Skisport

Ein Biathlet der gerade sein Gewehr nachlädt.
Bundeswehr / Bier

Skisport – Nach dem Winter ist vor dem Winter

Unter dem Überbegriff Skisport vereint die deutsche Delegation im CISMConseil International du Sport Militaire die Kernsportarten Skilanglauf, Alpin und Biathlon zu einer Gesamtmannschaft. Neben den drei Kerndisziplinen können bei Meisterschaften zusätzliche Wettkämpfe aus weiteren Skidisziplinen durchgeführt werden, wie zum Beispiel Ski-Orientierungslauf oder Ski-Bergsteigen. Alle Wettkämpfe werden nach den Regeln der FIS"Islamischer Staat" (Internationaler Skiverband) und der IBU (Internationale Biathlon Union) sowie nach den Regeln der IOF (Internationaler Orientierungsverband) und der IMSF (Internationaler Verband Ski-Bergsteigen) durchgeführt.

Kurzporträt der Kerndisziplinen

Skilanglauf:

Zwei Biathletinnen im Zweikampf

Mit Blick nach vorne ließ Stabsgefreiter Eichhorn ihre Konkurrentinnen hinter sich und sichert sich den CISMConseil International du Sport Militaire-Weltmeistertitel.

Bundeswehr / Döhring

Teamsprint 
Männer und Frauen; Zwei Laufende pro Nation laufen abwechselnd eine Runde. Jeder Läufer oder jede Läuferin muss drei Runden absolvieren. Streckenlänge pro Runde circa 1 km bis 1,5 km.

Ausdauerlauf
15 km für Männer und 10 km für Frauen; Die Auslosung der Startreihenfolge (Startgruppen) erfolgt nach der FIS"Islamischer Staat" Punktestand. Der Start erfolgt im Regelfalle im 30 Sekunden Intervall. Es siegt der Sportler oder die Sportlerin mit der schnellsten Zeit. 

Alle Wettkämpfe werden im Freien Stil durchgeführt. Für jeden Einzelwettkampf gibt es eine Teamwertung/Nationenwertung. 

Alpin:

Ein alpiner Skifahrer während der Abfahrt.

Skirennläufer und Sportsoldat Gefreiter Fabian Graz nimmt am Slalom der Herren teil im Rahmen der dritten CISMConseil International du Sport Militaire Winter World Games 2017 in Sochi/Russland, am 25.02.2017.

Bundeswehr / Bier

Im Bereich Alpin werden für Männer und Frauen die Disziplinen Slalom oder Riesenslalom je nach den natürlichen Gegebenheiten des Ausrichterstandortes durchgeführt. Es finden zwei Wertungsläufe statt, wobei die Rennläuferinnen und Rennläufer im zweiten Lauf in umgekehrter Reihenfolge des Zwischenergebnisses, das heißt starten. Gemäß gültigen Regularien kann jedoch von dieser Variante bei schlechten Witterungs- und Pistenverhältnissen abgewichen werden.

Wie im Bereich Skilanglauf gibt es für jeden Einzelwettkampf eine Teamwertung/Nationenwertung. 

Biathlon:

Eine Sportlerin lädt gerade ihr Gewehr nach.

Die Sportsoldatin Hauptgefreiter Anna Bömmel während des Biathlon-Trainings bei der 3. CISMConseil International du Sport Militaire Winter World Games in Sochi, Russland.

Bundeswehr / Bier

Mixed Staffel
Der Wettkampf wird über eine Distanz von 2 × 6 km für Frauen und 2 × 7,5 km für Männer ausgetragen, wobei je zwei Positionen von Frauen und Männern besetzt werden. Die Schießprüfung umfasst ein Liegend- und ein Stehendschießen. Den Biathletinnen und Biathleten stehen maximal drei Nachladepatronen zur Verfügung, um beim ersten Mal nicht getroffene Scheiben doch noch treffen zu können. Für jede dann nicht getroffene Scheibe, muss eine zusätzliche Strafrunde gelaufen werden.

Sprint
10 km für Männer und 7,5 km für Frauen; Die Auslosung der Startreihenfolge (Startgruppen) erfolgt nach dem IBU Punktestand. Der Sprint besteht aus drei Runden und zwei Schießeinlagen. Die Biathletinnen und Biathleten starten einzeln im 30-Sekunden Abstand hintereinander. Nach der ersten Runde wird einmal liegend, nach der zweiten Runde einmal stehend geschossen. Für jeden Fehlschuss muss eine circa 150 m lange Strafrunde gelaufen werden.

Militärpatrouillenlauf
Die Distanzen, 20 km für Männer und 15 km für Frauen, sind auf vier Runden aufgeteilt. Der Patrouillenlauf ist ein Mannschaftswettkampf. Eine Militärpatrouille besteht aus vier Soldaten, wobei ein Patrouillenführender (Unteroffizier / Unteroffizierin) ohne Gewehr und drei Soldaten oder Soldatinnen (Unteroffiziere und Unteroffizierinnen oder Mannschaftssoldaten und Mannschaftssoldatinnen) mit Gewehr festgelegt werden. Die gesamte Distanz muss geschlossen im Team absolviert werden. Gestartet wird in Gruppen im 1 min oder 2 min Abstand. Bei den drei Schießeinlagen (liegend, stehend, liegend) gibt der Patrouillenführende das Kommando zum Schuss. Für jeden Fehlschuss muss eine circa 150 m lange Strafrunde gelaufen werden. Während des Rennens, mit Ausnahme Start- und Zielbereich sowie Schießstand, kann der Gewehrtragende gewechselt werden.

Der Militärpatrouillenlauf findet immer am Ende der Wettkampfwoche statt und ist zugleich der Höhepunkt und Abschluss des sportlichen Events. Wie bereits in den vorangegangenen Bereichen genannt, gibt es für jeden Einzelwettkampf eine Teamwertung/Nationenwertung. 

Vier Biathleten in einer Gruppe gemeinsam unterwegs.

Mit der Biathlon-Patrouille bei der Militär-Skisport WM 2018 belegte die deutsche Mannschaft mit OF Erik Lesser, OF Lucas Bögl, SU Matthias Dorfer und HG Justus Strelow den zweiten Platz.

Bundeswehr / Fiedler

Wie komme ich ins Team?

Die Auswahl und Besetzung des jeweils teilnehmenden Mannschaft erfolgt nach dem Leistungsprinzip durch den Teammanager Skisport in enger Abstimmung mit dem DSV (Deutscher Skiverband) anhand der FIS"Islamischer Staat" Punkteliste im Bereich Langlauf und Alpin beziehungsweise der IBU Rangliste im Bereich Biathlon. In der Regel werden die, in den Sportfördergruppen der Bundeswehr, bereits dienenden Sportsoldatinnen und Sportsoldaten mit Kaderstatus A bis C/D Kader eingesetzt. Es werden keine Sichtungs- bzw. Trainingslehrgänge durchgeführt.

von Markus Meißgeier  E-Mail schreiben

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