Rettungsschwimmen

Militärweltmeisterschaften
(c) 2010 Bundeswehr / Ströter

Rettungssport: Kombination aus Laufen, Schwimmen, Tauchen und Retten mit unterschiedlichen Hilfsmitteln

Rettungsschwimmen ist im Militärsportverband CISMConseil International du Sport Militaire seit Jahren fest verankert. Es werden sowohl Pool-, als auch Ocean-Disziplinen ausgetragen. Dabei gilt das Regelwerk des internationalen Rettungsschwimmverbandes (ILS) Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellt als Spitzenverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Nationalmannschaft im Rettungsschwimmen. Dazu unterhält die DLRG ein Leistungskadersystem.

Ein Schwimmer schwimmt mit einer Puppe im Schlepptau

Sportsoldat Hauptgefreiter Anil Sezen übt die Disziplin 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter im Rahmen der Rettungsschwimmer-Ausbildung in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf.

Bundeswehr / Bienert

Aus der humanitären Idee, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen und auszubilden, entwickelte sich der Rettungssport. Zwei Arten werden hierbei grundsätzlich unterschieden: Die Pool- oder Indoordisziplinen (in Hallenbädern) und die Ocean Events (in Freigewässern).

Pool-Disziplinen:

A) Einzel

  • 200m Hindernisschwimmen
  • 50m Retten einer Puppe
  • 100m kombinierte Rettungsübung
  • 100m Schwimmen und Retten mit Flossen
  • 100m Retten mit Flossen und Gurtretter
  • 200m Super Liversaver

B) Team

  • 4x50m Gurtretterstaffel
  • 4x25m Puppenstaffel
  • 4x50m Hindernisstaffel

Ocean-Disziplinen:

A) Einzel

  • Surf Race (Brandungsschwimmen)
  • Board Race (Rettungsbrettrennen)
  • Surf Ski Race (Rettungsskirennen)
  • Oceanwoman/Oceanman (Rettungstriathlon)
  • Beach Flags
  • Run Swim Run

B) Team

  • Rescue Tube Rescue (Retten mit Gurtretter)
  • Board Rescue (Retten mit Rettungsbrett)
  • Ocean Men/Women Relay, Taplin Relay (gemischte Rettungsstaffel)

Sportpadler kämpfen sich durch die Wellen.

Joshua Perling (mitte, blaues Trikot) in perfekter Technik mit dem Rettungsski durch die Welle

Bundeswehr / Eigen

Gefordert und trainiert werden Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination. Neben herausragenden schwimmerrischen Fähigkeiten, ist oft das Beherrschen der Rettungsgeräte (zum Beispiel Gurtretter oder Rettungsbrett) entscheidend über Sieg und Niederlage. Insbesondere bei den Ocean-Disziplinen sind taktische und kognitive Fähigkeiten im Umgang mit den Naturgewalten wie Wellen und Strömungen gefragt.

Die Auswahlmannschaft der Bundeswehr umfasst zurzeit einen Kader von 12 Soldaten und Soldatinnen. Das Team besteht sowohl aus Spitzensportlern der Sportfördergruppen als auch aus Angehörigen der verschiedenen Teilstreitkräfte.

Zur Vorbereitung auf eine erfolgreiche Saison werden im Bedarfsfall gemeinsame Trainingsmaßnahmen durchgeführt. Hierbei liegt der Schwerpunkt, neben der Leistungssteigerung, auf dem Training der technischen und taktischen Fähigkeiten im Team.

Bei den Militärweltmeisterschaften 2016 in Halmstad (SWE) schnitt das deutsche CISMConseil International du Sport Militaire-Team im Rettungsschwimmen als beste Nation mit herausragenden Einzel- und Mannschaftsleistungen ab.

Ein Schwimmer schleppt eine Puppe durchs Wasser

CISMConseil International du Sport Militaire Militärweltmeisterschaften im Schwimmen und Rettungsschwimmen. Marcel Hassemeier im Finale über 200m Superlifesaver.

Bundeswehr / Ströter

Wie komme ich ins Team?

Als Qualifikation für das Team gilt die aktuelle B-Kader-Norm der DLRG.

Bitte schicken Sie eine E-Mail mit den folgenden Angaben an den Teammanager:

  • Dienstgrad, Name, Vorname
  • Erreichbarkeit
  • Heimat-Verein
  • Erfolge/ Bestzeiten

Kontakt

Links

Weitere Themen