Kompanie, Bataillon & Division: Ordnung der Bundeswehr
Einheiten und Verbände: Hierarchie verhilft dem Militär zu klaren Strukturen. Hier werden einige Begriffe einfach erklärt.
Einheiten und Verbände: Hierarchie verhilft dem Militär zu klaren Strukturen. Hier werden einige Begriffe einfach erklärt.
Kern der Bundeswehr sind die Streitkräfte. Sie gliedern sich in den Unterstützungsbereich sowie die vier Teilstreitkräfte: Heer, Luftwaffe, Marine sowie Cyber- und Informationsraum (CIR). Daneben hat die Bundeswehr einige zivile Dienststellen, insbesondere in der Bundeswehrverwaltung.
Die Bezeichnung militärischer Einheiten wurden historisch vor allem durch Heer, Luftwaffe und Marine geprägt. Deshalb unterscheiden sich viele Namen und Strukturen je nach Teilstreitkraft – obwohl die Einheiten häufig vergleichbare Aufgaben erfüllen.
Beim Heer spricht man beispielsweise von Kompanien und Bataillonen, die Luftwaffe hingegen nutzt Begriffe wie Staffel oder Geschwader. Durch die Marine kommen noch zusätzliche Bezeichnungen wie Boote und Schiffe hinzu. Auch für die Verwendung dieser geläufigen Begriffe gibt es in der Bundeswehr genaue Definitionen.
Mit der Brigade Litauen stellt die Bundeswehr erstmals eine komplette Brigade im Ausland auf. 5.000 Männer und Frauen werden dort zukünftig stationiert sein, um zusammen mit anderen NATO-Partnern die Ostflanke des Bündnisses zu stabilisieren.
Für diese Ebene gibt es vier Bezeichnungen, die in Heer, Marine und Luftwaffe genutzt werden. Die Anzahl der Personen variiert stark je nach Teilstreitkraft, Auftrag oder Material – von rund 60 bis 150 Soldatinnen und Soldaten.
Bei der Marine werden Boote und Schiffe als seegehende Einheiten bezeichnet. Zu den Booten gehören Tender, Minenjagdboote, Korvetten oder Flottendienstboote. Schiffe haben eine größere Besatzung und auch eine stärkere Bewaffnung.
Das Unterscheidungsmerkmal ist jedoch das Vorhandensein eines Ersten Offiziers. Er oder sie ist disziplinarisch allen Soldatinnen und Soldaten auf einem Schiff vorgesetzt – bis auf den Kommandanten. Auf Booten der Marine gibt es keinen Ersten Offizier, denn hier fungiert der Kommandant selbst als „Chef“. Alle nicht zur See fahrenden Einheiten wie beispielsweise die Kampfschwimmer oder Marineinfanteristen werden in der Marine als Kompanie bezeichnet. Marineflieger werden als fliegende Einheiten in Staffeln zusammengefasst.
Bis zu 1.200 Soldatinnen und Soldaten bilden den kleinsten, sogenannten taktischen Verband. In ihm sind mehrere Einheiten, also zum Beispiel Kompanien oder Staffeln einer Truppengattung, mit zum Teil unterschiedlicher und sich ergänzender Ausrüstung zusammengefasst.