Streitkräftebasis

Munition – aber sicher!

Munition – aber sicher!

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2 MIN
Soldat weist Gabelstapler ein, um ihn herum Munitionskisten.

Arbeit im Munitionsfelddepot: Hauptfeldwebel Robin Franke weist den Fahrer des Umgschlaggeräts ein.

Bundeswehr/Felicia Englmann

Deutsche Experten für Munitionssicherheit im multinationalen Munitionsdepot bei der Übung Capable Logistician in Polen.

Explodieren darf das Depot nicht. Denn dann könnten Trümmerteile über die Baumkronen hinweg bis hinüber zur Wasseraufbereitung fliegen und dort Soldaten töten, verletzen oder wichtige Anlagen beschädigen. Die Munition muss anders gelagert werden, entscheiden die Experten. Sicherheit geht vor – auch wenn die Munitionskisten leer sind. Bei der Übung Capable Logistician geht es um Logistik, und dazu gehören Aufbau und Betrieb eines multinationalen Munitionsfelddepots. Zwei Soldaten der Bundeswehr sind dort als Sicherheitsexperten eingesetzt.

Porträt zweier Soldaten im Feldanzug vor einem Tarnnetz.

Gemeinsam als Sicherheitsexperten bei Capable Logistician: Hauptfeldwebel Robin Franke und Leutnant Jens Kanthack.

Bundeswehr/Felicia Englmann

Capable Logistician („Fähiger Logistiker“) ist eine multinationale Logistikübung. 2019 beteiligen sich daran 30 Nationen, NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mitgliedsländer ebenso wie Länder, die im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden mit der NATONorth Atlantic Treaty Organization zusammenarbeiten. 3.400 Soldatinnen und Soldaten sind dafür auf den Truppenübungsplatz Drawsko Pomorskie in Westpommern gekommen. Die Bundeswehr hat eine Delegation von 54 Soldatinnen und Soldaten der Streitkräftebasis und des Sanitätsdienstes nach Polen entsandt. Gemeinsam Lösungen für den eigenen Fachbereich zu erarbeiten und herauszufinden, wo es vielleicht noch hakt – das ist das Ziel der Übung Capable Logistician.

Luftaufnahme eines von Wald umgebenen Depots.

Das Munitionsfelddepot der Übung Capable Logistician auf dem polnischen Truppenübungsplatz Drawsko Pomorskie.

Bundeswehr/Felicia Englmann

Hauptfeldwebel Robin Franke vom Logistikbataillon 172 in Beelitz hat gleich am ersten Tag auf dem polnischen Übungsplatz die Pflanzen auf den Wällen moniert. Die müssen weg – zu gefährlich. Die trockenen Pflanzen könnten Feuer fangen, direkt neben den Kisten voller Granaten. Franke und sein Kamerad Leutnant Jens Kanthack vom Munitionslager Wermutshausen analysieren und beurteilen die Risiken im Felddepot, und die werden kleiner, wenn die Pflanzen weg sind.

Munitionskisten auf Paletten in einem Depot.

Munitionskisten im Munitionsfelddepot bei der Übung Capabe Logistician.

Bundeswehr/Felicia Englmann

In einem Zelt außerhalb des Walls haben sie während der Übung ihr provisorisches Büro eingerichtet. Hier kalkulieren sie gemeinsam mit einem jordanischen und einem bulgarischen Kameraden die Risiken für verschiedenen Lagerungsarten und verschiedene Vorfälle und Szenarien. Und wo bleiben eigentlich die zusätzlichen Feuerlöscher? Leutnant Kanthack trägt in der Operationszentrale die Ergebnisse der Analysen vor. Der tschechische Leiter des Munitionsfeldlagers entscheidet anhand dessen, wie es weitergeht.

Multinationale Transporte zum Munitionsfelddepot

Ein Feldumschlaggerät lädt Munitionskisten auf einen ungarischen Lkw.

Transport und Ladung von Munition sind Teil der Übung Capable Logistician. Hier ein LkwLastkraftwagen der ungarischen Streitkräfte

Bundeswehr/Felicia Englmann

Schon kommt ein ungarischer Transport um die Ecke gebogen. Bei der Übung Capable Logistician gilt die multinationale Zusammenarbeit nicht nur innerhalb der einzelnen Module, sondern auch modulübergreifend. Soldaten aus dem Modul Transport bekommen Aufträge, Munition ins Depot zu liefern oder dort abzuholen. Liefern sie Munition, müssen die Sicherheitsexperten die Qualität prüfen, bevor die Kisten und Paletten auf einen der Lagerplätze kommen. Der Transport aber soll einige Paletten abholen, so die Papiere. Ein polnischer Soldat wirft schon mal den Motor seines Feldumschlaggeräts, eines großen Gabelstaplers, an. Hauptfeldwebel Franke inspiziert derweil bei einen weiteren Rundgang die Lagerplätze des Depots. Wenn man die Munition getrennt nach Nationen und nochmals getrennt nach Gefahrklassen lagert, sinkt das Risiko für das Modul Wasseraufbereitung jenseits der Bäume. So wird’s gemacht. Dem polnischen Kameraden mit dem Gabelstapler steht einiges an Arbeit bevor.

von Felicia Englmann  E-Mail schreiben

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