Glossar militärischer Begriffe
Bundeswehr erklärt von A-Z
Ihre Heimatschutzausbildung am Standort Mayen steht kurz bevor. Bei uns verbringen Sie die ersten Wochen Ihrer Dienstzeit. Wir machen Sie fit und bringen Ihnen bei, was Sie als Soldat oder Soldatin wissen müssen. Einige wichtige Informationen, die Sie vorab benötigen, finden Sie hier zusammengefasst.
Oberst Thomas Böttger, Kommandeur Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr
Bundeswehr/ArenzSehr geehrte zukünftige Kameradinnen und Kameraden,
ich bin Oberst Thomas Böttger und als Kommandeur darf ich Sie hiermit recht herzlich in der wunderschönen Eifel willkommen heißen. Genauer gesagt: hier bei uns in Mayen am Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr.
Das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr – kurz ZOpKomBw – gehört zur Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum und umfasst rund 900 Angehörige. Meine Soldatinnen und Soldaten sowie die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beobachten hier Medien und soziale Netzwerke, untersuchen Zielgruppen und Narrative und beraten die militärische Führung und Stäbe. Darüber hinaus können wir hier am Standort verschiedene Medienprodukte in den Bereichen Print, Audio, Video und Online entwickeln. Mittels moderner Technik können wir diese Fähigkeiten auch unter Einsatzbedingungen abrufen. Zum Auftrag des ZOpKomBw gehören außerdem die Information und Betreuung der eigenen Truppe, beispielsweise durch unser Radio Andernach.
Aber auch die Ausbildung des Personals liegt mir am Herzen. Und genau da kommen Sie ins Spiel: Sie haben sich dazu entschieden, Ihre militärische Laufbahn in unserer Oberst-Hauschild-Kaserne zu beginnen. Bald werden Sie hier Ihre Heimatschutzausbildung Streitkräfte – kurz HSA SK – durchlaufen. Für Ihr Vertrauen in unsere Männer und Frauen sowie in unsere Ausbildung bedanke ich mich schon jetzt. Auch für Ihren Mut und Ihre Entschlossenheit, sich für diesen Beruf zu entscheiden, gilt Ihnen mein Dank. Recht und Freiheit in Deutschland und Europa sind es unbedingt wert! Ich kann Ihnen an dieser Stelle sagen: Die HSA SK wird bestimmt an der einen oder anderen Stelle herausfordernd für Sie sein, aber es lohnt sich. Hier in Mayen werden wir den Grundstein für Ihre militärische Laufbahn legen. Dafür sorgen wir mit hochmotiviertem Ausbildungspersonal, von dem Sie in der nächsten Zeit viel lernen und mitnehmen werden. Unter anderem werden Sie Ausbildungen in den Bereichen allgemeine Truppenkunde, Wehrrecht, Sanität, Fernmeldebetrieb, Gefechtsdienst oder auch im Formaldienst erhalten. Kurzum: Der Dienstplan ist voll mit spannenden Einheiten, die Sie bestmöglich auf Ihren weiteren Dienst in der Bundeswehr vorbereiten.
Für Ihre Ausbildung am Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Soldatenglück, und ich freue mich, Sie bald persönlich an unserem schönen Standort in Mayen in der Eifel zu sehen.
Die Soldatinnen und Soldaten des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr unterstützen die Operationsführung eigener und multinationaler Streitkräfte in verschiedenen Einsatzszenarien der Bundeswehr. Das ZOpKomBw analysiert kontinuierlich das Informationsumfeld, erkennt Desinformationskampagnen und entwickelt geeignete Vorschläge zur Abwehr von ausländischer Informationsmanipulation und zum Aufbau von Resilienz.
Ähnlich einer zivilen Medienanstalt arbeitet das ZOpKomBw mit Print-, Audio-, Video- und weiteren Medienprodukten, um auf Zielgruppen in den Einsatzgebieten zu wirken. Im Rahmen der taktischen Direktkommunikation führt das Zentrum geplante und zielgerichtete Gespräche mit der Bevölkerung vor Ort, um die entsprechend gewünschte Wirkung zu erzielen. Dazu verfügen die Soldatinnen und Soldaten über ein weitreichendes Verständnis der Kommunikationsziele und sind mit den kulturellen Gegebenheiten vor Ort sowie den spezifischen Kommunikationsgewohnheiten der Zielgruppe vertraut. So verfügt die Bundeswehr über die Fähigkeit, das Informationsumfeld als militärischen Handlungsraum zu erschließen. Zu den zugeordneten Unterstützungsaufgaben gehören zudem Radio Andernach und BWTV. Über diese Kanäle findet Truppenbetreuung und Truppeninformation über Hörfunk und Fernsehen statt.
