Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr
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In Mecklenburg-Vorpommern üben 2.000 Soldatinnen und Soldaten Evakuierungen, in den USA messen sich Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter verschiedener Nationen in militärischen Disziplinen und Bayern hat deutschlandweit das erste Heimatschutzregiment. Der Wochenrückblick in Bildern.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht beim feierlichen Appell zur Umbenennung des Landesregiments Bayern in Heimatschutzregiment 1
Bundeswehr/Thomas Sauer
Höchste Leistungsbereitschaft: Der deutsche Offizieranwärter läuft mit Gepäck und Waffe bei der Sandhurst Competition. Er ist einer von zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Bundeswehr bei dem internationalen Wettkampf in den USA.
Bundeswehr
Balance gefragt: Die Soldaten müssen über die Baumstämme klettern, dabei das Gleichgewicht wahren und sie dürfen sich nicht mit den Händen abstützen
Bundeswehr/Sebastian Heller
Der A400M kommt auch bei Evakuierungen zum Einsatz. Bei der Übung Schneller Adler werden verschiedene Szenarien mit dem Transportflugzeug geprobt.
Bundeswehr/Jana Neumann
Mit Schwung: Für die Übung Schneller Adler muss das Gepäck ordentlich verzurrt sein, damit es gut am Ziel ankommt. Da bleibt nichts locker.
Bundeswehr/Jana Neumann
Blick aus dem Cockpit: Ein tschechischer Kampfjet des Typs Gripen wird im Flug von einem deutschen A400M betankt. Gebaut wurde die Gripen in Schweden. Internationaler geht's nicht.
Tschechische Luftwaffe
20 Jahre war die deutsche Marine am Horn von Afrika aktiv. Hier nähert sich das Boardingteam einer Fregatte im Speedboot einer Dhau, um Personen zu überprüfen.
Bundeswehr
Parcours: Bei der Sandhurst Competition in den USA messen sich Soldatinnen und Soldaten verschiedener Nationen in militärischen Disziplinen. Hier müssen sie Hindernisse überwinden.
Bundeswehr/Marcus Gierschek
Kräftezehrend: Mit einem Baumstamm auf dem Schoß müssen die Soldatinnen und Soldaten Situps bei der Sandhurst Competition in den USA machen
Bundeswehr/Marcus GierschekZwei Jahrzehnte war die deutsche Marine am Horn von Afrika aktiv. Es begann mit ihrer Beteiligung an der Operation Enduring Freedom unter USUnited States-Führung, einer Reaktion auf die Terroranschläge in New York und Washington am 11. September 2001. Die Kräfte von Enduring Freedom überwachten das Seegebiet, suchten nach Terrorverdächtigen und unterbanden den Schmuggel von Waffen. Doch zunehmend wurde auch die Piraterie zum Problem entlang dieser wichtigen Welthandelsroute. Dem trat die Europäische Union (EUEuropäische Union) 2008 mit einem Flottenverband und ihrer Operation Atalanta entgegen. Auch hierzu leistete die deutsche Marine bis vor kurzem ihren Beitrag: Im Januar 2022 war ein letztes deutsches Kriegsschiff im Einsatzgebiet. Die Fregatte „Bayern“ beschloss erfolgreich die Einsätze am Horn von Afrika, die sie selbst 2002 als Flaggschiff für Deutschland begann. Die Bundesregierung wird keinen Antrag auf eine Verlängerung des Bundestagsmandats zur weiteren Beteiligung an der Operation Atalanta stellen.
Nicht im Einsatz, aber auf der Großübung Schneller Adler sind aktuell 2.000 Soldatinnen und Soldaten in Mecklenburg-Vorpommern. Sie üben die Evakuierung aus Krisengebieten. So wie es im Sommer 2021 in Afghanistan nötig war, als die Taliban die Macht zurückerobert hatten und tausende Menschen aus dem Land gerettet werden mussten. Damit solche militärischen Evakuierungsoperationen gelingen, müssen sie regelmäßig und auch im internationalen Verbund geprobt werden.
Dafür kommen die Frauen und Männer jetzt im Raum Rügen, Usedom und Darß zusammen, um beim Schnellen Adler, einem jährlichen Manöver, verschiedene Evakuierungsszenarien zu trainieren. So sind sie auf alle Situationen bestmöglich vorbereitet. Dieses Mal sind die Niederlande der Übungspartner. Sie stellen unter anderem Luftfahrzeuge und Einheiten der Marine. Bis zum 9. Mai dauert Schneller Adler noch an.
Während in Mecklenburg-Vorpommern Nationen gemeinsam üben, treten sie in den Vereinigten Staaten von Amerika gegeneinander an. Hier gehen Soldatinnen und Soldaten mehrerer Nationen an der amerikanischen Militärakademie in Westpoint bei militärischen Wettkämpfen an den Start. 48 Teams, davon 16 international, treten bei der Sandhurst Competition an. Darunter sind auch zehn Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter der Bundeswehruniversität München. Die Frauen und Männer messen sich beispielsweise im Handgranaten-Weitwurf, Schießen, Tragen Verwundeter, Baumstämme schleppen, unter Stacheldraht hindurchgleiten und weiteren Disziplinen. Es ist voller Körpereinsatz gefragt.
Im Juli 2021 ist in Wildflecken im Zuge der Neuordnung der Territorialen Reserve erstmals eine Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie in Heimatschutzkompanie umbenannt worden. Jetzt folgte der nächste Schritt: Das Landesregiment Bayern heißt jetzt Heimatschutzregiment 1, darunter vereint sind alle sieben bayerischen Heimatschutzkompanien. Vier weitere Heimatschutzregimenter sind deutschlandweit noch geplant: in Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. Damit wird die Territoriale Reserve gestärkt.
von Amina Vieth