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Hilfseinsätze der Bundeswehr der letzten Jahre

Deutschland, 08.09.2016.

In der Nacht zum 17. Februar 1962 kommt die Flut. Orkanböen drücken das Elbwasser mit ungeheurer Wucht von der Mündung zurück in Richtung Hamburger Hafen. Hunderte Menschen sterben, Tausende werden obdachlos. Beim ersten großen Katastropheneinsatz der Bundeswehr kämpfen die Soldaten gegen die Naturgewalt und bleiben als „Rettende Engel” in den Köpfen der Menschen. Seitdem hilft die Bundeswehr in Deutschland immer wieder in Notlagen.

Soldaten räumen Schnee
Schaufeln gegen die Zeit: Die tonnenschwere Last muss runter von den Dächern. (Quelle: Bundeswehr/Jonas Weber)Größere Abbildung anzeigen

Neben Einsätzen zu humanitären Zwecken oder Kampfeinsätzen im Ausland hilft die Bundeswehr in Deutschland bei schweren Unfällen oder Naturkatastrophen: Eine Auswahl der jüngsten Einsätze seit 1990.

Januar 2019: Schnee-Einsatz in Bayern

Zu Beginn des Jahres 2019 versinkt der Freistaat Bayern in Schneemassen. Rund 2.500 Soldaten und Mitarbeiter der Bundeswehr sind im Einsatz. Sie räumen circa 13 Kilometer Straßen und befreien insgesamt 220.000 Quadratmeter Dachflächen von der tonnenschweren, nassen Last.

Frühjahr 2016: Hochwasser in Bayern

Rund 100 Soldaten helfen nach der Hochwasserkatastrophe in Simbach am Inn bei den Aufräumarbeiten, um Versorgungsleistungen wie Wasser, Gas und Strom sicherzustellen.

seit 2015: Flüchtlingshilfe

In ihrem bisher längsten Unterstützungsauftrag im Inland unterstützt die Bundeswehr die Länder und Kommunen in der Flüchtlingshilfe und verschafft ihnen Zeit, um Strukturen und die nötige Personaldecke aufzubauen, die zur Bewältigung der Aufgabe gebraucht wird.

Frühjahr 2014: Unwetter in Nordrhein-Westfalen

Insgesamt helfen 240 Soldaten der Bundeswehr nach dem schweren Unwetter im Raum Düsseldorf bei den Aufräumarbeiten.

Frühjahr 2013: Hochwasser an Elbe und Donau

Wieder berichten die Medien von einem „Jahrhunderthochwasser“. Wieder sind vor allem die Gebiete an Elbe und Donau betroffen. Wieder ist die Bundeswehr im Einsatz – dieses Mal mit fast 20.000 Soldaten.


Sommer 2009: Erdrutsch in Nachterstedt

Bundeswehrpioniere erkunden vom Rand der Unglücksstelle aus die Möglichkeiten zur Bergung von drei Verschütteten.

Winter 2007: Orkan „Kyrill”

Die Bundeswehr ist mit Bergepanzern im Einsatz, um Straßen frei zu räumen.

Winter 2006: Vogelgrippe

Insgesamt sind rund 340 Soldaten beteiligt: ABC-Abwehrsoldaten, Panzergrenadiere, Sanitätssoldaten, Ärzte und Veterinäre.

Winter 2006: Schneekatastrophe in Bayern

Insgesamt 437 Soldaten sind allein im Landkreis Regen eingesetzt, rund 2.000 im gesamten ostbayerischen Schneechaos. In stundenlanger und schweißtreibender Arbeit befreien sie die Dächer vom Schnee und tragen dabei bis zu zwei Meter hohe Schneewände ab.

Sommer 2005: Hochwasser in Bayern

Soldaten der Bundeswehr helfen mit Sandsäcken bei der Eindämmung des Hochwassers.

Sommer 2005: Haus-Explosion in Höxter

Rund 80 Soldaten sind mit vor Ort und helfen bei den Rettungsarbeiten.

Sommer 2002: Hochwasser an Elbe und Donau

Die Bundeswehr stellt 44.000 Soldaten zur Verfügung. Es ist der bislang größte Katastropheneinsatz in ihrer Geschichte.


Winter 1999: Lawinenunglück in Aschau in den Chiemgauer Alpen

Die Bundeswehr unterstützt bei der Suche nach Verschütteten mit 60 Soldaten.

Sommer 1998: Bahnunglück in Eschede

190 Soldaten sind mit drei Bergungspanzern, drei Transall-Transportflugzeugen und 18 Hubschraubern im Einsatz.

Sommer 1997: Hochwasser an der Oder

Über 30.000 Soldaten sind an der Bekämpfung des Hochwassers und seinen Auswirkungen beteiligt. Mehr als acht Millionen Sandsäcke werden mit circa 177.000 Tonnen Sand und Kies von THW, Bundesgrenzschutz, Feuerwehren, zivilen Hilfsorganisationen und der Bevölkerung gefüllt. Die Bundeswehr ist mit mehr als 3.000 Fahrzeugen und Spezialmaschinen im Einsatz. 50 Bundeswehr-Hubschrauber befördern in über 2.700 Flugstunden rund 2.000 Personen und etwa 3.500 Tonnen Material.

Winter 1995: Hochwasser an Rhein, Mosel, Saar und Nahe

Die Bundeswehr unterstützt die Bevölkerung mit Schlauchbooten und Spezialfahrzeugen.

Winter 1993: Hochwasser in Koblenz

Soldaten helfen bei der Evakuierung der Bevölkerung.


Alle Hilfeleistungen bei Naturkatastrophen durch die Bundeswehr erfolgen stets im Rahmen der Amtshilfe. In mehreren Hochwassereinsätzen half die Bundeswehr bisher der Bevölkerung bei der Bekämpfung der Fluten und deren Auswirkungen.


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Stand vom: 04.04.2019 | Autor: Frank Bötel/Maria Hagedorn


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