Streitkräftebasis

COVID-19: 2-Wochenrückblick von Generalmajor Breuer

COVID-19: 2-Wochenrückblick von Generalmajor Breuer

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Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
1 MIN

Bei Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (KdoTerrAufgBw), laufen derzeit die Fäden zusammen. Das KdoTerrAufgBw entscheidet und koordiniert bundesweit Anträge auf Amtshilfe. Alle zwei Wochen blickt der Kommandeur zurück und gibt damit einen Einblick in die Arbeit des Kommandos.

Mehrere Soldaten im Gespräch

Generalmajor Carsten Breuer besuchte in Sachsen in der Amtshilfe bezüglich des Borkenkäferbefalls eingesetzte Soldatinnen und Soldaten. Neben den Corona-Amtshilfeverfahren liegt hier ein weiterer Schwerpunkt der Amtshilfe der Bundeswehr.

Bundeswehr/Anne Weinrich

Amtshilfe Corona: Wochenrückblick vom 22. Juni 2020

Bei Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (KdoTerrAufgBw), laufen derzeit die Fäden zusammen. Sein Kommando entscheidet und koordiniert bundesweit Anträge auf Amtshilfe. Die Corona-Krise stellt uns alle vor neue Herausforderungen, so auch die Katastrophenhilfe der Bundeswehr. Die Hilfeleistungen für COVID-19Coronavirus Disease 2019 unterscheiden sich naturgemäß von den Einsätzen bei Hochwasser oder Waldbränden. Jede zweite Woche blickt der Kommandeur zurück und gibt damit einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Kommandos.

#FürEuchGemeinsamStark

3 Fragen an Carsten Breuer

Herr General, wie stellt sich die Corona-Lage für das Kommando Territoriale Aufgaben dar?

Wir haben hier im Kommando derzeit zwei Geschwindigkeiten: Einerseits die schnelle Hilfe - die eingehenden neuen Hilfeleistungsanträge durch Covid-19 sind zwar auf niedrigem Niveau, jedoch gehen viele Maßnahmen in eine Verlängerung. Schnell bedeutet für uns, wie im Kreis Gütersloh dann helfen zu können, wenn die Unterstützung gebraucht wird. In diesem Fall mit mehr als 25 Personen bei der Nachverfolgung der Infektionsketten in der Fleischproduktion, durch Tests und Unterstützung der Verwaltung. Bei nun mehr als 350 gebilligten Anträgen, bedeuten derzeit 130 laufende Hilfemaßnahmen weiterhin eine Menge Arbeit für alle Beteiligten. Andererseits haben wir auch die langfristige Planung: Wir sehen bei der Bearbeitung aller Anfragen auch die Chance zur Verbesserung. Wie geht es noch schneller? Wenn eine nicht auszuschließende zweite Corona-Welle aufkommt, sind wir vorbereitet, damit das Kommando Territoriale Aufgaben noch besser in der Krisenbewältigung unterstützen kann.

Wie verteilen sich die Hilfeleistungen der Bundeswehr?

Die größte Unterstützung für Corona leisten wir mit Soldaten und Soldatinnen bei der Unterstützung der Gesundheitsämter in Brandenburg, Berlin, Niedersachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg und in Mecklenburg-Vorpommern. Hier kommt demnächst auch eine Unterstützung in Verden in Niedersachsen dazu. Außerdem unterstützen wir weiter in Alten- und Pflegeheimen, auch wenn die Unterstützungsleistungen in diesem Bereich rückläufig sind. Das gilt auch für die Unterstützung in Flüchtlingsheimen und die vielen logistischen Hilfen, die wir leisten. Zudem behalten wir im Auge, dass die sommerliche Trockenheit mit entstehenden Waldbränden und Borkenkäferplagen weitere Einsätze für unsere Soldaten bedeuten könnte.

Warum haben Sie eine neue Operationszentrale bezogen?

Zunächst war gedacht, mit einer Ausweich-Operationszentrale einen weiten Ort zu haben, falls sich jemand bei uns infiziert. Denn auch dann müssen wir mit unserem zweiten Team die Corona-Einsätze führen können. Wir stellten dann fest, dass wir dort viel einfacher die Hygienevorgaben während des Dienstes einhalten können. Die ursprüngliche Operationszentrale machte es oft sehr umständlich für uns. Wir waren über ein Gebäude hinweg verteilt. Schnell alle zusammen holen ging nicht. Aber jetzt haben wir größere Räumlichkeiten. Der neue Platz – das Tagungszentrum - gilt sonst als fester Ort für Seminare und Konferenzen. Diese finden in Corona-Zeiten bis auf weiteres nicht statt. Nun stehen dort für das Personal der Operationszentrale etwa 60 Arbeitsplätze zur Verfügung. Ich bin sehr stolz auf die Leistung des Teams vom IT-Service. Was dort geplant wurde und durch Oberfeldwebel Joachim Mühlpfort und Oberfeldwebel Can Scharf vom Informationstechnik-Bataillon 381 aufgebaut wurde, war ein enormer Schritt nach vorne.

von Juliane Thümmel, Sebastian Grünberg   E-Mail schreiben

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