Streitkräftebasis

Amtshilfe für Corona-Tests in Pflegeeinrichtungen

Amtshilfe für Corona-Tests in Pflegeeinrichtungen

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Datum:
Ort:
Niedersachsen
Lesedauer:
2 MIN

Angehörige der Bundeswehr führen in Alten- und Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Amtshilfe Corona-Schnelltests durch. Sie testen Personal, Besucher und Dienstleister, um die Schwächsten der Gesellschaft vor einer Infektion zu schützen. Damit entlasten sie das Personal, denn für sie wäre diese Arbeit zusätzlich zu leisten.

Soldat steht mit einem Abstrich-Entnahmestäbchen vor einer Frau an einem geöffneten Fenster

Für Oberstabsgefreiten Behrends ist Amtshilfe im Kampf gegen Corona eine Selbstverständlichkeit. Der Umgang mit den Tests wurde schnell zur Routine.

Bundeswehr/Kathleen Riediger

Die Logistikschule der Bundeswehr, die Ausbildungsrichtung für Logistiker in der Streitkräftebasis, ist und bleibt weiterhin im Kampf gegen Corona aktiv.
Normalerweise fahren die Soldaten Christopher Behrends, Jörg Kollasch und André Bartnik morgens zum Dienst an die Logistikschule der Bundeswehr. Jetzt helfen Sie im Rahmen der Amtshilfe bei Schnelltests in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Sie testen alle Personen, die in der jeweiligen Einrichtung ein- und ausgehen. Vom Personal, über die Angehörigen der Bewohner bis hin zu Dienstleistern, wie Friseur und Ergotherapeuten. Sie helfen somit, die Schwächsten unserer Gesellschaft vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

Testen, testen, testen

Soldat tropft eine Flüssigkeit auf das Plättchen des Corona-Schnelltests

Nach der Abstrichentnahme wird das Stäbchen in eine Flüssigkeit getaucht. Diese wird dann auf das Entsprechende Feld des Schnelltests getropft.

Bundeswehr/Kathleen Riediger

Christopher Behrends und Andre Bartnik haben bereits im vergangenen Jahr an den Teststrecken am Airport Bremen und später in den Bremer Messehallen unterstützt. Dort waren es hauptsächlich administrative Arbeiten, die zu erledigen waren. Jetzt machen sie Schnelltests und nehmen so dem Pflegepersonal eine Menge Arbeit ab, die zusätzlich zu leisten wären. So testet Stabsunteroffizier Jörg Kollasch rund 300 Bewohner, Mitarbeiter und Dienstleister in der Woche. Fünf Tage die Woche von fünf bis neun. Der 33-Jährige hatte bereits einen OP-Termin verschoben, um auch nach der Zusage der Amtshilfe-Verlängerung dort weiter helfen zu können. „Ich fühle mich hier sehr wohl und es ist mal eine Abwechslung zum Dienst in der Kaserne“, erzählt er. Seine „Chefin auf Zeit“ und Heimleiterin ist sehr dankbar für die großartige und unkomplizierte Hilfeleistung der Bundeswehr: „Es ist eine schnelle und pragmatische Lösung.“

Hilfe, die ankommt

Soldat sitzt in Schutzkleidung an einem Schreibtisch.

Wie auch seine beiden Kameraden, dokumentiert und überwacht Stabsunteroffizier Kollasch alles ganz genau. Wer wurde wann und mit welchem Ergebnis getestet.

Bundeswehr/Kathleen Riediger

Ähnliche Worte findet die Leiterin der Einrichtung, in der Stabsunteroffizier Bartnik hilft: „Er versprüht so viel gute Laune. Auch die Bewohner reagieren sehr positiv auf ihn.“ Die Unterstützung durch die Bundeswehr sei auch in ihrem Haus eine große Entlastung für alle. Für den 32-Jährigen sei es eine Selbstverständlichkeit, zu helfen. „Ich habe ein Helfersyndrom“, gibt er zu. Auch er testet an fünf Tagen die Woche - von neun bis siebzehn Uhr. „Am Ende des Tages weiß ich, ich habe etwas Gutes getan.“

Oberstabsgefreiter Behrend’s Hilfseinsatz ist bereits beendet. Er hat in einer Einrichtung für Tagespflege und Betreutes Wohnen Schnelltests durchgeführt. Auch für ihn die erste Erfahrung im Umgang mit den Schnelltests. Bei 25 bis 30 Tests pro Tag stellte sich schnell Routine ein. „Unser Alltag hier dreht sich seit einem Jahr um Corona und mir ist es wichtig, dass man sieht: Wir brauchen Hilfe“, gibt die Heimleiterin dort zu.

In allen drei Einrichtungen ist man sich einig: Jede helfende Hand ist eine Erleichterung.

von Kathleen Riediger  E-Mail schreiben

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