Streitkräftebasis

Versorgung auf neuen Wegen

Versorgung auf neuen Wegen

Datum:
Ort:
Osterholz-Scharmbeck
Lesedauer:
2 MIN

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Das Kombimodul - Die Ausbildung zum Materialbewirtschaftungsfeldwebel Streitkräfte, geht im neuen Lehrgang erstmals einen neuen kombinierten Ausbildungsweg. Lange Wartezeiten zwischen den Ausbildungsgängen gehören so der Vergangenheit an.

Soldaten transportieren ein mit einer Schleife versehenes Rad mit einem Gabelstapler.

Das neue Kombimodul ist wie ein Geschenk. Die Trainingsteilnehmenden lernen hier das in der Theorie vermittelte Wissen praktisch anzuwenden.

Bundeswehr/Brian Melzer

Die Ausbildung zum Materialbewirtschaftungsfeldwebel Streitkräfte, kurz: MatBewFw SK, wird erstmals als Kombimodul durchgeführt. Bisher wurde der Lehrgang an der Logistikschule der Bundeswehr, eine Ausbildungsstätte der Streitkräftebasis, in einem Grundlagen- und einem späteren Fachmodul unterrichtet. Durch teilweise lange Wartezeiten zwischen den Ausbildungsgängen mussten Inhalte aufgefrischt werden. Der neue Ausbildungsweg schafft hier Abhilfe. Die Module wurden jetzt so kombiniert, dass Theorie und Praxis verbunden werden und zum Beispiel auf theoretische Abschnitte direkt die praktische Umsetzung im System SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien folgt. Zur Erläuterung: SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien steht für Standard Anwendungssoftware Produkt Familien. SAP ist die weltweit verbreitetste Betriebswirtschaftssoftware in Industrie und anderen Bundesbehörden.

Mehr Effizienz durch Motivation

Durch diese Kombination würde die Ausbildung, so Hörsaalleiter der VI. Inspektion, Oberleutnant Jan Riggers, weitaus nachhaltiger als der bisherige Ausbildungsweg mit zwei getrennten Modulen. „Wir wollen weg von der Power-Point-Frontalunterrichtung, hin zu einer modernen und kompetenzorientierten Ausbildung. Dabei soll der Lehrgangsteilnehmende durch Aktivierung zum eigenständigen und nachhaltigen Lernen und Handeln motiviert werden und Spaß an der Ausbildung haben“, so Riggers. Dies fördere nicht nur die Effizienz, sondern gleichzeitig auch die Motivation. Lernen solle Spaß bereiten. „Dieser Kombilehrgang ist eine hervorragende Lösung, in einem Durchgang alles Notwendige zu lernen und zu festigen“, so Stabsunteroffizier Beyram Bozkurt, ein Lehrgangsteilnehmer.

Durch die vierte Wand

  • Ein Portraitbild eines Soldaten in einer Kaserne.

    Stabsunteroffizier Bozkurt ist begeistert vom Konzept des Kombilehrgangs, da es jetzt zwischen den Ausbildungsgängen keine Wartezeit mehr geben wird.

    Bundeswehr/Brian Melzer
  • Soldaten stehen in einem Materiallager. Ein Soldat erklärt anderen Soldaten etwas.

    Vom Gabelstapler ins Lager. Die einzelnen Schritte und Buchungsvorgänge wurden genau erklärt.

    Bundeswehr/Brian Melzer
  • Zwei Soldaten stehen in einer Grünanlage für ein gemeinsames Portraitbild.

    Oberleutnant Riggers und Stabsfeldwebel Wenzek haben gemeinsam das Konzept des Kombimoduls erarbeitet und integriert.

    Bundeswehr/Brian Melzer

Bei einer Exkursion des zweiten „Pilot-Lehrgangs“ der VI. Inspektion ging es zur nordwestlich von Rotenburg (Wümme) gelegenen Von-Düring-Kaserne. Hier besuchte der Lehrgang das zur Panzerlehrbrigade 9 gehörende Jägerbataillon 91. Ähnlich wie dem Stilelement des Theaters, dem Blick durch die vierte Wand, sollten die Lehrgangsteilnehmenden einen Einblick in die Materialbewirtschaftung und die logistische Aufbauorganisation auf Verbands- sowie Einheitsebene kennenlernen. Hierzu erstellte jeder vor Ort eine Materialanforderung und „begleitete“ diese durch die einzelnen logistischen Stationen der Kaserne. Zum Abschluss durften die Lehrgangsteilnehmenden selbst Hand anlegen und ihre eigene Warenanforderung für den Versand zusammen- und fertigstellen. „Ich habe hier ein noch besseres Verständnis über die notwendigen Prozesse in der Materialbewirtschaftung gewinnen können“, so Bozkurt.


von Brian Melzer  E-Mail schreiben

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