Paralympics: Medaillenregen und Abschlussfeier

Paralympics: Medaillenregen und Abschlussfeier

  • Spitzensport
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Japan
Lesedauer:
2 MIN

Mit einer bunten, modernen und fröhlichen Abschlussfeier endeten die 16. Paralympischen Spiele 2020 in Tokio. Wegen Corona mit strengen Hygieneregeln, ohne Zuschauer und entsprechend weniger Emotionen – dafür aber mit einer erneuten Leistungs-Explosion. Das Team Deutschland Paralympics präsentierte sich sympathisch, authentisch und erfolgreich.

Paralympics-Sportler

Das Team Deutschland Paralympics Tokio 2020.

DBS

Die zweifache Medaillengewinnerin im Sportschießen Natascha Hiltrop, die der Sportfördergruppe Bruchsal angehört, trug voller Ehrfurcht und durch ein Spalier aus Athletinnen und Athleten die Schwarz-Rot-Goldene Fahne ins National Stadion von Tokio. Am letzten Wettkampftag sicherte sie sich Platz fünf im Mixed mit dem Kleinkaliber liegend (R6). In der Qualifikation erreichte sie sogar einen neuen Weltrekord. Nach Gold im Luftgewehr liegend (R3) und Silber im Dreistellungskampf der Para-Sportschützinnen (R8) verfehlte sie bei ihrer dritten Finalteilnahme in Tokio nur knapp ein weiteres Edelmetall.

Nochmal alles gegeben

Ein Para-Sportler auf der Tartanbahn mit Deutschlandfahne.

Felix Streng sprintete am Samstag zu Silber über 200 Meter und war mit seiner Leistung erstmal nicht ganz zufrieden.

AFP/Kazuhiro NOGI

Auch die anderen, durch die Bundeswehr geförderten Sportlerinnen und Sportler gaben zum Spielende noch einmal alles. Felix Streng aus der Sportfördergruppe Köln sprintete am Samstag zu Silber über 200 Meter, konnte sich darüber im ersten Moment aber nicht freuen. Er wollte nach seinem famosen Vorlauf und dem 100-Meter-Gold im Rücken unbedingt einen zweiten Paralympics Sieg und sich zum Sprintkönig von Tokio küren. Im Vorlauf hatte er schon nach 150 Metern das Tempo rausgenommen und war dennoch in starken 21,98 Sekunden ins Ziel gekommen. Doch im Finale am Abend machte ihm 100-Meter-Silbermedaillengewinner Sherman Guity Guity einen Strich durch die Rechnung.

Die Bundeswehr fördert Parasportler

Blick ins Stadion bei der Abschlussfeier der Paralymoics in Tokio.

Die Abschlussfeier am Sonntag war ein buntes und fröhliches Spektakel.

AFP/Charly TRIBALLEAU

Dem großen Druck getrotzt und ein wichtiges Zeichen für Inklusion gesetzt hat auch Bundeswehrsportler Markus Rehm. Er lieferte in Tokio ab und sprang bei seinem dritten Weitsprung-Gold in Serie nur so weit, wie er musste. Und doch zeigte er nach seinem verwehrten Olympiastart einmal mehr, zu was Behindertensportler zu leisten im Stande sind. Die Weite des Olympiasiegers hätte er allerdings schon gerne geknackt. Afghanistan-Veteran Tim Focken holte zwar keine Medaille und scheiterte bereits in der Qualifikation, der erste deutsche Kriegsversehrte bei den Paralympics gewann aber dennoch. Seine Geschichte ließ rund um die Sommerspiele und während der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan aufhorchen. Bereits die Teilnahme des Schützen ist aller Ehren wert.

Blick in die Zukunft

Portrait einer Sportlerin.

Unsere Bundeswehr-Sportlerin Natascha Hiltrup war am Sonntag stolze Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier in Tokio.

DBS

Die erfolgreichsten deutschen Sportler der Spiele waren frische Gesichter: Jana Malunke, sie holte mit dem Dreirad sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen Gold und Natascha Hiltrop sowie Felix Streng. Die Bilanz geht in Ordnung, wenn gleich deutlich kleinere Nationen wie die Niederlande oder Aserbaidschan Deutschland abhängten: 13 Gold-, 12 Silber- und 18 Bronzemedaillen, Platz 12 im Nationenranking. Im Vergleich zu Rio sammelten die deutschen Athletinnen und Athleten in Tokio 14 Medaillen weniger. Die nächsten Spiele finden 2022 in Beijing statt.

von jk mk cp   E-Mail schreiben

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