sogenannte Ein- und Auskleidung der ukrainischen Soldatinnen und Soldaten. Das bedeutet: Vor Beginn ihrer Ausbildung erhalten die Ukrainer Uniformen ohne deutsche Hoheitsbazeichen, außerdem Bettwäsche und Handtücher. Bevor sie in ihre Heimat zurückkehren, geben sie die Ausstattung wieder ab. Dieser Ablauf wird im NATO-Jargon „In- und Outprocessing“ genannt. „Das Outprocessing ist mehr Arbeit“, weiß Major Hans zu berichten. „Wir müssen nach der Abgabe alles auf Vollständigkeit prüfen.“ 

    Während der Ausbildung gibt es einen Wäsche-Service für rund 800 Menschen. Auch darum kümmern sich die mobilen Logistiktruppen. Es gibt Annahme- und Abholzeiten – natürlich sind die Schilder zweisprachig.

  • Ein Finger zeigt auf ein Wort in einem Wörterbuch
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    SPRECHEN

    Die Sprache ist im Camp keine Barriere. Es gibt Dolmetscher, die man bei der Bundeswehr Sprachmittler nennt. Daneben ist Kommunikation mit Händen und Füßen immer möglich. Die jüngeren Ukrainer sprechen auch Englisch. Eine große Hilfe sind deutsche Soldatinnen und Soldaten, die einen russischen Migrationshintergrund haben, denn Russisch war ein Pflichtfach in ukrainischen Schulen. Allerdings war das anfänglich nicht unproblematisch. 

    „Mit befreundeten Streitkräften in der Feindessprache zu kommunizieren, ist für beide Seiten irritierend“, erklärt Oberstleutnant Sterk. „Aber es ist sprachlich ein gemeinsamer Nenner. Damit kein Vertrauensverlust entsteht, haben wir den Ukrainern die Integrität unserer russisch sprechenden Soldatinnen und Soldaten versichert. Das hat gut funktioniert, und die Übersetzungsmöglichkeit wurde dankbar angenommen.“ Dabei gelten feste Regeln: Es werden nur Vornamen genannt, und der Austausch von beispielsweise Handynummern findet nicht statt. Das sind Schutzmaßnahmen für die ukrainischen und deutschen Kräfte. Beide Seiten gehen sehr professionell mit der Situation um und versuchen, Privates zu vermeiden. „Aber wir sind alle nur Menschen. Gespräche sind wichtig für die Verarbeitung des bereits Erlebten“, so Major Hans. „Wenn man sich zwischenmenschlich gut versteht, fällt auch mal ein privates Wort, aber alle halten sich an die Kommunikationsregeln.“

  • Kugelhanteln, Gewichtsplatten und eine Hantelbank auf hellem Holzboden.
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    BETREUEN

    Diese werden auch im sogenannten Betreuungszelt gelebt. Das große Zelt ist das Herz des Camps. Ein Treffpunkt für die Ukrainer zwischen den einzelnen Ausbildungseinheiten und abends. Neben einem Infostand direkt am Eingang gibt es direkt gegenüber den „Tankstop“. Hier können Marketenderwaren erworben werden. Neben Zigaretten und Getränken sind Drogerieartikel des täglichen Bedarfs im Angebot. Im gesamten Camp gilt Alkoholverbot. Deshalb ist die alkoholfreie Gerstensaftvariante sehr beliebt. 

    Zum Ausgleich machen die Ukrainer viel Sport, und das täglich. Dabei sind sie sehr diszipliniert: Nach dem Dienst wird erst Sport getrieben. Dafür stehen im hinteren Teil des Betreuungszelts verschiedene Sportgeräte und Hantelbänke. Wer nach Dienst, Sport, Abendessen und dem Anruf zuhause noch nicht müde ins Bett fällt, kann den Tag mit einer Partie Dart, einem Gesellschaftsspiel, einer Runde Karten oder am Kicker-Tisch ausklingen lassen. „Wenn es das Wetter zulässt, veranstalten wir Grillabende oder schauen zusammen Fußball“, so Major Hans. „Wer so viel Neues lernt, braucht auch Zeit zur Erholung. Gerade bei hoher Anstrengung über einen längeren Zeitraum hinweg ist es wichtig, immer wieder den Kopf frei zu kriegen, um die Motivation nicht zu verlieren.“ 

    Die Altersspanne bei den Ukrainern ist breit: Die Jüngsten sind erst 18 und haben keine Vorerfahrung beim Militär. Daneben gibt es 60-jährige Veteranen. Sie sind oft Vorbilder und helfen mit ihren Erfahrungen den jüngeren Kameradinnen und Kameraden. Doch so unterschiedlich wie das Alter sind auch die Methoden zum Entspannen. Darauf versucht das Betreuungsteam bestmöglich einzugehen.

