Auftrag der Reserve

Die Reserve der Bundeswehr bleibt auch in Zukunft für Landes- und Bündnisverteidigung, Heimatschutz sowie Einsätze im Rahmen des internationalen Krisenmanagements unverzichtbar.

Soldat überwindet die Hindernisbahn.
Bundeswehr/PIZ Personal
  • ca. 29.000 Beorderte Reservistinnen und Reservisten

  • ca. 940.000 Dienstleistungspflichtige Angehörige der Reserve

  • ca. 42.700 Übungen im Jahr 2018

Was ist der Auftrag der Reserve?

Personalergänzung und Personalverstärkung

Das veränderte sicherheitspolitische Umfeld erfordert die personelle Verstärkung der Reserve der Bundeswehr. Die Reservistinnen und Reservisten unterstützen die Bundeswehr im gesamten Aufgabengebiet. Zudem schafft die Reserve die Verbindung in unsere Gesellschaft.

Reservistinnen und Reservisten leisten je nach Ausbildung und zeitlicher Verfügbarkeit ihren Beitrag zum Auftrag der Reserve. 


Mittlerfunktion für die Bundeswehr in der Gesellschaft

Die Reserve gewinnt durch die Aussetzung des Grundwehrdienstes an Bedeutung. Jede Reservistin und jeder Reservist trägt Wissen und Informationen über die Bundeswehr in die Gesellschaft.
 

Heimatschutz – „Dienst an der Allgemeinheit“

Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte bieten allen interessierten und geeigneten Reservistinnen und Reservisten Chancen des Engagements. Sie arbeiten Seite an Seite mit aktiven Soldatinnen und Soldaten zusammen, um den Auftrag der Reserve zu erfüllen. Der Aufgabenschwerpunkt Heimatschutz bei Katastrophen und schweren Unglücken stärkt das Prinzip „Dienst an der Allgemeinheit“ (Wir.Dienen.Deutschland.).

Dabei kommt den Soldatinnen und Soldaten der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte ihre Ortskenntnis besonders zugute, denn die Einheiten wurden flächendeckend in ganz Deutschland aufgestellt.

In welche Bereiche gliedert sich die Reserve?

Reservisten bei der Ausbildung Luftverladen von Material zusammen mit einer Hubschrauberbesatzung auf einem Flugfeld.

Das Vorbereiten einer Luftverladung stellt hohe Anforderungen an Mensch und Material um den Auftrag der Reserve zu erfüllen.

Bundeswehr/Jane Hannemann

Beim Einsatz von Reservistinnen und Reservisten bei der Bundeswehr werden drei Kategorien unterschieden:

Die Truppenreserve

Die Truppenreserve verstärkt die aktive Truppe im Heer, in der Luftwaffe, in der Marine, im Sanitätsdienst, in der Streitkräftebasis und im Cyber- und Informationsraum. In den jeweiligen Einheiten gibt es Dienstposten, die ausschließlich durch Reservistinnen und Reservisten besetzt werden.

Die Territoriale Reserve

Die Territoriale Reserve unterstützt die zivil-militärische Zusammenarbeit im Auftrag der Reserve zum Beispiel im Heimat- und Katastrophenschutz. Auch hier sind Dienstposten für die Reserve vorhanden.

Die Allgemeine Reserve

Alle Reservisten und Reservistinnen, denen kein Dienstposten zugewiesen ist, sind in der Allgemeinen Reserve zusammengefasst. Diese können, soweit sie wehrrechtlich verfügbar sind, nach Bedarf und Verfügbarkeit Dienst in der Bundeswehr leisten.

Jede Reservistin und jeder Reservist ist grundsätzlich einer dieser Kategorien zugeordnet. Ein Wechsel zwischen den Kategorien, abhängig von den individuellen Lebensumständen, ist jederzeit möglich.

Wie groß ist die Reserve?

Derzeit leisten etwa 28.000 Reservistinnen und Reservisten Dienst in regelmäßigen Übungen.

Der Bedarf der Bundeswehr an Reservistinnen und Reservisten für den Auftrag der Reserve liegt bei rund 60.000. Im Bundeshaushalt sind die erforderlichen Mittel für Reservistendienstleistungen eingestellt. Für das Jahr 2019 konnten durchschnittlich 4.200 Reservistinnen und Reservisten pro Tag über das gesamte Jahr Dienst leisten. Diese Zahl soll bis 2020 auf 4.500 steigen.

Jedes Jahr scheiden rund 15.000 gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten aus dem aktiven Dienst aus. Die Bundeswehr versucht, sie durch Angebote für den freiwilligen Reservistendienst zu gewinnen.

Wer ist Reservistin oder Reservist?

Symbolbild: Ein Reservist sitzt an einem Schreibtisch auf dem ein Helm liegt.

Auch Ungediente können Reservistin oder Reservist werden.

Bundeswehr/Jessica Leopold

Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr sind frühere Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Sie führen ihren in der Bundeswehr erworbenen Dienstgrad mit dem Zusatz „der Reserve“. Dies gilt nicht, wenn ihnen ihr Dienstgrad aberkannt wurde oder nur vorläufig verliehen worden ist.

Auch Zivilisten können Reservistin oder Reservist werden. Hierzu müssen sie eine entsprechende Laufbahnausbildung der Reserve durchlaufen. Diese wird unter anderem auch als Blockausbildung über mehrere Wochenenden angeboten. Mit einem Hochschulabschluss ist auch ein Seiteneinstieg mit höherem Dienstgrad möglich. Um Reservistin oder Reservist zu werden, muss man die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und sich einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen.

Sie wollen sich in der Reserve der Bundeswehr engagieren?

Sie haben Fragen rund um die Reserve oder interessieren sich für die Reservistenarbeit in einen bestimmten Bereich der Bundeswehr? Informieren Sie sich direkt hier!

Ein Reservist sitzt Hände schüttelnt am Tisch

Reservist werden

Wie kann ich mich in der Reserve engagieren?

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