Der Kasernenplan mit ersten wichtigen Punkten und Anlaufstellen dient der ersten Orientierung. In den ersten Tagen der Heimatschutzausbildung zeigen Ihnen ihre Gruppenführerinnen und Gruppenführer ausführlich die Kaserne.
| I. Inspektion | In den ersten zwei Wochen ihrer Grundausbildung finden grundlegende Unterrichte, Belehrungen und Einweisungen statt. Zudem erhalten Sie ihre militärische Ausrüstung und durchlaufen die notwendige ärztliche Eingangsuntersuchung. Bei weiteren grundsätzlichen Fragen und Anliegen steht Ihnen das Stammpersonal der I. Inspektion gerne Rede und Antwort. Im Verlauf der ersten Tage ihrer Grundausbildung werden Sie ihren Inspektionschef, den Inspektionsfeldwebel, den Zugführer sowie ihre Gruppenführerin oder ihren Gruppenführer kennenlernen. Insbesondere die Gruppenführerinnen und Gruppenführer werden in ihrer Ausbildung eine zentrale Rolle spielen. Diese unterstützen Sie bei allen Maßnahmen und vermitteln Ihnen die grundlegenden Fähigkeiten eines Soldaten. |
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| Innere Führung | Unter dem Begriff der „Inneren Führung“ versteht man die Führungsphilosophie der Bundeswehr. Dabei wird besonders Wert auf das Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ gelegt. Die dazu nötigen Informationen werden Ihnen in speziellen Unterrichtungen zu den Rechten und Pflichten der Soldaten und Soldatinnen vermittelt. Auf Grundlage dieser Unterrichtungen soll ihr soldatisches Werteverständnis aufgebaut und geschärft werden. |
| Elementare Bestandteile der Ausbildung | Zu den weiteren Ausbildungsmodulen gehören der Formaldienst, die Fernmeldeausbildung und die ABC-Ausbildung.
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| Gefechtsdienst aller Truppen | Einer der Schwerpunkte in ihrer Ausbildung ist der Gefechtsdienst. Sie lernen, wie Sie sich im Gelände orientieren, Tarnung anlegen, die richtigen Bewegungen im Gelände ausführen oder sich gegenseitig sichern und verteidigen. Weiterhin lernen Sie, unter Einsatzbedingungen zu leben. Auf dem Übungsplatz errichten Sie mit ihrer Gruppe ein Biwak, bereiten ihre Verpflegung selbst zu und sichern und verteidigen sich selbst und ihre Kameradinnen und Kameraden aus vorbereiteten Alarmstellungen. |
| Waffenausbildung | Die Waffenausbildung ist ein wichtiger Baustein ihres Werdegangs zum Soldaten. Der Umgang mit der Pistole P8 und dem Gewehr G36 sowie deren korrekte Handhabung sind zu Beginn die Basis dafür. Bevor Sie unter Anleitung den „scharfen Schuss“ ausführen, üben Sie im Schießsimulator, dem AGSHP. |
| Wachausbildung | Die militärische Wache ist dazu da, die Liegenschaften der Bundeswehr vor Angriffen zu schützen. Die notwendigen Kenntnisse werden Ihnen in einem theoretischen Abschnitt vermittelt, bevor Ihnen bei der praktischen Ausbildung Fallbeispiele vorgestellt werden, die das Erlernte weiter vertiefen. |
| Sanitätsausbildung | In der Sanitätsausbildung werden Sie durch medizinisches Fachpersonal der Bundeswehr zum Einsatzersthelfer A geschult. Alle Soldatinnen und Soldaten sollen befähigt sein, notwendige lebensrettende Sofortmaßnahmen auszuführen, um auf kritische Situationen im Soldatenalltag und in den Einsätzen schnell und angemessen reagieren zu können. |
| Gelöbnis | Den Termin für ihr feierliches Gelöbnis werden wir Ihnen rechtzeitig mitteilen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir ihre Familie und Freunde zu diesem besonderen Anlass begrüßen dürfen. |
In der Schießausbildung lernen die Rekrutinnen und Rekruten die richtige Handhabung der Waffen. Die Ausbilderinnen und Ausbilder erklären hier jeden Schritt, damit alles reibungslos ablaufen kann.
Bundeswehr/Maximilian Maiwald
Auf der Hindernisbahn lernen die Rekrutinnen und Rekruten, was es bedeutet, verschiedene Hindernisse zu überwinden – sowohl in Gruppen, als auch einzeln.