    • Ein Kickertisch im Vordergrund und eine Dartscheide an der Wand im Hintergrund.

      Kicker ist ein beliebtes Spiel zwischen den einzelnen Ausbildungseinheiten. Viele Ukrainer entspannen abends bei einer Partie Dart.

      Bundeswehr/Susanne Hähnel
    • Eine Theke mit Getränken, Snacks und Drogerieartikeln.

      Der Tankstop – Ein kleiner Marketenderladen am Eingang des Betreuungszeltes. Hier können sich die Ukrainer mit kleinen Snacks, Getränken und Drogerieartikel des täglichen Bedarfs versorgen.

      Bundeswehr/Susanne Hähnel
    • Fünf Soldaten spielen Gesellschaftsspiele an Tischen vor einer Leinwand, auf der ein Musikvideo läuft

      Zusammensitzen, sich unterhalten, Musikvideos ansehen oder eine Runde Karten „kloppen“ – im Betreuungszelt bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Zerstreuung und Entspannung.

      Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Ein blaues ziviles Fahrzeug der Bundeswehr steht an einer Straße mit geöffneter Tür und einem Soldaten darin
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    FAHREN

    Stabsunteroffizier Lutz ist einer der Kraftfahrenden vom Dienst in der Zeit von 7:00 bis 22:00 Uhr. Der Aufgabenbereich umfasst bundesweite Personalfahrten. Ist ein Ukrainer krank und muss zu einem Facharzt, übernimmt sein Team den Krankentransport. Darüber hinaus stehen sogenannte Versorgungsfahrten auf der Agenda. Dabei bringen die Kraftfahrenden die ukrainischen Soldatinnen und Soldaten zu nahegelegenen Supermärkten und Geschäften. Denn der kleine Marketenderladen im Camp hat nur ein begrenztes Sortiment. Auch Ausflüge nach Berlin stehen auf dem Programm. 

    Eine wichtige und schöne Aufgabe sind Fahrten zur Familienzusammenführung. Das bedeutet, der Kraftfahrdienst fährt die Ukrainer und Ukrainerinnen zu ihren Verwandten in Deutschland. Diese lebten zum Teil schon vor dem Krieg hier, aber einige Ehepartner mit Kindern sind auch nach Deutschland geflohen. „Manchmal kommen Familienangehörige auch hierher“, weiß Stabsunteroffizier Lutz zu berichten. „Dann findet das Treffen am Kasernentor statt.“ Da könnte man sich fragen, warum fahren die ukrainischen Kräfte nicht einfach selbst. Auch wenn sie einen Führerschein haben, sind sie nicht ortskundig und sprechen kaum Deutsch. Die Straßenschilder sind teilweise nicht bekannt und zeigen eine unbekannte Schrift. Die Ausbildung ist straff durchgetaktet und die Zeit begrenzt. Deshalb übernehmen Kraftfahrende die unterschiedlichen Fahrten. 

    Die Ukrainer sind sehr zuvorkommend, nett und ruhig“, beschreibt Lutz seine Fahrgäste. Sie sind hier, weil sie es wollen und dankbar für die Ausbildung sowie die Betreuung. Sie wissen, wofür sie kämpfen.“ Die Aufgaben werden am Vorabend verteilt und ungeplante Aufträge spontan organisiert. Die mobilen Logistiktruppen leben maximale Flexibilität – so auch der Kraftfahrdienst. Lutz' Job variiert von Tag zu Tag.

  • Mehrere Soldaten „schrauben“ an einem grünen Panzerteil.
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    VERSORGEN

    Den größten Teil der Ausbildung der ukrainischen Kräfte übernimmt das Heer. Doch auch die Streitkräftebasis leistet neben der Realversorgung einen Beitrag dazu. Da ist zum einen die Versorgung sämtlicher Fahrzeuge mit Kraftstoff über Straßentankwagen zu nennen. Und zum anderen lernen die ukrainischen Kräfte neben dem Panzerfahrtraining, wie sie an der Front einen defekten Leopard 1 so „flicken“ können, dass er abtransportiert und repariert werden kann.

