Besoldungstabellen: Grundgehälter von Soldaten und Beamten

Die Grundgehälter von Soldaten und Beamten ergeben sich aus der Bundesbesoldungsordnung A und B. Die Besoldung von Soldaten ähnelt also der von Beamten des Bundes.

Ein Bundeswehrsoldat steckt mehrere Geldscheine in ein Portemonnaie
Bundeswehr/Torsten Kraatz

Die Grundgehälter richten sich nach dem Dienstgrad und werden in verschiedenen Stufen ausgezahlt, in denen zum Beispiel Kriterien wie das Dienstalter/ Erfahrungsstufen berücksichtigt werden. Hinzu kommen im Einzelfall Zulagen, beispielsweise für Kompaniefeldwebel, Flugzeugführer oder Kampfschwimmer. Unabhängig davon vermittelt die folgende Tabelle einen Eindruck vom Einkommen als Zeit- oder Berufssoldat, sowie als Beamter des Bundes.

Gültig ab 1. März 2020

Bundesbesoldungsordnung A

Grundgehalt je Besoldungsgruppe in Euro

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Stufe 4

Stufe 5

Stufe 6

Stufe 7

Stufe 8

A 2

2216,34

2265,70

2316,41

2354,40

2393,69

2432,96

2472,21

2511,49

A 3

2301,21

2353,13

2405,07

2446,88

2488,68

2530,48

2572,30

2614,10

A 4

2349,36

2411,41

2473,48

2522,89

2572,30

2621,71

2671,10

2716,73

A 5

2367,07

2444,34

2506,40

2567,24

2628,06

2690,14

2750,92

2810,47

A 6

2417,74

2507,71

2598,89

2668,57

2740,79

2810,47

2887,74

2954,88

A 7

2538,10

2617,92

2723,09

2830,73

2935,88

3042,30

3122,12

3201,92

A 8

2685,05

2781,34

2916,87

3053,72

3190,51

3285,53

3381,81

3476,83

A 9

2897,87

2992,89

3142,39

3294,40

3443,86

3545,48

3651,19

3754,27

A 10

3101,83

3232,31

3421,09

3610,70

3803,84

3938,26

4072,64

4207,09

A 11

3545,48

3745,12

3943,47

4143,12

4280,13

4417,15

4554,17

4691,22

A 12

3801,25

4037,44

4274,93

4511,11

4675,53

4837,33

5000,45

5166,19

A 13

4457,62

4679,45

4899,96

5121,81

5274,49

5428,48

5581,13

5731,19

A 14

4584,18

4869,95

5157,05

5442,81

5639,84

5838,22

6035,24

6233,61

A 15

5603,31

5861,70

6058,73

6255,79

6452,84

6648,57

6844,31

7038,72

A 16

6181,40

6481,55

6708,59

6935,65

7161,40

7389,78

7616,82

7841,28

Erhöhungsbeträge für die Besoldungsgruppen A 5, A 6, A 9 und A 10

Das Grundgehalt erhöht sich in den Besoldungsgruppen A 5 und A 6 für Beamte des mittleren Dienstes sowie für Unteroffiziere um 23,19 Euro; es erhöht sich in den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 für Beamte des gehobenen Dienstes sowie für Offiziere um 10,12 Euro.

Amtszulagen

Für herausgehobene Funktionen können Amtszulagen und Stellenzulagen vorgesehen werden. Die Amtszulagen sind unwiderruflich und ruhegehaltfähig. Sie gelten als Bestandteil des Grundgehaltes. Es werden nachfolgende Amtszulagen gewährt.

  • Besoldungsgruppe A 3 Dienstgrad Gefreiter 40,39 Euro
  • Besoldungsgruppe A 4 Dienstgrad Hauptgefreiter 8,72 Euro
  • Besoldungsgruppe A 5 Dienstgrad Oberstabsgefreiter 43,37 Euro
  • Besoldungsgruppe A 6 Dienstgrad Stabskorporal  43,37 Euro
  • Besoldungsgruppe A 7 Dienstgrad Oberfeldwebel, Oberbootsmann 53,86 Euro
  • Besoldungsgruppe A 8 Dienstgrad Hauptfeldwebel, Hauptbootsmann, Oberfähnrich, Oberfähnrich zur See 69,39 Euro
  • Besoldungsgruppe A 9 Dienstgrad Oberstabsfeldwebel, Oberstabsbootsmann 322,88 Euro
  • Beamte in bestimmten Funktionen, die sich von den Besoldungsgruppen A 9 und A 13 abheben, können eine Amtszulage erhalten.