Bundeswehr/Lorenzo Eberhardt
Zu den militärischen Basics gehört auch das richtige Verhalten bei ABC-Bedrohungen. In der Ausbildung wird den Rekrutinnen und Rekruten gezeigt, wie sie bei Bedarf ihre Schutzausrüstung komplett anlegen können.
Bundeswehr/Maximilian Maiwald
Die Ausbildung mit Karte und Kompass ist wichtig, um auch ans Ziel zu gelangen, wenn technische Mittel wie beispielsweise Navigationsgeräte nicht mehr zur Verfügung stehen
Bundeswehr/ITBtl 292
Im Gefechtsdienst werden wichtige Grundlagen, unter anderem zur Sicherung und Verteidigung, vermittelt
Bundeswehr/ITBtl 383Hier finden Sie einige Antworten auf die Fragen, die Sie bereits vor Ihrem Dienstantritt haben. Falls Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie Kontakt zu dem unten angeführten Ansprechpartner auf.
Sie werden nicht in die Bundeswehr eingestellt. Wenn Sie planen, nicht zum Dienstantritt zu erscheinen, informieren Sie bitte Ihr zuständiges Karrierecenter und uns über die angegebene Kontaktadresse.
Wenn Sie Ausbildungsinhalte verpassen oder nicht bestehen, dürfen Sie diese wiederholen. Ob die Ausbildungsinhalte in der Stammeinheit nachgeschult werden oder Sie die Ausbildungsinhalte bei uns wiederholen, entscheidet Ihre Stammeinheit.
Nein, die Heimatschutzausbildung ist so geplant, dass Sie in der Regel am Wochenende keinen Dienst haben und nach Hause fahren können.
Nein, aufgrund der begrenzten Unterkünfte sind Haustiere in der Kaserne während der Heimatschutzausbildung nicht gestattet. Sie müssen sich um anderweitige Betreuung kümmern.
Wenn Sie für die Unteroffiziers- oder Offizierslaufbahn eingestellt worden sind, folgen weitere Laufbahnlehrgänge. Freiwilligen Wehrdienst Leistende sowie Soldatinnen und Soldaten der Laufbahn der Mannschaften werden in ihre Stammeinheit versetzt und dort mit weiteren Lehrgängen auf ihre Tätigkeit auf dem Dienstposten ausgebildet.
Bundeswehr erklärt von A-Z
Zur Vorbereitung auf Ihre Grundausbildung haben wir Ihnen einige Informationen zusammengestellt.
Mayen ist eine Stadt in der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Besonderes Wahrzeichen ist die Genovevaburg mitten in der Stadt, die zusammen mit dem Markplatz und Teilen der alten Stadtmauer das Stadtbild bestimmt. In und um Mayen gibt es zudem ein großes Angebot an Wander- und Radwegen, um die Wälder, Täler und Vulkanlandschaft auf eigene Faust zu erkunden. Was Mayen besonders auszeichnet, ist die Verbindung aus Geschichte, Eifel-Landschaft und Vulkanismus. Und auch rund um die Eifelstadt gibt es einiges zu entdecken: das Schloss Bürresheim, das Fachwerkdorf Monreal, die Burg Eltz oder auch die Abtei in Maria Laach.
Mit dem Auto: Aus Richtung Koblenz/Trier/Daun über die A 48 Anschlussstelle Mayen/Mendig verlassen und in Richtung Mayen fahren. Anschließend der Beschilderung in Richtung Nürburgring/Kürrenberg folgen führt die die Straße aus Mayen heraus unmittelbar in Richtung der Oberst-Hauschild-Kaserne.
Aus Richtung Köln/Bonn bzw. Ludwigshafen/Mainz über die A 61 Anschlussstelle Mendig/Maria Laach verlassen und in Richtung Mayen fahren. In Mayen der Beschilderung Nürburgring/Kürrenberg folgen und über den Kürrenberger Steig zur Kasernenzufahrt fahren.
Mit der Bahn: Mayen ist mit der Regionalbahn über die beiden Bahnhöfe Mayen Ost und Mayen West erreichbar. Von dort bestehen direkte Busverbindungen zur Haltestelle „Mayen Kaserne“, insbesondere mit den Linien 380 und 381 in Richtung Kürrenberg.
Unsere Anschrift
Oberst-Hauschild-Kaserne
Kürrenberger Steig 34
56727 Mayen
Geschäftszimmer
I. Inspektion
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