Streitkräftebasis

NATO- und EU-weit einzigartig: Übung „Joint Cooperation“ begeistert Teilnehmer aus 24 Nationen auch in der neunten Auflage

NATO- und EU-weit einzigartig: Übung „Joint Cooperation“ begeistert Teilnehmer aus 24 Nationen auch in der neunten Auflage

  • Zivil-Militärische Zusammenarbeit
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Nienburg
Lesedauer:
2 MIN
Menschen haben sich auf einem Platz zu den Buchstaben CIMIC formiert

CIMICCivil Military Co-Operation steht für Civil Military Cooperation

Bundeswehr

Es war die erste „Joint Cooperation“ unter neuem Namen: Erst Ende September wurde aus dem Zentrum für Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr das Multinational CIMICCivil Military Co-Operation Command. Nur wenige Wochen nach der Umbenennung waren mehr als 500 Soldaten und Zivilisten aus 23 Ländern zu Gast in Nienburg. Ihre Mission: Sie alle waren Teilnehmer der weltweit größten CIMICCivil Military Co-Operation-Übung, die die Experten der zivil-militärischen Zusammenarbeit auf gemeinsame Operationen im Ausland vorbereiten soll. Ein Übungsraum von 1800 Quadratkilometern rund um die Landkreise Nienburg und Verden und die Region Hannover, 19 beteiligte Gemeinden, die selbst zum Schauplatz und Akteur wurden, 24 Nationen von Polen über Tschechien zu den USAUnited States of America, 140 Rollenspieler, die mehr als 200 Szenarien in die Übung einspielten und den Teilnehmer zu praktische Erfahrungen für den Einsatz verhalfen – auch im ersten Jahr unter neuen Namen schrieb sich die Erfolgsgeschichte von „Joint Cooperation“ fort.

„Gemeinsames Ziel verfolgen“

Demonstranten mit Plakaten

Freiwillige Rollenspieler: In diesem Szenarien sind Sie auf dem Weg zu einem CIMICCivil Military Co-Operation-Center, vor dem sie protestieren wollen

Bundeswehr/Alyssa Bier

Neben der hohen internationalen Beteiligung ist auch die Unterstützung der Region einzigartig: Die Übungsszenarien finden im öffentlichen Raum, in Behörden und Firmen statt. Bürger und Funktionsträger mimen Rollenspieler in einem fiktiven Szenario, das mögliche Herausforderungen im Auslandseinsatz simuliert. Mit eingebunden waren unter anderem 15 Bürgermeister, die Wasserschutzpolizei, die Johanniter, das Schifffahrtamt Verden und der Flughafen Langenhagen.

Dolmetscherinnen übersetzen

Soldaten und ein Mann in Schutzjacke im Gespräc

Soldaten im Gespräch mit einem Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Verden

Bundeswehr/Alyssa Bier

Der Stolzenauer Ulf Beier nahm zum ersten Mal teil. Seine Aufgabe war es, sich in einem eigens aufgebauten CIMICCivil Military Co-Operation-Center in Steyerberg zu beschweren, dass sein Auto bei einer illegalen Grenzkontrolle beschädigt wurde. „In dem Moment, als ich durch die Tür ging, war ich eine andere Person“, schildert Beier. Für das Rollenspiel brauche man viel Phantasie, sagt er. „Man muss bei jeder Frage, die einem die Soldaten stellen, improvisieren und in kurzer Zeit eine stimmige Antwort geben. Das ist sehr anspruchsvoll“. Beeindruckt war er von der Arbeit der Dolmetscherinnen, die alles simultan übersetzten. Übungssprache ist Englisch. Bei Fackelschein und feierlichen Klängen vom Musikzug der Grafenstadt Hoya endete die Übung jetzt auf dem großen Paradeplatz der Nienburger Clausewitz-Kaserne: Kommandeur Oberst Andreas Timm dankte allen Teilnehmern, Organisatoren und Rollenspielern, die zudem eine Erinnerungsurkunde erhielten. Als Multiplikatoren geben die Soldaten nun die gewonnenen Erkenntnisse in ihren Heimatländern an ihre Kameraden weiter; während für die Angehörigen des Multinational CIMICCivil Military Co-Operation Commands schon bald die Vorbereitungen für Joint Cooperation 2020 starten.

von Ulrich Baade und Jasmin Henning   E-Mail schreiben

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