Streitkräftebasis

Nach dem Hochwasser als einer der Ersten vor Ort

Nach dem Hochwasser als einer der Ersten vor Ort

Datum:
Ort:
Walldürn
Lesedauer:
2 MIN

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Stabsunteroffizier Walid Osman, 32 Jahre alt – Transportunteroffizier im II. Transportzug der 5. Kompanie des Logistikbataillons 461, hat im Einsatzraum einen Spezialauftrag.

Portraitbild

Erkundet das Katastrophengebiet: Stabsunteroffizier Osman.

Bundeswehr

Stabsunteroffizier Walid Osman ist als Transportunteroffizier ausgebildet, um große Mengen Versorgungs- und Hilfsgüter auch an schwer zugängliche Orte zu bringen. In der Katastrophenregion ist er einer der Ersten, die die Lage in den betroffenen Ortschaften erkundeten. Mit seinem hoch geländegängigen Mercedes-Benz Greenliner fährt er durch das Gebiet und verschafft sich einen Überblick über die Straßenverhältnisse. Der Soldat muss abschätzen, welche Fahrzeuge die Tragfähigkeit der Straße noch zulässt. Die Ergebnisse meldet er an die Operationszentrale. Zeitgleich bedeutet dieser wichtige Auftrag, dass Stabsunteroffizier Osman und seine Kameradinnen und Kameraden des leichten Erkundungstrupps in den vergangenen Tagen meist die ersten in den Ortschaften waren und mit den Folgen der Flutkatastrophe konfrontiert wurden. So entwickelte sich aus dem Auftrag der Straßenerkundung, die ebenso wichtige Aufgabe die Bevölkerung auf die kommende Hilfe vorzubereiten und herauszufinden, welche Hilfsgüter am dringendsten benötigt werden.

Dankbarkeit der Bevölkerung

Aufräumarbeiten

Die Bevölkerung ist für jede Hilfe dankbar.

Bundeswehr

Trotz der besonders fordernden und teilweise belastenden Aufgabe zeigt sich Stabsunteroffizier Walid Osman stolz und nennt vor allem die Dankbarkeit der Bevölkerung als einen ungeahnten Motivationsschub sich dieser Herausforderung zu stellen. „Menschen, die alles verloren haben, bieten einem Essen und Trinken an – das war unglaublich.“ Seit mehreren Tagen ist er nun hier vor Ort am Nürburgring untergebracht, übernachtet auf einem Feldbett in der Boxengasse mit seinen Kameradinnen und Kameraden und stellt eine 24-Stunden Bereitschaft. „Einen richtigen Tagesablauf gibt es nicht – ich stehe zwischen 05:30 Uhr und 06:30 Uhr auf, dann gibt es beim Spieß Frühstück – auch wenn ich nicht so viel esse morgens. Anschließend richtet der Chef ein paar Worte an uns, bevor es die Befehlsausgabe von meinem Gruppenführer gibt.“ Hier wird dann besprochen, was an dem Tag ansteht und was zu erledigen ist. „Der Fortschritt ist erkennbar und es ist toll, davon ein Teil zu sein.“

von Jan-Frederik Dammenhain  E-Mail schreiben

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