Streitkräftebasis

COVID-19: 2-Wochenrückblick von Generalmajor Breuer

COVID-19: 2-Wochenrückblick von Generalmajor Breuer

  • Coronavirus
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Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
1 MIN

Bei Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (KdoTerrAufgBw), laufen derzeit die Fäden zusammen. Das KdoTerrAufgBw entscheidet und koordiniert bundesweit Anträge auf Amtshilfe. Alle zwei Wochen blickt der Kommandeur zurück und gibt damit einen Einblick in die Arbeit des Kommandos.

Generalmajor Breuer informiert sich vor Ort zu den Hilfeleistungen.

Generalmajor Breuer informiert sich vor Ort zu den Hilfeleistungen.

Bundeswehr/Anne Weinrich

Amtshilfe Corona: Wochenrückblick vom 6. Juli 2020

Bei Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (KdoTerrAufgBw), laufen derzeit die Fäden zusammen. Sein Kommando entscheidet und koordiniert bundesweit Anträge auf Amtshilfe. Die Corona-Krise stellt uns alle vor neue Herausforderungen, so auch die Katastrophenhilfe der Bundeswehr. Die Hilfeleistungen für COVID-19Coronavirus Disease 2019 unterscheiden sich naturgemäß von den Einsätzen bei Hochwasser oder Waldbränden. Jede zweite Woche blickt der Kommandeur zurück und gibt damit einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Kommandos.

#FürEuchGemeinsamStark

3 Fragen an Carsten Breuer

Herr General, wie ist die Lage aus Sicht der Bundeswehr in Gütersloh?

Die Bundeswehr konnte in den Kreisen Gütersloh und Warendorf sehr schnell gegen die Ausbreitung von COVID-19 helfen. Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen und die Kreisverbindungskommandos sorgten dafür, dass über Nacht die richtige Hilfe geboten wurde. Im Schwerpunkt unterstützen wir die mobilen Abstrichteams und deren Dokumentation. Insgesamt kommen wir in der Region auf mehr als 350 Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 Ahlen, des Panzerbataillons 203 Augustdorf, des Sanitätsregiments 2 Rennerod, des Sanitätsregiments 4 Rheine sowie des Luftwaffenmusikkorps Münster. Diese Soldatinnen und Soldaten konnten unmittelbar nach ihrer Ausbildung zum Containment Scout in den Einsatz gehen, der gleichzeitig unser größter Einsatz in der Corona-Pandemie ist. Mein Gesamturteil: Toll, wie schnell wir, gemeinsam mit zahlreichen Anderen, den Menschen zur Seite stehen konnten.

Gibt es einen Trend bei den Hilfeleistungsanträgen?

Auch wenn man es zunächst aufgrund der Berichterstattung in Deutschland nicht vermutet, erhalten wir noch täglich Hilfeleistungsanträge. Derzeit führen wir etwa 100 Amtshilfen durch. Die Pandemie ist nicht vorbei und deshalb unterstützt die Bundeswehr auch weiterhin, wo sie kann und darf. Und weiterhin gilt: Wir können unsere Einsatzbereitschaft nur hochhalten, wenn wir uns und unsere Kameraden schützen – „mit Abstand am besten“ gilt nach wie vor und Masken sind nichts für Schwächlinge, sondern für Helden.

Welche neuen Einsätze sind zu erwarten?

Dem Einsatz rund um die Fleischfabrik in Nordrhein-Westfalen folgen derzeit Unterstützungsanfragen für die Arbeit in den Gesundheitsämtern der Region. Momentan zeigt sich auch immer noch ein großer Bedarf von Lager- und Umschlagflächen für Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel. Stets prüfen wir die Ressourcen und die rechtliche Lage, ob wir weiterhin helfen dürfen und können. Mein Zwischenfazit für diese Woche: Es ist noch nicht vorbei. Der Kreis Gütersloh zeigt uns, dass wir immer wieder mit Hotspots rechnen müssen. Das heißt, schnell einsatzbereit zu sein. Mit Kräften, die alles können müssen und mit einer reaktionsfähigen Führungsstruktur. Ich bin froh, die Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unserer Operationszentrale, der Lagezentren und der regionalen Führungsstäbe an meiner Seite zu wissen.

von Juliane Thümmel, Sebastian Grünberg   E-Mail schreiben

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