Streitkräftebasis

Ohne Betriebsstoffnetzwerk läuft nichts im Hochwasser

Ohne Betriebsstoffnetzwerk läuft nichts im Hochwasser

  • Amtshilfe
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Rheinland-Pfalz
Lesedauer:
2 MIN

Oberfeldwebel Dennis Hildebrandt ist mit seiner Gruppe aus der 2. Kompanie des Logistikbataillons 172 aus Beelitz vor Ort am Nürburgring. Als Betriebsstofffeldwebel ist er ein wichtiger Ansprechpartner im Betriebsstoffnetzwerk der eigenen Kräfte, aber auch für die betroffene Bevölkerung in der Ahr-Region.

Ein Soldat vor Paletten mit Kanistern.

Oberfeldwebel Dennis Hildebrandt. In der Ahr-Region ist er ein wichtiger Ansprechpartner im Betriebsstoffnetzwerk der eigenen Kräfte, aber auch für die Bevölkerung.

Bundeswehr/André Zajons

Mit einem großen Spezial-Container samt Zeltaufbau steht Oberfeldwebel Dennis Hildebrandt direkt neben der Haupttribüne am Nürburgring. Vor dem Container stehen unzählige 20 Liter-Kanister. Es herrscht ein reger Betrieb. Er ist eingesetzt als Gruppenführer der Kraftstoffgruppe und für die Kanisterreinigungs- und befüllanalge verantwortlich. Was heißt das genau? Letztendlich stellt Oberfeldwebel Dennis Hildebrandt sicher, dass ein Kanister-Kreislaufsystem im Einsatzraum etabliert wird, um in den betroffenen Hochwasserregionen jedes einzelne Notstromaggregat oder Fahrzeug auch mit der wichtigen Dieselzufuhr zu versorgen. Auf dem Parkplatz, direkt neben dem Feldtanklager der Spezialpioniere aus Husum, steht er rund um die Uhr zur Verfügung.

Dankbarkeit der Bevölkerung und Realeinsatz

Ansicht eines Tanklagers mit Paletten voller Kanister.

Mit Kanistern werden im Hochwassergebiet Aggregate und Fahrzeuge betankt. Dazu werden sie palettenweise an den jeweiligen Einsatzort gebracht.

Bundeswehr/André Zajons

Seine Soldatinnen und Soldaten arbeiten im Zwei-Schicht-System – Tag- und Nachtschicht. „Tagsüber geben wir die Kanister über spezielle Paletten an die Transporteure aus, die sie dann weiter in den Ortschaften verteilen. Nachts müssen wir die Kanister reinigen und vor allem auch wieder neu plakatieren, um die Gefahrgutvorschriften einzuhalten.“, so Oberfeldwebel Hildebrandt. Ist der Bedarf an Kraftstoff ungebremst hoch, entsteht immer wieder die Herausforderung, dass die verteilten Kanister den Weg nicht schnell genug zurückfinden, so dass Oberfeldwebel Hildebrandt selbst mit Fahrzeugen in die Gebiete eilt, um die ausgegebenen Kanister wieder einzusammeln.

„Die Bilder im Einsatzraum sind überwältigend, aber ebenso die Dankbarkeit in der Bevölkerung. Dabei machen wir einfach nur unseren Job“. Ist die Dankbarkeit der Bevölkerung schon genug Grund zur Freude, sieht der Oberfeldwebel aus Beelitz noch einen weiteren Nebeneffekt, den er äußerst positiv bewertet: „Wir haben hier einen Realauftrag, der ganz viel Erfahrung bringen wird. Ich habe hier einen Gefreiten, der vor drei Monaten noch in der Grundausbildung war und jetzt voll eingebunden wird und sehr viel lernt“.

Hand in Hand helfen

Ebenso bezeichnet er die Zusammenarbeit mit anderen Teilen der mobilen Logistikkräfte als äußerst gewinnbringend. „Die Arbeit mit den Spezialpionieren klappt einwandfrei. Im Laufe des Einsatzes haben wir aufgrund der räumlichen Nähe zu den Pipeline-Pionieren eine Optimierung vorgenommen. Wir haben kurzerhand unseren Container, der die Kanister reinigt und befüllt, mit einer knapp 100 Meter langen Pipeline direkt ans Feldtanklager angeschlossen. Keine Ahnung, ob es das schon einmal gab.“ Nach dem gemeinsamen Interview widmete sich Oberfeldwebel Hildebrandt wieder seinen Soldaten.


von Jan Dammenhain  E-Mail schreiben

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