    Die mobilen Logistiktruppen schulen erst die Instandsetzung, dann das Bergen und schließlich den Abtransport. Dieser erfolgt über einen Schwerlasttransporter (SLT). Das wird live mit einem Mammut geübt. Diesen Namen trägt der Koloss zu Recht: Er bringt vollbeladen bis zu 130 Tonnen Gesamtgewicht auf die Waage und ist trotzdem geländegängig. Egal, ob Sand oder Schlamm – Der SLT Mammut transportiert die wuchtigsten Großgeräte der Bundeswehr auf jedem Boden. Die Ausbildung an diesem Riesen verläuft multinational gemeinsam mit dänischen und niederländischen Streitkräften.

    • Mehrere Soldaten in Schlauchschals bereiten einen SLT Mammut vor.

      Der Schwerlasttransporter Mammut beeindruckt mit seiner Größe, Länge und Power gleichermaßen. Trotz der Traglast ist er erstaunlich wendig und transportiert die Schwergewichte der Bundeswehr auf jedem Boden.

      Bundeswehr/Susanne Hähnel
    • Seitenansicht eines SLT Mammut mit seinen vielen, großen Reifen

      Viele und große Reifen mit kräftigem Profil verleihen dem Kraftpaket SLT Mammut seine Geländegängigkeit.

      Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Mehrere Soldaten in Schlauchschals arbeiten an einer defekten Maschine. Rechts steht ein Bergepanzer
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    BERGEN

    Das klingt theoretisch so einfach: Ist der Panzer im Gefecht defekt, wird er schnellstmöglich so instandgesetzt, dass er geborgen und dann abtransportiert werden kann. Aber es geht hier nicht um ein Auto und den Anruf beim Pannendienst. An der Front herrschen stark erschwerte Bedingungen, und abgesehen vom nötigen Fachwissen bringt ein Leopard 1 rund 42 Tonnen auf die Waage – das sind mehr als 32 Kleinwagen. Deshalb müssen die Handgriffe sitzen, damit sie auch unter Gefechtsbedingungen abgerufen und umgesetzt werden können. Ist der beschädigte Leo dann bergefähig, kommt der Büffel ins Spiel: Dieser gewaltige Bergepanzer hat eine Krananlage, mit der er unter Panzerschutz beschädigte Gefechtsfahrzeuge aus der „heißen Zone“ bergen kann. Unter Anleitung erfahrener Spezialisten der mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis können die Ukrainer und Ukrainerinnen diesen Teil der Ausbildung direkt am Gerät üben. Ziel der Trainings: Die ukrainischen Kräfte sollen sich schnell und unkompliziert selbst helfen können.

    Soldaten arbeiten an einer defekten Maschine. Daneben steht ein Bergepanzer Büffel

    Theorie und Praxis: Die ukrainischen Soldatinnen und Soldaten eignen sich erst theoretisches Wissen an, das sie anschließend an einer defekten Maschine anwenden können.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel

  • Ein Traktor fährt Material vor weißen Zelten
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    RICHTEN

    Wenn im Camp etwas kaputt geht oder die Gehwege vom Regen oder Schnee zu matschig geworden sind, koordiniert der Gefechtsstand die Reparatur. Im Fall der Gehwege wurde veranlasst, Platten zu verlegen, um besser laufen zu können. Geräte, die zum Verrichten dieser Arbeiten benötigt werden, besorgt der Kommandokopf ebenfalls. Dazu gehören Gabelstapler oder ein Kran, aber auch kleinere Werkzeuge. Ausgeführt werden die Arbeiten auch hier durch die Spezialpioniere aus Husum. Neben der Mannschaft aus Walldürn rund um Oberstleutnant Mark Sterk sind sie die gute Seele auf dem Truppenübungsplatz. Unter den mehr als dienstfreudigen Soldatinnen und Soldaten herrscht eine gute Stimmung. Alle sind überzeugt vom Auftrag und packen kräftig an.

  • Ein Fahrzeug mit der Aufschrift Wache fährt einen Hügel hinauf
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    WACHEN

    „Morgens die Ersten, abends die Letzten und nachts die Einzigen“, damit fasst Major Hans die Rund-um-Versorgung treffend in Worte. Auch nachts sind seine Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Dort, wo die Ukrainer ausgebildet werden, verstärken sie die zivile Wache. Parallel dazu stellt die Streitkräftebasis auf weiteren Truppenübungsplätzen die ganze Wache. Die Möglichmacher übernehmen hochmotiviert diese zahlreichen Aufgaben für die EUEuropäische Union-Ausbildungsmission. Denn das wichtige Ziel haben alle jederzeit klar vor Augen: Die ukrainischen Steritkräfte mit der Ausbildung in Deutschland fit machen für ihren Verteidigungskampf.

    von Anja Ticheloven  E-Mail schreiben

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