Die Grundausbildung in der Bundeswehr
Das Wichtigste im Überblick.
Die Verpflichtung als Soldat oder Soldatin ist unterschrieben und schon bald geht es los mit der Heimatschutzausbildung – so heißt die Grundausbildung seit 2026 in der Bundeswehr. Aber was genau erwartet Sie in den ersten Wochen? Hier sind allen offiziellen Informationen zusammengestellt, die einen ersten Einblick und Antworten geben.
Ihre Bewerbung bei der Bundeswehr war erfolgreich und Ihr Dienstantritt rückt näher? Hier erfahren Sie mehr über Ihren zukünftigen Standort, was in den ersten Monaten auf Sie zukommt, wie Sie sich vorbereiten können, was Ihre Ansprechstellen sind und wie die Ausbildung ablaufen wird. Seit Mai 2026 ist sie vor allem darauf zugeschnitten, Rekrutinnen und Rekruten fit für den Heimatschutz zu machen. Sie heißt deswegen offiziell Heimatschutzausbildung Streitkräfte.
Einige haben schon Rekruten und Rekrutinnen mit schweren Rucksäcken marschieren sehen. Das ist nur ein Teil der Grundausbildung. Es gibt noch deutlich mehr und nicht alles dreht sich um körperliche Fitness.
Das Wichtigste im Überblick.
An circa 150 Standorten in ganz Deutschland erfolgt die Heimatschutzausbildung für die Rekrutinnen und Rekruten. In der Übersicht sind die ausbildenden Einheiten markiert. Mit einem Klick geht es zu den weiteren Informationen wie Adressen, Ansprechstellen oder Übersichtsplänen.
Über die Grundausbildung bei der Bundeswehr wird viel erzählt. Nicht alles stimmt oder ist heute noch aktuell. Ein Beispiel dafür ist, dass die Grundausbildung seit Mai 2026 zur Heimatschutzausbildung Streitkräfte weiterentwickelt worden ist. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu den ersten Wochen „beim Bund“.
Für jeden Soldaten und jede Soldatin beginnt die Zeit bei der Bundeswehr mit der Heimatschutzausbildung Streitkräfte. Sie ist die Weiterentwicklung der Grundausbildung. Unverändert ist die Dauer: in der Regel drei Monate. In der Heimatschutzausbildung erwerben die jungen Rekrutinnen und Rekruten ihr militärisches Handwerkszeug, ihre militärische Grundbefähigung. Sie lernen also die Dinge, die jede Soldatin und jeder Soldat wissen und können muss – unabhängig davon, welche Aufgaben er oder sie künftig bei der Bundeswehr übernimmt.
Ziel der Heimatschutzausbildung ist es, dass an ihrem Ende alle Soldatinnen und Soldaten grundlegende militärische Aufgaben gemeinsam erfüllen können. Auf diesem ersten Ausbildungsabschnitt baut jegliche weitere Ausbildung auf. Außerdem können Soldatinnen und Soldaten so auch zwischen unterschiedlichen Bereichen der Bundeswehr wechseln – also beispielsweise vom Heer zur Luftwaffe gehen. Ohne weitgehend harmonisierte Inhalte der Heimatschutzausbildung wäre das nicht oder nur sehr schwer möglich.
Zu den gemeinsamen Ausbildungsgebieten gehören: Innere Führung, Schießen mit Handwaffen, Sanitätsdienstausbildung aller Truppen, Körperliche Leistungsfähigkeit, Schutzaufgaben, ABC-Abwehr, militärische Sicherheit und Wachdienst, Formaldienst sowie allgemeine Dienste.
Am Ende der Ausbildung sind die Rekrutinnen und Rekruten befähigt, Objekte stationär zu bewachen und zu sichern sowie Sicherungskräfte in der Überwachung, Sicherung und Verteidigung zu unterstützen. Zudem können sie sich auf dem Gefechtsfeld, auch unter Gefährdung durch Kampfmittel und Drohnen, bewegen. Konkret bedeutet das unter anderem folgendes:
Darüber hinaus werden in der Heimatschutzausbildung Anknüpfungspunkte für Ausbildungsabschnitte gelegt, die je nach Karriereweg im Anschluss durchlaufen werden. Dazu gehören die fortgeschrittene Heimatschutzausbildung, die Dienstpostenausbildung und die Einsatzausbildung.
An rund 150 Standorten bundesweit werden Männer und Frauen durch die Heimatschutzausbildung zu Soldatinnen und Soldaten ausgebildet. Die Marine führt die Heimatschutzausbildung an ihren Schulen durch, beispielsweise in Bremerhaven oder in Plön. Das Ausbildungsbataillon der Luftwaffe ist in Germersheim stationiert. Angehende Unteroffiziere der Luftwaffe absolvieren ihre Heimatschutzausbildung in Appen. Beim Sanitätsdienst findet die Heimatschutzausbildung in Weißenfels, Rennerod oder in Feldkirchen statt, beim Cyber- und Informationsraum beispielsweise in Dillingen. Heer und Unterstützungsbereich bilden in ihren Verbänden in ganz Deutschland aus.
Der Basis-Fitness-Test (BFT) ist eine Möglichkeit, mit der in der Bundeswehr die körperliche Leistungsfähigkeit überprüft wird. Alle Soldatinnen und Soldaten müssen ihn jährlich absolvieren und dabei die Mindestleistungen erfüllen. Der BFT umfasst drei Disziplinen: den Pendellauf (Sprinttest über elf mal zehn Meter), den Klimmhang und den Ausdauerlauf über 1.000 Meter. Die erzielten Leistungen werden mit Punkten, ähnlich dem Notenspiegel in der Schule, bewertet. Mehr Informationen zum Basis-Fitness-Test finden Sie hier.
Höhepunkt der Heimatschutzausbildung ist das Feierliche Gelöbnis. Beim Gelöbnis bekennen sich die jungen Soldatinnen und Soldaten zum Grundgesetz. Freiwillig Wehrdienstleistende geloben, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit schwören dies mit einem Eid. Ausführliche Informationen zum Gelöbnis gibt es hier.
Wer in einem Teilbereich der Heimatschutzausbildung scheitert, wird von den Ausbilderinnen und Ausbildern nachgeschult und darf die Ausbildung wiederholen.