Streitkräftebasis
Territoriale Reserve

Bayern erhält erstes Heimatschutzregiment

Bayern erhält erstes Heimatschutzregiment

  • Heimatschutz
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
München
Lesedauer:
2 MIN

Bei einem feierlichen Appell hat der Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt, am 30. April 2022 im Beisein der Bundesministerin der Verteidigung, Christine Lambrecht, das Landesregiment Bayern in Heimatschutzregiment 1 umbenannt.

Ministerin Lambrecht und Generalleutnant Jürgen Weigt mit mehreren Soldaten im Hintergrund

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, der Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt (l.), und der scheidende Kommandeur des Landesregiments Bayern, Oberst Stefan Berger, beim Abschreiten der Front.

Bundeswehr/Thomas Sauer

Im Zuge der Indienststellung sind alle sieben Bayerischen Heimatschutzkompanien, ergänzt um eine Stabs- und Versorgungs- sowie eine Unterstützungskompanie mit speziellen Fähigkeiten in den Bereichen Infanterie, Aufklärung und Pionierwesen, dem Heimatschutzregiment 1 unterstellt worden. Es ist das erste von insgesamt fünf geplanten Heimatschutzregimentern in ganz Deutschland und der Startschuss für eine Neuorganisation der Territorialen Reserve.

„Die nationale Territoriale Verteidigung und der Heimatschutz sind Kernbestandteile der Landes- und Bündnisverteidigung“,

hob die Bundesministerin der Verteidigung, Christine Lambrecht, in ihrer Rede hervor. Im Weiteren ging sie auf die Rolle der Reserve im Heimatschutz ein, die entscheidend für die Einsatzbereitschaft sei. „Eine starke Reserve garantiert, dass die Bundeswehr für die Menschen vor Ort da ist, wenn sie gebraucht wird.“ So entstehe auch eine Verankerung in der Gesellschaft. Dass diese von großer Bedeutung ist, hätten nicht zuletzt die Herausforderungen der vergangenen Jahre deutlich gemacht: „Mit den Heimatschutzregimentern und ihren Kompanien stärken wir die Widerstandsfähigkeit unseres Landes gegenüber Krisen und Katastrophen.“ 

Soldaten in Paradeaufstellung marschieren mit Truppenfahne feierlich ein.

Die Paradeaufstellung marschiert zur feierlichen Umbenennung mit dem Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr ein.

Bundeswehr/Thomas Sauer

Nach der Rede der Ministerin verlieh der Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt, dem frisch umbenannten Heimatschutzregiment 1 das Fahnenband. Die Soldatinnen und Soldaten des bis dahin als Landesregiment benannten Pilotprojekts hätten eine Vorreiterrolle bei der Erprobung der neuen Strukturen eingenommen. „Und weil sie immer die Ersten waren, werden sie in Zukunft auch heißen: Heimatschutzregiment 1“, beendete der Generalleutnant seine Ansprache.

Von nun an besitzt die Bundeswehr im Freistaat Bayern die Fähigkeit, die aktive Truppe in der subsidiären Katastrophenhilfe, beim Host Nation Support befreundeter Streitkräfte oder bei Schutz- und Sicherungsaufgaben kritischer Infrastruktur in Notstandslagen sowie im Verteidigungs- und Spannungsfall mit einem kompletten Heimatschutzverband zu entlasten.  Die Reservistinnen und Reservisten im Heimatschutz entlasten nicht nur die aktive Truppe, sondern sind zugleich ein wichtiges Bindeglied zwischen der Bundeswehr und der Gesellschaft.

Deutschlandweit sollen fünf Heimatschutzregimenter aufgestellt werden, die den Landeskommandos in Berlin, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen zugeordnet und unterstellt sind. Die Strukturen der Territorialen Reserve sind mit dem Ende des Kalten Krieges weitgehend aufgelöst worden und 2006 bis 2007 wurden schließlich alle verbliebenen Heimatschutzbataillone von der Streitkräftebasis außer Dienst gestellt. Fünf Jahre später wurde für die Landeskommandos die Aufstellung Regionaler Sicherungs- und Unterstützungskräfte, der RSU-Kompanien, beschlossen. Sie heißen heute Heimatschutzkompanien. 

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Soldaten zeigen mit Handreichung den Übergang des Kommandos. Sie stehen neben einer Fahne.

Der Kommandeur des Landeskommandos Bayern, Brigadegeneral Thomas Hambach (m.), mit dem scheidenden Kommandeur des Landesregiment Bayern, Stefan Berger (l.), und dem frisch ernannten Kommandeur des Heimatschutzregiments 1, Markus Wick (r.).

Bundeswehr/Thomas Sauer
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht am Rednerpult. Soldaten im Hintergrund.

Die Bundesministerin der Verteidigung, Christine Lambrecht, betont in ihrer Rede die Bedeutung des Heimatschutzes und die wichtige Rolle der Reserve.

Bundeswehr/Thomas Sauer
Der Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt, bei seiner Rede.

Der Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt, bei seiner Ansprache an die Soldatinnen und Soldaten sowie die Gäste.

Bundeswehr/Thomas Sauer
Soldatinnen und Soldaten des Heimatschutzregiments 1.

Nach der Umbenennung in Heimatschutzregiment 1 wurden diesem die sieben Bayerischen Heimatschutzkompanien unterstellt.

Bundeswehr/Thomas Sauer
Verleihung des Fahnenbandes.

Der Stellvertreter des Inspekteurs der Streitkräftebasis, Generalleutnant Jürgen Weigt, verleiht dem frisch umbenannten Heimatschutzregiment 1 das passende Fahnenband.

Bundeswehr/Thomas Sauer
Gruppenbild: Ministerin Lambrecht mit 5 Soldaten

Die Bundesministerin der Verteidigung gemeinsam mit den entscheidenden Vertretern des Pilotprojekts.

Bundeswehr Thomas Sauer

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von Victoria Förster  E-Mail schreiben

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