Streitkräftebasis

Wehrbeauftragte besucht Logistikschule der Bundeswehr

Wehrbeauftragte besucht Logistikschule der Bundeswehr

  • Logistik
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Osterholz-Scharmbeck
Lesedauer:
4 MIN

Die Wehrbeauftragte, Dr. Eva Högl, besuchte die Logistikschule der Bundeswehr. Bei vielen Gesprächen mit Soldatinnen und Soldaten erhielt sie einen Eindruck und viele Informationen über die Ausbildung. Ihr Urteil: „Ich habe eine hohe Zufriedenheit wahrgenommen und viel über moderne, großartige Ausbildung und Fortschritt gelernt.“

Die Wehrbeauftragte sitzt an einem Tisch und schreibt etwas auf eine Seite eines Gästebuches.

Das Ausbildungsspektrum und der -umfang seien gewaltig. Die Wehrbeauftragte ist begeistert von Vielfalt und Art und Weise der Ausbildung.

Bundeswehr/Petra Reiter

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages wird als Anwältin der Soldaten bezeichnet. Sie setzt sich für die Wahrung der Grundrechte in der Bundeswehr ein. Lange habe Eva Högl es geplant, jetzt besuchte sie die zentrale Ausbildungseinrichtung für Logistik in der Streitkräftebasis. Der Schulkommandeur, Brigadegeneral Boris Nannt, freute sich, die Wehrbeauftragte zum Besuch seiner Truppe begrüßen zu dürfen: „Wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit nehmen. Neun Stunden, das ist eine gewaltige Zeit.“
Fantastische Stunden habe sie an der Logistikschule der Bundeswehr erlebt. „Ich habe hier sowohl vom Stammpersonal als auch von den Trainingsteilnehmenden einen wirklich guten und praxisnahen Eindruck erhalten. Hier wird hervorragend ausgebildet.“
Eva Högl ist die Ansprechpartnerin für die Truppe. Klar, dass es an diesem Tag viele Gespräche mit Soldatinnen und Soldaten der Logistikschule der Bundeswehr gab.

Besuch Impfzentrum: „Super! Toll! Klasse!“

Die Wehrbeauftragte hinter einer Impfkabine im Gespräch mit einer militärischen Ärztin und einem Soldaten.

Die Impfquote an der zentralen Ausbildungseinrichtung für Logistik in der SKBStreitkräftebasis liege bei 92 Prozent, 1 Prozent sei genesen und 7 Prozent seien nicht geimpft, berichtet Nannt.

Bundeswehr/Petra Reiter

Bevor sich Dr. Eva Högl einen Eindruck von der Ausbildung vor Ort verschaffte, besuchte sie das Impfzentrum. Sie wollte von Nannt wissen, ob es Überzeugungsarbeit zum Impfen zu leisten gab. „Es war vielmehr eine Aufbruchsstimmung. Die Leute wollten wissen, wann es denn losgeht“, erzählt der Schulkommandeur. Eva Högl habe ähnliche Erfahrungen gemacht.
In der Sporthalle der Lucius D. Clay-Kaserne wurden mit Bauzäunen und Möbeln aus dem Bestand der Schule drei Impfkabinen und zwei Ruhebereiche hergerichtet. Bereits Anfang Juni konnte jedem Angehörigen der Schule und darüber hinaus auch Trainingsteilnehmenden, länger dauernder Lehrgänge, ein Impfangebot gemacht werden. Oberstabsärztin Freya Pahling führte die Wehrbeauftragte durch das Impfzentrum und erklärte ihr die Stationen, von der Anmeldung bis zum Ruhebereich.
Eva Högl war beeindruckt und dankbar: „Das ist toll organisiert! Vielen Dank für Ihr Engagement“
An diesem Tag, so erfuhr die Wehrbeauftragte, erhalten fast die letzten Schulangehörigen ihre Zweitimpfung. Danach wird zurückgebaut und die Sporthalle kann wieder als diese genutzt werden.

Ausbildung kosten

Die Wehrbeauftragte steht neben einem Soldaten und schaut zu, wie zwei Soldaten Suppe vom Topf in eine Schüssel füllen.

Im Baustein Verpflegung ist Högl mitten in der Ausbildung und erfährt auch hier hohe Zufriedenheit der Truppe. Die Ausstattung würde kaum Wünsche offen lassen, erzählt Ausbilder Fichtner.