Bundesbesoldungsordnung B

Grundgehalt je Besoldungsgruppe in Euro

Grundgehalt

B 1

7038,72

B 2

8176,63

B 3

8658,13

B 4

9161,83

B 5

9739,93

B 6

10289,32

B 7

10819,10

B 8

11373,67

B 9

12061,37

B 10

14197,53

B 11

14749,49

Familienzuschlag

Neben dem Grundgehalt erhalten Soldaten und Beamte des Bundes einen Familienzuschlag in Abhängigkeit ihrer Familienverhältnisse. Dieser beträgt in der Stufe 1 für verheiratete Soldaten und Beamte, zum Unterhalt verpflichtete geschiedenen Soldatinnen/Beamtinnen oder Soldaten/Beamte mit zu berücksichtigenden Kindern gemäß § 40 Absatz 1 Bundesbesoldungsgesetz 149,36 Euro.

In der Stufe 2, das sind Soldaten der Stufe 1, denen Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz oder nach dem Bundeskindergeldgesetz zusteht, beträgt der Familienzuschlag 277,02 Euro.

Für jedes weitere berücksichtigungsfähige Kind wird einheitlich für alle Besoldungsgruppen ein Betrag von 127,66 Euro, ab dem dritten Kind jeweils in Höhe von 397,74 Euro gewährt.

Der Familienzuschlag der Stufe 2 erhöht sich für das erste zu berücksichtigende Kind in der Besoldungsgruppe A 2 bis A 5 um je 5,37 Euro, ab Stufe 3 für jedes weitere zu berücksichtigende Kind

  • in der Besoldungsgruppe A 2 und A3 um je 26,84 Euro,
  • in der Besoldungsgruppe A 4 um je 21,47 Euro,
  • in der Besoldungsgruppe A 5 um je 16,10 Euro.

Ferner kann je nach Funktion oder Dienstgestaltung ein Anspruch auf eine Stellen- oder Erschwerniszulage entstehen.

Gehaltsbeispiele von Soldaten (unverheiratet)

  • Hauptgefreiter, Besoldungsgruppe A 4, Stufe 1 = 2358,08 Euro
  • Feldwebel, Besoldungsgruppe A 7, Stufe 2 = 2617,92 Euro
  • Hauptfeldwebel, Besoldungsgruppe A 8, Stufe 3 = 2986,26 Euro
  • Leutnant, Besoldungsgruppe A 9, Stufe 2 = 2992,89 Euro
  • Hauptmann, Besoldungsgruppe A 11, Stufe 3 = 3943,47 Euro
  • Oberstleutnant, Besoldungsgruppe A 14, Stufe 4 = 5442,81 Euro

Hinweis zur Versorgungsrücklage

Mit dem Versorgungsänderungsgesetz 2001 vom 20.12.2001 wurde bestimmt, dass der Ruhegehaltsatz von 75 Prozent ab der ersten Versorgungsanpassung nach dem 31. Dezember 2002 in sieben Schritten auf 71,75 Prozent abgesenkt werden soll. Diese Absenkung war mit der Versorgungsanpassung zum 1. Januar 2011 abgeschlossen.

Für den gleichen Absenkungszeitraum wurde ebenfalls mit dem Versorgungsänderungsgesetz 2001 festgelegt, dass die mit dem Versorgungsreformgesetz 1998 vom 29. Juni 1998 eingeführte Versorgungsrücklage (0,2 Prozent bei jeder Besoldungs- und Versorgungsanpassung zwischen dem 1. Januar 1999 und 31. Dezember 2017) ausgesetzt wird.

Mit der Besoldungs- und Versorgungsanpassung zum 1. August 2011 wurde bereits die Versorgungsrücklage aktiviert und führte schon seinerzeit zu den oben erwähnten Unterschieden zwischen dem Tarifabschluss und den gesetzlich geregelten Besoldungs- und Versorgungsanpassungen. Dieses gilt auch für die Erhöhung in 2018. Entsprechend einer im Gesetz festgelegten Neuregelung erfolgt die Erhöhung in 2019 und 2020 ohne eine solche Verminderung.

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