Goldmedaille und Weltrekord für Bahnrad-Vierer!

Goldmedaille und Weltrekord für Bahnrad-Vierer!

  • Olympia
  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Tokio
Lesedauer:
2 MIN

Der Bahnrad-Vierer der Frauen mit drei Sportsoldatinnen der Bundeswehr im Team, sorgte für den ersten deutschen Olympiasieg im Izu Velodrome und es ist sogar ein Weltrekord.

$ Radfahrer aufeiner Rennbahn

Eine Goldmedaille für das Team bestehend aus: Hauptfeldwebel Lisa Brennauer, Hauptgefreiter Franziska Brauße, Stabsgefreiter Lisa Klein und Mieke Kröger.

AFP/Odd Andersen

Der Bahnrad-Vierer der Frauen sorgt für den ersten deutschen Olympiasieg im Izu Velodrome. Und noch dazu: ein neuer Weltrekord. Nach ihrer schier unglaublichen Triumphfahrt kamen Lisa Brennauer und Co. noch auf dem Rad aus dem Jubeln kaum heraus. Die Goldmedaille und dazu die verrückte Weltrekordshow – einfach unglaublich. Der deutsche Bahnrad-Vierer sorgte in der Mannschaftsverfolgung für einen historischen Erfolg. Es war der erste Olympiasieg eines deutschen Frauen-Teams in der Königsdisziplin des Bahnradsports, und das auf eine unnachahmliche Art und Weise.

Bereits im Vorlauf hatte das deutsche Quartett einmal mehr einen Weltrekord aufgestellt. Im überraschend einseitigen Finale ließen Hauptfeldwebel Lisa Brennauer, Hauptgefreiter Franziska Brauße, Stabsgefreiter Lisa Klein und Mieke Kröger keine zwei Stunden später dann in 4:04,242 Minuten eine weitere Weltbestmarke, die dritte insgesamt, folgen und damit Olympiasieger Großbritannien hinter sich. Sie holten die erste Goldmedaille für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) bei den Wettkämpfen im Izu Velodrome.

„Oh mein Gott, in was für einer Zeit. Ich hätte niemals gedacht, dass das in den Mädels überhaupt steckt. Sie vermutlich vor ein paar Monaten auch nicht„, sagte die zweimalige Olympiasiegerin Kristina Vogel in ihrer Rolle als ZDF-Expertin: „Es ist fantastisch, was sie für eine Leistung gebracht haben. Das ist unfassbar.“

Genau das hatten sich die vier deutschen Frauen zuvor ausgemalt. „Träumen darf man immer„, hatte Brennauer am Vortag gesagt, als sie gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen in der Qualifikation den fünf Jahre alten Weltrekord von Großbritannien um fast drei Sekunden unterboten hatte. Doch der sollte nicht lange Bestand haben. In der Mannschaftsverfolgung, bei der die Frauen erst seit 2012 in London olympische Medaillen gewinnen können, hatte ein deutsches Frauen-Team noch nie Edelmetall holen können. Das deutsche Team übertrumpfte mit dem Erfolg bereits am zweiten Wettkampftag die enttäuschende Bilanz von den Spielen 2016. In Rio hatte der BDR lediglich einmal Gold und einmal Bronze gewonnen, im weit außerhalb Tokios gelegenen Izu steht neben dem Olympiasieg des Vierers auch die Silbermedaille von Lea-Sophie Friedrich und Emma Hinze im Teamsprint zu Buche.

Die deutsche Mannschaft gewinnt die Goldmedaille beim Bahnradfahren der Frauen in der Mannschaftsverfolgung.

Die deutsche Mannschaft gewinnt die Goldmedaille beim Bahnradfahren der Frauen in der Mannschaftsverfolgung.

AFP/Greg Baker


von SID ml er cp   E-Mail schreiben
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