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Mission beendet

Air Policing in Rumänien erfolgreich übergeben

Nach acht Monaten und 35 Alarmstarts beendet die Luftwaffe ihren Einsatzauftrag beim enhanced Air Policing South in Rumänien. Etwa 170 Soldatinnen und Soldaten haben rund um die Uhr einen Beitrag zur Sicherheit an der NATO-Ostflanke geleistet. Nun übernimmt die britische Royal Air Force die Sicherung des Luftraums.

Ein Eurofighter startet mit Nachbrenner von der MK Airbase

Regelmäßig wurde die aus zwei bewaffneten Eurofightern bestehende deutsche Alarmrotte zu Abfangeinsätzen alarmiert. Die Kampfjets waren in die Bündnisverteidigung an der NATO-Ostflanke integriert.

Bundeswehr/Marc Tessensohn

„Heute blicken wir mit Stolz auf die in den letzten Monaten geleistete Arbeit zurück“, sagt Oberstleutnant Andreas Beckmann bei der Übergabezeremonie am 31. März 2026. Der deutsche Kontingentführer hat wenige Minuten vorher den Einsatzauftrag über das enhanced Air Policing South (eAPS) an die Royal Air Force übergeben, die nahtlos von der Luftwaffe übernahm.

 „Seit August 2025 war die Bundeswehr hier in Rumänien präsent und hat einen Beitrag zur NATO-Bündnisverteidigung geleistet. Ob bei Sonne, Wind, Regen oder Schnee waren die deutschen Soldatinnen und Soldaten auf der MK Airbase und haben hart für unsere 24/7-Einsatzbereitschaft gearbeitet.“ Diese Arbeit hat sich gelohnt: Insgesamt 35 Mal wurde die Eurofighter-Alarmrotte alarmiert, oftmals mitten in der Nacht.

Mehr als nur Fliegen

„Um einen solchen Einsatz durchhaltefähig zu ermöglichen, braucht es mehr als nur Kampfjets und Piloten“, verdeutlicht der Kontingentführer. Damit der Alarmstart im Ernstfall binnen 15 Minuten gelingt, arbeiten am Boden Dutzende Warte und Techniker wenn nötig bis mitten in der Nacht daran, die Flugzeuge einsatzbereit zu halten. 

Experten für die Bewaffnung, Triebwerke, Hydraulik, Bordsysteme und viele mehr standen mit ihrem Fachwissen dafür in Rumänien zur Verfügung. Brandschützer der Luftwaffe stellten sicher, dass bei einem Notfall Lösch- und Rettungsarbeiten in wenigen Minuten anlaufen hätten können. Objektschutzkräfte und Feldjäger waren für die Sicherheit zuständig. Logistik, Nachschub und Transport hielten den Betrieb routiniert am Laufen und Marketender sowie Betreuung sorgten für einen möglichst angenehmen Kontingentalltag. „Jeder der 170 Soldatinnen und Soldaten vor Ort hat einen Beitrag zum Gelingen dieser Mission geleistet“, so Beckmann.

Gemeinsam stärker - Mas fuertes juntos

Höhepunkt der NATO-Mission war der gemeinsame Einsatz mit der spanischen Luftwaffe. Drei Wochen lang unterstützten Soldatinnen und Soldaten aus dem spanischen Albacate das enhanced Air Policing South. Durch gemeinsame Ausbildungen, Übungen und teils langjährige Bekanntschaften gelang die Einsatzintegration in kürzester Zeit. Ein ganz besonderer Moment und Beweis funktionierender multinationaler Einsatzbereitschaft war der gemeinsame Alarmstart einer gemischten deutsch-spanischen Alarmrotte Ende Februar. 

Auftrag durchgeführt

Ein deutscher und ein spanischer Eurofighter stehen nebeneinander auf der Startbahn

Combined Air Policing mit den spanischen Luft- und Weltraumstreitkräften. Drei Wochen lang flogen nicht nur deutsche, sondern auch spanische Eurofighter von dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt aus.

Bundeswehr/Maurice Heck

Für viele der bei eAPS eingesetzten Soldatinnen und Soldaten war es nicht das erste und sicherlich auch nicht das letzte Air Policing: „Wir beteiligen uns als Luftwaffe seit vielen Jahren an Air Policing Missionen unserer europäischer NATO-Verbündeten. Der gemeinsame Schutz des Luftraumes – im Optimalfall sogar combined wie mit unseren spanischen Freunden – ist gelebte Bündnissolidarität. Dafür sind wir hier und das machen wir auch gerne“, fasst Kontingentführer Beckmann zusammen.

Ein Großteil der Kontingentangehörigen gehört zum Taktischen Lufwaffengeschwader 71 „Richthofen“ in Wittmund an der Nordseeküste, aber viele andere unterstützten aus allen möglichen Bereichen der Bundeswehr. Sie kehren nun nach einem erfolgreichen Missionsabschluss nach Deutschland zurück. Für die Royal Air Force heißt es nun wie für die Deutschen die vergangenen acht Monate: „Rund um die Uhr einsatzbereit in Rumänien zum Schutz des NATO-Luftraumes.“

von Maurice Heck

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