Bundeswehr/Petra Reiter

Nachdem Dr. Eva Högl den Ausführungen Nannts über die aktuellen Trainingszahlen und die Entwicklungen in Bezug auf hybrides Lernen begeistert folgte, ging es in die Ausbildung zum Baustein Verpflegung. An ein bundeswehrtypisches Zelt sind Container angedockt, in denen Essen zubereitet wird. Hier haben die 10 Trainingsteilnehmenden vom sogenannten Fachlehrgang „Verpflegung Soldat Streitkräfte“ ein Mittagessen zubereitet. Während einer kleinen Führung machten leckere Gerüche und der Blick auf die, wie Eva Högl sie nannte, kleinen Kunstwerke Appetit. Die Wehrbeauftragte war begeistert von den lobenden Worten des Oberstabsfeldwebel Ralf Fichtner, Ausbilder hier im Baustein Verpflegung. „Bei den Mängeln, von denen ich oft höre, freut es mich umso mehr zu hören, dass es richtig gut läuft.“

Die Wehrbeauftragte in Mali

Blick auf eine große Halle in der viele Soldatinnen und Soldaten in einer Videokonferenz mit einem Soldaten in Mali sitzen.

Der Besuch des Logistischen Übungszentrums und die Gespräche mit den zukünftigen Kontingentangehörigen seien der Wehrbeauftragten sehr wichtig gewesen. „Nur wer zuhört, kann Dinge wahrnehmen“, sagt sie.

Bundeswehr/Petra Reiter

Unter einsatznahen Bedingungen stellt das Logistische Übungszentrum die fachliche Einsatzvorbereitung des logistischen Personals der Deutschen Einsatzkontingente sicher. Hier werden Übungen für logistische Verbände im Rahmen der Inübunghaltung und verschiedene Handlungstrainings durchgeführt: Derzeit läuft die Kontingentausbildung für die European Union Training Mission Mali (EUTMEuropean Union Training Mission) und die Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali (MINUSMAUnited Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali), der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen. Logistiker für diese Kontingente werden hier im Logistischen Übungszentrum auf ihren Einsatz vorbereitet.
Gerade sprechen die zukünftigen Kontingentangehörigen via Live-Schalte mit Soldatinnen und Soldaten in Mali. Sie sollen sich als Vorbereitung auf ihren unmittelbar bevorstehenden Einsatz aus erster Hand über aktuelle Themen und Projekte informieren. Die Wehrbeauftragte nutzt die Gelegenheit, um ebenfalls Informationen über die Lage vor Ort zu erhalten. Die Kamera schwenkt um und schon ist die Wehrbeauftragte mitten im Gespräch mit Angehörigen der Kontingente EUTMEuropean Union Training Mission und MINUSMAUnited Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali.
„Als Wehrbeauftragte habe ich ein großes Interesse an den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz“ betonte Eva Högl.
Corona habe es ihr leider bislang lediglich ermöglicht, per Mail oder Videokonferenz mit der Truppe im Auslandseinsatz zu kommunizieren. „Danke, dass ich hier live und in Farbe mitbekommen habe, was sie für ihren Einsatz brauchen. Das war einzigartig.“
Die Begeisterung und das Lob der Wehrbeauftragen für die einsatzvorbereitende Ausbildung wurden von einem zukünftigen Kontingentangehörigen bekräftigt: „Wenn ich an meinen bevorstehenden Einsatz in Gao denke, bin ich entspannt, weil ich gut vorbereitet bin.“

Fazit

Soldatinnen und Soldaten sitzen mit der Wehrbeauftragten in einem Containerhöraal im Gespräch.

„Zeit nimmt man sich. Es wird so viel davon verschwendet.“, so die Wehrbeauftragte. Als Ansprechpartnerin der Truppe nahm sie sich besonders viel Zeit für Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten. Hier mit einer Gruppe Unteroffizieren.

Bundeswehr/Petra Reiter

Nach ihrem Rundgang, kurzen Einweisungen und vielen persönlichen Gesprächen, zeigte sich die Wehrbeauftrage des Deutschen Bundestages beeindruckt von dem Facettenreichtum der, wie sie immer wieder betonte, großartigen, modernen Ausbildung an der Logistikschule der Bundeswehr: „Ich rede viel über Versäumnisse. Hier habe ich heute eine hohe Zufriedenheit sowohl beim Stammpersonal als auch bei den Lehrgangsteilnehmenden wahrgenommen. Ich habe viel über Fortschritt und moderne Ausbildung gelernt. Hier ist vieles auf dem richtigen Weg.“

von Kathleen Riediger  E-Mail schreiben

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