Heer
Auf rotem Grund kreuzen sich zwei schwarz-weiße Schwerter mit goldenen Griffen, darunter mittig ein weißes A für Ausbildung.

Gefechtsübungszentrum Heer

Das Gefechtsübungszentrum Heer im sachsen-anhaltinischen Gardelegen ist die modernste Ausbildungseinrichtung für Streitkräfte in Europa. Durch ein Simulationssystem können Übungen der Truppe in Echtzeit am Computer mitverfolgt und ausgewertet werden.

Auftrag

Das Gefechtsübungszentrum Heer ist die zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres zur Einsatzausbildung und truppengattungsgebundenen Ausbildung.

Verbände nutzen das Übungszentrum für landbasierte Operationen verbundener Kräfte. Neben dem Heer üben auch Soldaten anderer militärischer Organisationsbereiche und bei Bedarf auch anderer NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner in dem Zentrum.

Lernen aus Erfahrung

Erfahrene Ausbilder werden mit der übenden Truppe im Gelände eingesetzt, die ihr Wissen aus den Auslandseinsätzen einbringen. Sie beraten die Teilnehmer auf allen Ebenen, als Bataillonskommandeure, Kompaniechef oder Zugführer.

In der Ausbildung für die Landesverteidigung (Operation Verbundener Kräfte) sind das unter anderem die Themen Verteidigung, Verzögerung, Angriff.

In der Auswertegruppe werden die Ereignisse der gesamten Übung mit Hilfe der Systemtechnik in der Zentrale aufbereitet und für die Besprechungen bereitgehalten. Die Auswertegruppe verfolgt den gesamten Übungsverlauf und wertet diesen mit dem Leitenden aus.

Der Ausbildungsverband unterstützt alle Ausbildungs- und Übungsvorhaben und übernimmt in Szenarien die Rollen als militärischer Gegner, Vertreter ethnischer Gruppierung oder Konfliktparteien. 

Modernste Ausbildungseinrichtung in Europa

Die Systemtechnik ist das Mittel, welches das Gefechtsübungszentrum zur modernsten militärischen Ausbildungseinrichtung in Europa macht. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, das Übungsgeschehen jederzeit in der Zentrale mitzuverfolgen. Die Ausbilder können unter anderem die genaue Position und den Verwundungsgrad jedes einzelnen Soldaten überwachen.

All diese Informationen machen eine Übung am Gefechtsübungszentrum Heer so besonders. Die Auswertung eines Übungsabschnittes basiert nicht mehr nur auf den Wahrnehmungen eines Schiedsrichters beziehungsweise Ausbilders vor Ort, sondern kann mit einer Vielzahl von Daten über jede Sekunde des Geschehens untermauert werden.

Auch die Soldaten und Fahrzeuge, die mit der Systemtechnik ausgerüstet sind, erhalten Informationen über ihren Zustand im System und können so entsprechend reagieren.

Der Kern des Simulationssystems

Das Ausbildungsgerät Duellsimulator, kurz AGDUS, stellt den Kern des Simulationssystems dar. Es ist verantwortlich für die lasergestützte Simulation von Schüssen und Treffern. Es besteht im Wesentlichen aus Sendeeinheiten für die verschiedenen Waffensysteme und Sensoren für die Soldaten und Fahrzeuge, die die Lasersignale aufnehmen.

Die Zentrale ist das Herzstück des Gefechtsübungszentrums Heer. Hier laufen alle Daten in eine große Serveranlage, die es an 64 identisch aufgebauten Arbeitsplätzen erlaubt, das gesamte Übungsgeschehen in Echtzeit mitzuverfolgen.

In der Colbitz-Letzlinger Heide, zwischen den Städten Haldensleben, Gardelegen und Stendal befindet sich der Truppenübungsplatz Altmark. Er hat eine Größe von circa 23.000 Hektar, eine maximale Nord-Süd-Ausdehnung von circa 30 Kilometern und eine Breite von circa 12 Kilometern. Er bietet mit seiner Ausbildungsinfrastruktur optimale Voraussetzungen für die simulationsgestützte Ausbildung ohne scharfen Schuss. Auf die ist das Gefechtsübungszentrum Heer spezialisiert.

Übungsstadt Schnöggersburg

Ein besonderes Merkmal des Gefechtsübungszentrum Heer ist die Übungsstadt Schnöggersburg auf dem Truppenübungsplatz Altmark. Auf einem Areal von mehr als sechs Quadratkilometern stehen über 550 Gebäude, eine 16 Kilometer lange Straße, 800 Meter Flusslauf und 600 Meter begehbare Kanalisation mit 20 Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten als urbane Trainingsmöglichkeit zur Verfügung. Schnöggersburg ist in dieser Dimension als militärische Übungsstadt einzigartig in Europa.

Zahlen und Fakten

  • 1995 begann der Aufbau des Gefechtsübungszentrums

  • 1997 Beginn des Ausbildungsbetriebes

  • 550 Gebäude umfasst die Übungsstadt Schnöggersburg

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