Streitkräftebasis

Umbenennung der Kaserne in Delmenhorst

Umbenennung der Kaserne in Delmenhorst

  • Tradition
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Delmenhorst
Lesedauer:
2 MIN

Seit 1970 hieß die Kaserne in Delmenhorst Feldwebel-Lilienthal-Kaserne. Infolge des Traditionserlasses kamen Zweifel an der Namensgebung auf: Feldwebel Dietrich Lilienthal war ein herausragender Soldat mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, darüber hinaus gibt es kaum Informationen ihn. Deswegen wurde die Liegenschaft in Delmetal-Kaserne umbenannt.

Der Schriftzug „Delmetal-Kaserne“ vor der Hauptwache der Liegenschaft in Delmenhorst.

Der Schriftzug vor der Wache der Delmetal-Kaserne in Delmenhorst betont die Verbundenheit der Bundeswehr mit der Region. Die Umbenennung wurde auch von den Bürgermeistern der umliegenden Kommunen begrüßt.

Bundeswehr/Thomas Krey

In großen Lettern prangt der neue Name am Haupttor der Liegenschaft in Delmenhorst: Sie heißt ab sofort Delmetal-Kaserne. In Anwesenheit von Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, wurde die Umbenennung vollzogen. In seiner Festrede begründete der Inspekteur der SKBStreitkräftebasis die Notwendigkeit dieses Schrittes: Der bisherige Name können vor dem Hintergrund des Traditionserlasses nicht mehr traditionsstiftend wirken. Feldwebel Dietrich Lilienthal, der bisherige Namensgeber, war mit 19 Jahren in die Wehrmacht eingetreten und hatte dort innerhalb weniger Jahre bis zu seinem frühen Tod mit 23 Jahren seine außerordentlichen militärischen Fähigkeiten und soldatische Tugenden unter Beweis gestellt. Darüber hinaus gebe es aber praktisch keine Informationen zu seiner Person, so Generalleutnant Schelleis. Um ihn jedoch auch im Sinne des gültigen Erlasses als für die Bundeswehr traditionsstiftend zu bezeichnen, brauche es nach den Worten des Inspekteurs mehr als die zweifellos bewiesene soldatische Exzellenz des Feldwebel Lilienthals. „Es braucht im Handeln auch den klaren Bezug zu den Werten unseres Grundgesetzes. Und den gibt die Quellenlage zum Wirken Dietrich Lilienthals schlicht nicht her.“

Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, am Rednerpult beim Festakt der Umbenennung.

Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, erklärt beim Festakt die Hintergründe der Umbenennung. Da über den früheren Namensgeber zu wenig bekannt sei, könne dieser Name nicht mehr traditionsstiftend sein.

Bundeswehr/Pascal Pottmeier
Oberstleutnant Torsten Ickert (l) und Generalleutnant Martin Schelleis enthüllen das Namensschild an der Delmenhorster Wache.

Oberstleutnant Torsten Ickert (l) und Generalleutnant Martin Schelleis enthüllen das Namensschild an der Delmenhorster Wache. Aus Feldwebel-Lilienthal- wird Delmetal-Kaserne.

Bundeswehr/Pascal Pottmeier

Oberstleutnant Torsten Ickert, Kommandeur des Logistikbataillons 161 in Delmenhorst, schilderte bei der feierlichen Umbenennung den intensiven Diskussionsprozess, der die Suche nach einem neuen Namen begleitet habe. Aus einer Vielzahl von Namensvorschlägen hatte eine Mehrzahl von Soldatinnen und Soldaten wie auch zivilen Angestellten sich für den Namen Delmetal-Kaserne entschieden. Torsten Ickert: „Der Name der Liegenschaft, in die man jeden Tag rein- und rausfährt, in der man den Großteil seiner Lebens- und Arbeitszeit verbringt, liegt einem am Herzen.“ Der Kommandeur weiter: „Als Angehöriger dieser Kaserne in Delmenhorst identifiziert man sich ganz persönlich mit der Liegenschaft und der Region, in der diese Bundeswehrliegenschaft liegt. Der neue Name wird diese Verbundenheit symbolisch in sich tragen.“ Das Delmetal ist ein Landschaftsschutzgebiet, dass durch den Fluss Delme, den Namensgeber der niedersächsischen Garnisonsstadt Delmenhorst gebildet wird. Die militärischen Traditionen der Kleinstadt reichen bis ins Mittelalter und wurden 1915 wiederbelebt, als ein Landsturm-Ersatzbataillon von Hannover nach Delmenhorst verlegt wurde.

von Andrea Hilscher  E-Mail schreiben

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